openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Krebs: Neue Einsatzmöglichkeiten eines Medikaments lassen hoffen

20.08.201516:28 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Erfolgreiche zielgerichtete Therapie von Krebserkrankungen
Neue Einsatzmöglichkeiten eines Medikaments lassen hoffen

Essen, 20.08.2015 – Molekulare Untersuchungen von Tumorproben machen es immer häufiger möglich, für Patienten die individuell aussichtsreichste Therapie zu finden. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Westdeutschen Tumorzentrums am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) konnte nun erstmals nachweisen, dass ein neues Krebsmedikament, das bislang nur für schwarzen Hautkrebs zugelassen ist, auch bei verschiedenen anderen Tumorarten wirksam sein kann. Voraussetzung ist eine bestimmte Genveränderung im Tumor. Hierüber berichtet heute das renommierte New England Journal of Medicine.

Das Medikament Vemurafenib (Zelboraf®) ist in Deutschland bislang für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem schwarzem Hautkrebs (Melanom) zugelassen, wenn der Krebs die so genannte „BRAFV600-Mutation“ trägt. Dies ist etwa bei 40 Prozent der Melanome der Fall. Eine Mutation desselben Gens findet sich jedoch mit geringerer Häufigkeit auch bei anderen Krebsarten, wie zum Beispiel bei Darm- oder Lungenkrebs. In der heute publizierten Studie, an der Wissenschaftler des Westdeutschen Tumorzentrums am UK Essen mitgewirkt haben, wurden Krebspatienten mit Vemurafenib behandelt. Voraussetzung war, dass die Betroffenen auf die jeweilige Standardbehandlung nicht mehr ansprachen und eine „BRAFV600-Mutation“ im Tumor nachweisbar war. Insbesondere bei Patienten mit Darm- oder Lungenkrebs, aber bei einer Reihe seltener Krebsarten wie Sarkomen und Histiozytose, konnte sehr häufig ein Ansprechen auf die Therapie nachgewiesen werden.

„Dies zeigt, dass Patienten mit metastasierten Krebserkrankungen unmittelbar von einer umfassenden molekularen Analyse ihrer Tumore profitieren können“, so Professor Martin Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung), der die Studie am UK Essen leitet. „Am Westdeutschen Tumorzentrum bieten wir diese Untersuchungen bereits seit 2010 allen bei uns behandelten Patienten an. Hierdurch erhöhen wir die Chance, dass wir individuell ein geeignetes zugelassenes Medikament finden oder ein vielversprechendes neues Medikament anbieten können, das im Rahmen wissenschaftlich kontrollierter klinischer Studien erprobt wird.“

Link zu der Publikation www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1502309
Link zum Editorial www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1508144

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 866982
 149

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Krebs: Neue Einsatzmöglichkeiten eines Medikaments lassen hoffen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Universitätsklinikum Essen

Bild: Neuer Kaufmännischer Direktor für das Universitätsklinikum EssenBild: Neuer Kaufmännischer Direktor für das Universitätsklinikum Essen
Neuer Kaufmännischer Direktor für das Universitätsklinikum Essen
Thorsten Kaatze wechselte am 4. April 2016 in den Vorstand Der Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, Thorsten Kaatze zum neuen Kaufmännischen Direktor zu bestellen. Thorsten Kaatze ist bereits seit 2010 für die Essener Universitätsmedizin tätig: Bis 2012 war der Diplom-Volkswirt für das Dezernat Finanzen am UK Essen verantwortlich, als Leiter der Stabsstelle Unternehmensbeteiligungen oblag ihm seit 2011 neben der Geschäftsführung der Ruhrlandklinik auch die Durchführung von So…
Bild: WPE: Ausbau abgeschlossenBild: WPE: Ausbau abgeschlossen
WPE: Ausbau abgeschlossen
WPE: Ausbau abgeschlossen Vierter Behandlungsraum eröffnet – Essener Einrichtung damit größtes Protonentherapiezentrum an einem Universitätsklinikum in Deutschland Das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen (WPE) hat seinen vierten Behandlungsraum in Betrieb genommen. Damit ist das WPE das größte Protonentherapiezentrum dieser Art an einem Universitätsklinikum in Deutschland. Die erweiterte Behandlungskapazität wird das Team nun dazu nutzen, noch mehr krebskranken Menschen eine Protonentherapie anzubieten. „Mit der Inbetriebnahme des …

Das könnte Sie auch interessieren:

