(openPR) Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Erich Saling, Berlins bekannter Geburtsmediziner, der weltweit hohes Ansehen genießt, wird am Dienstag, den 21.07.2015, 90 Jahre alt. Er schrieb 1960 als junger Assistenzarzt in der Frauenklinik Berlin-Neukölln Geschichte, als er mit der „Mikroblutuntersuchung am Feten" die erste direkte Untersuchung am noch ungeborenen Kind durchführte – damals für viele konservative Kollegen ein Tabubruch. Er eröffnete damit der vorgeburtlichen Medizin (pränatale Medizin) den Weg.
Später war Prof. Erich Saling langjähriger Leiter der geburtsmedizinischen Klinik Berlin-Neukölln und des Instituts für Perinatale Medizin der FU Berlin. Unter seiner Verantwortung kamen in der Klinik über 60.000 Kinder zur Welt. Seine Arbeit hat weltweit wesentlich zu einer Verbesserung der Schwangerenvorsorge und zu besseren Überwachungsmethoden unter der Geburt beigetragen, und zahllose Kollegen aus dem In- und Ausland kamen zu den von ihm organisierten Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen.
Inzwischen gilt er als maßgeblicher Wegbereiter der Medizin, die sich um Mutter und Kind in der Zeit vor, während und nach der Geburt kümmert (im Fachjargon „Perinatale Medizin“ genannt) und wird deshalb international als „Father of perinatal medicine“ angesehen und geehrt. Aber er ist Berlin treu geblieben und wird nicht müde zu betonen, dass die „Wiege der Perinatalen Medizin“ in Berlin-Neukölln lag.
Um seine Arbeit zum Wohle von Mutter und Kind im „Ruhestand“ fortsetzen zu können, gründete er 1993 das gemeinnützige „Erich Saling-Institut für Perinatale Medizin e.V." (www.saling-institut.de), das auf Vorschlag des Wissenschaftsjournalisten Dieter Dietrich nach ihm benannt wurde und bis heute unter seiner Leitung steht. Dabei entwickelte er die Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere. Die Methode ist so einfach wie genial (eben von Prof. Saling!): Er empfiehlt jeder Schwangeren auf Warnhinweise zu achten und selbst 2-mal wöchentlich ihren Scheiden-pH-Wert zu messen. So können oft viel früher als üblich Vorboten beginnender Scheideninfektionen erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden (aufsteigende Scheideninfektionen stellen die häufigste Ursache für vermeidbare Frühgeburten dar).
Prof. Saling ist weiterhin national und international aktiv. Er ist begehrter Redner bei großen Kongressen, zuletzt 2013 beim Weltkongress in Moskau, betreibt mit seinen Mitarbeitern in seinem im Vivantes-Klinikums Neukölln untergebrachten Institut weiterhin aktuelle Wissenschaft und ist amtierender Präsident der Internationalen Akademie für Perinatale Medizin (IAPM). Neben zahlreichen weiteren Ehrungen wurde Prof. Saling das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Eine andere Auszeichnung ist nach ihm benannt: Die World Association of Perinatal Medicine (WAPM) verleiht bei jedem ihrer Weltkongresse den „Erich Saling Perinatal Prize“ an den besten Wissenschaftler auf diesem Gebiet.
Prof. Saling wird seinen Geburtstag im Kreise seiner Familie, seiner Freunde, Mitarbeiter und Kollegen feiern. Aber was wünscht sich ein Mann wie er zum Geburtstag? Auf seiner Einladungskarte bat er anstelle von Geschenken um eine Spende für das Institut. Er sagt dazu: „Wir beraten kostenlos Frauen, die Schwangerschaftsprobleme, insbesondere Frühgeburten hatten. Ich wünsche mir, dass wir dieses Beratungsangebot noch möglichst lange aufrechterhalten können.“ Wir hoffen, dass sich dieser Wunsch erfüllt: „Lieber Herr Prof. Saling, zu Ihrem Geburtstag wünschen wir Ihnen alles Gute, sonniges Wetter für Ihr Fest – und viele Spenden-Geschenke!“







