(openPR) Ob durch permanent schlechte Haltung, mangelnde Körperspannung oder aufgrund fehlender Bauchmuskulatur – neigt sich die Wirbelsäule unterhalb der Taille schmerzhaft nach vorn, sprechen Experten von einer Hyperlordose. Besser bekannt als Hohlkreuz, verkürzt sich dabei die Rumpfmuskulatur und Bandscheiben nutzen sich schneller ab. Auch die zentrale Übergangsstelle zwischen Rücken und Beinen, das Iliosakralgelenk (ISG), gerät in der Folge unter enormen Druck. „Der feste Bandapparat des Darm-Kreuzbein-Gelenks reagiert auf diese dauerhaften Reizungen äußerst sensibel“, weiß Dr. med. Michael Eichler, einer der beiden Leiter des Wirbelsäulenzentrums Fulda Main Kinzig. So führt ständige Belastung zu Fehlbelastungen im ISG und chronischen Verspannungen, die sich auf den gesamten Körper auswirken.
Aus dem Gleichgewicht
Zu einem gewissen Grad gleicht der Körper Dysbalancen aus. So hilft das Hohlkreuz aufgrund des Babybauchs in der Schwangerschaft, die Balance bis zur Geburt zu bewahren. Personen, die jedoch an Übergewicht – vor allem im Bauchbereich – leiden, nehmen diese Haltung ständig ein und üben damit unnatürlichen Druck auf die Lendenwirbelsäule aus. Zunächst übernehmen verschiedene Muskelgruppen den stabilisierenden Ausgleich. In der Folge entstehen jedoch Verspannungen in Oberkörper und Hüfte. „Fehlt darüber hinaus als stabilisierender Gegenspieler zum unteren Rücken eine kräftige Bauchmuskulatur, entwickeln sich in einigen Fällen schmerzhafte Instabilitäten des ISG. Diese können zu Fehlbelastungen oder einem Beckenschiefstand führen“, betont Dr. med. Bernd Hölper, der zweite Leiter des Wirbelsäulenzentrums Fulda Main Kinzig.
Dem Übeltäter auf der Spur
Zu den ersten Warnzeichen einer ISG-Instabilität gehören tief sitzende Schmerzen oberhalb des Gesäßes, die teilweise bis ins Bein ausstrahlen. Da diese Symptome den Beschwerden eines Bandscheibenvorfalls oder einer Wirbelkanalverengung sehr ähneln, bleibt das ISG als Schmerzauslöser oftmals lange Zeit unerkannt. Viele Patienten werden erst sehr spät auf ISG-Blockaden untersucht. Sie weisen daher eine lange Leidenszeit auf, in der Beschwerden immer weiter zunehmen. Einfache Diagnosemittel wie sogenannte Provokationstests des ISG, die ein Orthopäde auf einer Liege durchführen kann, führen dann schnell zu einer genauen Diagnose. „Ermitteln wir das ISG als Übeltäter und versprechen physiotherapeutische Maßnahmen keine Erfolge mehr, kommt ein neuartiger Eingriff mittels Dreiecksimplantaten für Patienten infrage. Diese sogenannten iFuse-Implantate setzen wir in einer minimalinvasiven OP im Darm-Kreuzbein-Gelenk ein“, erklärt Dr. Hölper. „Dank ihrer speziellen porösen Oberflächenbeschichtung verwachsen sie schnell mit umliegendem Gewebe und sorgen für neue Stabilität im ISG.“ Patienten weisen eine sofortige Schmerzlinderung auf und der Eingriff wird sogar von den Krankenkassen übernommen.
Weitere Informationen unter www.si-bone.de





