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Frauennotruf Frankfurt wird verstärkt um Hilfe gebeten

08.07.201514:38 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Frauennotruf Frankfurt wird verstärkt um Hilfe gebeten
Logo: Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt
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(openPR) Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt rechnen auch in 2015 mit Zuwächsen in allen Bereichen ihres Beratungsangebotes – Beratungen zu Körperverletzung und Vergewaltigung dominieren.

In der ersten Hälfte des Jahres suchten bereits 361 Frauen Unterstützung bei der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 684 Frauen, die Beratungsleistungen in Anspruch nahmen – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2015 war auffällig, dass die Nachfrage nach Krisenintervention steigt, Beratungstermine werden am selben Tag angeboten und angenommen. Bisher machten bereits 25 Frauen von den kurzfristigen Terminen Gebrauch, in 2014 waren es insgesamt 31 Frauen.

Die Anfragen zu Körperverletzungsdelikten sind in den ersten sechs Monaten des Jahres um mehr als 10 Prozent auf 138 Fälle gestiegen (2014: 247 Fälle insgesamt). Die Ursachen für die körperliche Gewalt oder deren Androhung liegen häufig in Trennungsabsichten der betroffenen Frauen begründet. Beratungsanfragen im Zusammenhang mit Vergewaltigung, sind mit bisher 87 Fällen (2014: 179 Fälle insgesamt) in gleichbleibend hoher Anzahl zu verzeichnen.

In jüngster Zeit häufen sich zudem die Anfragen von Frauen, die in ihrer geistigen Entwicklung beeinträchtigt und von sexueller, körperlicher und/oder psychischer Gewalt bedroht oder betroffen sind. Schon im ersten Halbjahr meldeten sich acht Frauen, neun waren es in 2014 insgesamt. In diesen Fällen fand der Erstkontakt immer durch eine dritte Person aus dem nahen sozialen Umfeld der Frauen statt. Die Beratungsstelle geht davon aus, dass sich Frauen, die kein funktionierendes, aufmerksames soziales Umfeld haben, in den seltensten Fällen an eine helfende Institution wenden können. Umso wichtiger ist es, dass das Beratungsangebot auch in leichter Sprache weiter bekannt gemacht wird.

Auch der Bedarf an Beratung mit Dolmetscherinnen steigt. Bereits im ersten Halbjahr mussten in 15 Fällen Sprachmittlerinnen zum Einsatz kommen (2014: 17 Fälle insgesamt). Dies stellt für den Frauennotruf einen erhöhten Kostenaufwand dar, der zusätzlich finanziert werden muss.

Der steigende Beratungsaufwand und die zusätzlichen Kosten bringen die Beratungsstelle immer häufiger an den Rand ihrer personellen als auch finanziellen Grenzen. Das Team hofft hier auf weitere Unterstützung. Diese Hilfe kann ganz unterschiedlich aussehen: So unterstützt beispielsweise die Kassenärztliche Vereinigung Hessen den Materialversand an 418 Allgemeinmedizinische Praxen in Frankfurt. Der darin enthaltene Befundbogen soll dabei helfen, die Attestierung von erlebter Gewalt und deren Folgen zu erleichtern.

Spenden von Unternehmen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet oder aus der Bevölkerung sind herzlich willkommen. Damit diese bei der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt ankommen, wurde ein Spendenkonto eingerichtet: Spendenkonto Frauennotruf Frankfurt, Bank für Sozialwirtschaft, IBAN DE54 5502 0500 0008 6163 00.

Weitere Informationen: http://www.frauennotruf-frankfurt.de

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