(openPR) Wie die Medikamente-Preisvergleichsseite PharmaCheck (http://www.pharmacheck.de/) berichtet, geht aus einer internationalen Studie, die vor wenigen Tagen in der britischen Fachzeitschrift über Medizin "The Lancet", veröffentlicht wurde, hervor, dass die globale Lebenserwartung des Menschen durchschnittlich zwar steigt, wir gleichzeitig jedoch auch länger mit Krankheiten zu kämpfen haben.
Während Männer und Frauen auf der ganzen Welt im Jahr 2013 mit einer Lebenserwartung von 71,5 Jahren im Schnitt 6,2 Jahre länger leben als noch im Jahr 1990, als das durchschnittliche Sterbealter noch bei 65,3 Jahren lag, stieg die sogenannte “gesunde Lebenserwartung” im gleichen Zeitraum nur um 5,4 Jahre (von 56,9 in 1990 bis 62,3 im Jahr 2013). Die gesunde Lebenserwartung impliziert nicht nur die Sterblichkeit an sich, sondern berücksichtigt ebenfalls, wie viele Jahre dem Menschen durch Krankheiten verloren gehen. Da die globale Lebenserwartung einen höheren Anstieg zu verzeichnen hat, als die gesunde Lebenserwartung, leben wir heute folglich länger mit Krankheiten als noch vor 1990.
Durchgeführt wurde die Studie von einem internationalen Konsortium von Forschern des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der Universität von Washington. Auf PharmaCheck.de sind die Ergebnisse zum ersten mal auf Deutsch publiziert worden (http://www.pharmacheck.de/ratgeber/gesundheit/studie-menschen-leben-laenger-sind-jedoch-auch-laenger-krank.html). Die hauptsächliche Erkenntnis der Studie ist, dass man sich verstärkt auf Prävention und Behandlung von Krankheitsursachen konzentrieren müsse, da der Gesundheitsverlust des Menschen aufgrund von Krankheiten erfolgt und sich nicht anhand der absoluten Lebenserwartung bemessen lässt. Kurz gesagt: Es kommt nicht auf ein langes, sondern auf ein gesundes Leben an!
Als Hauptursachen für den globalen Gesundheitsverlust für sowohl Männer als auch Frauen gelten ischämische Herzerkrankungen, Infektionen der unteren Atemwege sowie Schlaganfälle. Die gesunde Lebenserwartung hängt darüber hinaus sehr stark mit Reichtum und Bildung zusammen. Arme Länder, wie Lesotho, Swasiland oder die Zentralafrikanische Republik, haben den höchsten Gesundheitsverlust zu verzeichnen, während Angehörige wohlhabender Nationen, wie Japan, Island oder Frankreich, ein nicht nur langes, sondern auch gesundes Leben führen. Interessant: Deutschland befindet sich, trotz eines ausgeklügelten Gesundheitssystems, nicht unter den Top 10 der Länder mit der höchsten gesunden Lebenserwartung.












