(openPR) Interdisziplinärer Erfahrungsaustausch auf hoher See
Fortbildungsreisen werden von Zahnmedizinern gern für den fachlichen Austausch fernab vom Praxisalltag genutzt. So auch bei der 8. AIDA-Dentalreise von Bösing Dental und Altschul Dental. Auf der Ostseetour von Warnemünde in die baltischen und skandinavischen Metropolen nutzten 40 Teilnehmer die einmalige Kombination aus qualifizierter Fortbildung und Sightseeing. Ausflugsziele waren die kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten in Tallinn, St. Petersburg, Helsinki und Stockholm.
Für das fachliche Fortbildungsprogramm waren Prof. Dr. Uwe Rother, Prof. Dr. Ralf Rössler, Dr. Frank Maier, Dr. Jörg Tchorz, Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Gerd Albert, Matthias Grüning, Thomas Sattler, Wolfgang Lüder und Fabian Völker an Bord der AIDAmar. Wissenschaftlich angeleitet von Dr. Henning Otte nutzten die Teilnehmer intensiv die Fortbildung zu den zahnmedizinischen Fachthemen Implantologie, Endodontologie, moderne Restauration sowie betriebswirtschaftliche als auch steuerrechtliche und Marketingthemen.
Weichgewebe schonen
„Neben der knöchernen Augmentation gewinnt die weichgewebschirurgische Augmentation immer mehr an Bedeutung. „Sowohl prä- als auch postoperativ (z.B. in der Implantologie) können funktionale und ästhetische Verbesserungen des Weichgewebes gelingen“, mit dieser Aussicht leitete Prof. Dr. Ralf Rössler seinen Vortrag zum prä- und postoperativen Weichgewebsmanagement mit einer neuen 3D-Kollagenmatrix „Mucograft“ (Geistlich) ein. Vor allem zur Schaffung von befestigter Mucosa um Implantate bietet sie eine Alternative zu autogenen Weichgewebetransplantaten. Diese Neuheit begeisterte die Fortbildungsteilnehmer, denn sie spart die zum Teil aufwendige und oft postoperative schmerzhafte Gewebeentnahme am Gaumen. Davon profitieren Patienten als auch Zahnärzte.
Allogener Knochen
Dr. Frank Maier erläuterte anhand von Studien und Fällen den Einsatz von allogenem Knochenersatz. Bei den Materialien handelt es sich um menschlichen Spenderknochen mit dem Vorteil der unbegrenzten Verfügbarkeit für oralchirurgische Eingriffe. In der klinischen Anwendung zeigte sich die Notwendigkeit einer längeren Einheilzeit zwischen 3 und 6 Monaten, ansonsten waren die Ergebnisse gleich erfolgreich wie die Augmentation mit intraoral gewonnenem Knochen oder Beckenkamm. Voraussetzung für umfangreiche Augmentationen ist eine exakte 3D-Planung. Dr. Maier zeigte die Planung und Umsetzung von Knochenaugmentationen mit nachfolgender Guided Surgery auf Grundlage von DVTs. Weiter ging er auf die Unterschiede von Implantatsystemen ein. Systeme mit einer selbsthemmenden Konusverbindung eignen sich besonders für die Guided Surgery sowie Sofortversorgung und zeigen einen geringeren Knochenabbau.
Vermeiden von Komplikationen
Wesentliche Probleme für Komplikationen bei Implantationen können in der unzureichenden Anamnese und Diagnostik, Fehlinterpretation von parodontalen Gegebenheiten als auch Falscheinschätzung des vorliegenden Hart- und Weichgewebes begründet liegen. Soweit muss es laut Dr. Karl-Ludwig Ackermann nicht kommen. „Finden Patientenbedürfnisse und Patientenwünsche bei einer umfassenden Diagnostik Berücksichtigung ist das Behandlungsergebnis vorhersehbar und mit einer hohen Erfolgsquote versehen“, motivierte Dr. Ackermann seine Zuhörer.
Kleine Ursache, große Wirkung
Wiederholt wurde die Fortbildungsreise für die Präsentation von Praxisneuheiten genutzt. Dieses Mal stellte Dr. Jörg Tchorz „EDDY“ vor, ein endodontisches Instrument mit einer sanften Polyamidspitze zur wirkungsvollen Desinfektion des komplexen Wurzelkanalsystems. Mit einer Schwingungsfrequenz im Bereich 5.000 bis 6.000 Hz ist damit eine effiziente Reinigung über die rein mechanische Instrumentierung hinausgehend erreichbar.
An den gemeinsamen Abenden nutzten die Teilnehmer die Zeit für intensive Gespräche, Gedanken- und Erlebnisaustausch mit Kollegen und Referenten. Die Fortbildungsserie von Bösing Dental mit Unterstützung von Altschul Dental wird fortgesetzt. 2016 geht es mit der AIDAbella in die Adria, von Venedig zu den Juwelen des venezianischen Seereichs Korfu, Bari, Dubrovnik und Zadar in Kroatien. Und dann heißt es wiederholt für Zahnärztinnen, Zahnärzte und Praxismitarbeiterinnen „Fortbildung bei voller Fahrt voraus“.