direct/ Antisoma plc (UK) - AS1411 von Antisoma erhält Orphan Drug Status der EU bei Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs
direct/ Antisoma plc (UK) - AS1411 von Antisoma erhält Orphan Drug Status der EU bei Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs
… Status für sowohl Nieren- wie auch Bauchspeicheldrüsenkrebs unterstützt unsere Ansicht, dass AS1411 Potential gegen verschiedene Tumore hat. Die frühen vielversprechenden Ergebnisse dieses Medikaments bei Nierenkrebs haben die Chance für schnellen Fortschritt zur Marktreife für diese Indikation eröffnet. Daher sind wir besonders erfreut darüber, dass …
Bild: Neues Medikament soll Leukämie verhindernBild: Neues Medikament soll Leukämie verhindern
Neues Medikament soll Leukämie verhindern
… verhindern. Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit 136.788 Euro. „In unserer Studie untersuchen wir den Einfluss des Medikaments auf die Abwehrzellen des Immunsystems“, erklärt Privatdozent Dr. Uwe Platzbecker. Mit diesen Untersuchungen versprechen sich die Leukämieforscher neue Erkenntnisse über die …
Bild: Methadon: Die große Chance in der KrebstherapienBild: Methadon: Die große Chance in der Krebstherapien
Methadon: Die große Chance in der Krebstherapien
… des ARD-Magazins „Plusminus“. Trotzdem wird Methadon kaum in der Krebstherapie angewandt. Der Grund: Es gibt keine ausreichenden klinischen Studien, die eine Zulassung des Medikaments formal zulassen würde. Denn klinische Studien sind teuer und werden meistens von der Pharmaindustrie getragen. Doch Methadon ist patentfrei und somit kaum gewinnbringend …
Bild: Aktuelles Wissen durch stetige WeiterbildungBild: Aktuelles Wissen durch stetige Weiterbildung
Aktuelles Wissen durch stetige Weiterbildung
… am Ball bleiben möchte, benötigt aktuelles Wissen durch stetige Weiterbildung. Das sichert den beruflichen Erfolg und schafft durch Kompetenzen und flexible Einsatzmöglichkeiten zusätzliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch Unternehmen profitieren von den „Erträgen“, die Weiterbildung ermöglicht: Durch die Umsetzung aktueller Erkenntnisse können z. …
Zehm Jahre Weltkrebstag: Wir können. Ich kann. Gauting kann.
Zehm Jahre Weltkrebstag: Wir können. Ich kann. Gauting kann.
… Plattenepithelkarzinom der Lunge eingesetzt werden, unseren Patienten stand dieser Fortschritt durch den Einschluss in klinische Studien schon vor der Markeinführung des neuen Medikaments zu Verfügung. Auch in der Behandlung der belastenden Symptome einer Lungenkrebserkrankung sind in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt worden.“ Prof. Behr …
Bild: Das Tübinger Biotechnologieunternehmen CureVac erhält Herstellungserlaubnis vom RegierungspräsidiumBild: Das Tübinger Biotechnologieunternehmen CureVac erhält Herstellungserlaubnis vom Regierungspräsidium
Das Tübinger Biotechnologieunternehmen CureVac erhält Herstellungserlaubnis vom Regierungspräsidium
… Herstellung eines Prüfpräparats bekommen, das als Impfstoff gegen Krebs eingesetzt werden soll. Das Regierungspräsidium Tübingen erlaubt nun die Produktion des RNA basierten Medikaments RNActive™, dessen Wirksamkeit in klinischen Studien getestet wird. Der Impfstoff soll dem Immunsystem helfen, entartete Zellen gezielt zu erkennen und zu bekämpfen. Bei …
Bild: In „Neues aus der Medizin“ haben die Zuschauer das Thema Blasenkrebs gewähltBild: In „Neues aus der Medizin“ haben die Zuschauer das Thema Blasenkrebs gewählt
In „Neues aus der Medizin“ haben die Zuschauer das Thema Blasenkrebs gewählt
… Diagnostik, einen Überblick über Operationsmethoden und Chemotherapien, aber auch um die Nachsorge. Blasenkrebs ist auch für Mediziner eine tückische Erkrankung. Mit Hilfe eines neuen Medikaments lässt sich der Tumor in der Blasenwand unter Blaulicht eindeutig als fluoreszierender Fleck erkennen. Eine Sehhilfe, die in Zweifelsfällen höchst willkommen sei, da …
Erstes Medikament von genmanipulierten Tieren auf dem Markt – Menschen für Tierrechte üben Kritik
Erstes Medikament von genmanipulierten Tieren auf dem Markt – Menschen für Tierrechte üben Kritik
… Medikamenten in genmanipulierten Tieren nicht für notwendig, da es andere Methoden zur Herstellung gäbe. „Es ist nicht hinnehmbar, dass für die Produktion dieses Medikaments Tiere genmanipuliert werden“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Verbandes. „Es ist genauso möglich, den Wirkstoff in Zellkulturen herzustellen.“ Die Genmanipulation von Tieren …
Bild: Aktuelles Wissen durch stetige WeiterbildungBild: Aktuelles Wissen durch stetige Weiterbildung
Aktuelles Wissen durch stetige Weiterbildung
… am Ball bleiben möchte, benötigt aktuelles Wissen durch stetige Weiterbildung. Das sichert den beruflichen Erfolg und schafft durch Kompetenzen und flexible Einsatzmöglichkeiten zusätzliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch Unternehmen profitieren von den „Erträgen“, die Weiterbildung ermöglicht: Durch die Umsetzung aktueller Erkenntnisse können z. …
Bild: Zeitschrift Homöopathie: Was kann die Homöopathie bei Krebs?Bild: Zeitschrift Homöopathie: Was kann die Homöopathie bei Krebs?
Zeitschrift Homöopathie: Was kann die Homöopathie bei Krebs?
… Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) steht das Thema Krebs im Mittelpunkt der Rubrik Ärztliche Praxis. Im Interview beschreibt Dr. med. Jens Wurster die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten der Homöopathie und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf die konventionellen Therapieansätze. Jens Wurster behandelt seit über 15 Jahren Krebspatienten auch …
Sie lesen gerade: Krebs: Neue Einsatzmöglichkeiten eines Medikaments lassen hoffen