(openPR) Am Mittwoch, den 1.7.2015, ging der 25.000. Anruf bei MuTeS, dem Muslimischen SeelsorgeTelefon, ein. D.h., dass 25.000 Mal Menschen in einer seelischen Notlage die Nummer 030/ 44 35 09 821 gewählt und einen der 81 Ehrenamtlichen erreicht haben, die dort täglich rund um die Uhr Hilfe leisten.
Dieser 25.000. Anruf, der wie alle Anrufe anonym bleiben muss, behandelte eine für MuTeS durchaus bekannte Problemlage: „Eine junge Frau hatte eine schwierige heftige Diskussion mit Ihren Kindern, die für sie in einer psychischen Überforderung mündete und sie an ihrem Selbstbild als Mutter zweifeln lie?, so MuTeS-Geschäftsführer M. Imran Sagir. „Der Anruf bei MuTeS hat ihr Erleichterung verschafft: gemeinsam wurde besprochen, welche Gefühle bei wem und warum ausgelöst wurden. Das aktive Zuhören unserer MuTeSSeelsorgerin stärkte die Anruferin, ihre schwierige familiäre Situation erneut anzugehen und in kleinen Schritten zu lösen.“
Die beiderseitige Anonymität erleichtert es den Anrufern sich (oft erstmalig überhaupt!) in ihrer seelischen Notlage einem anderen Menschen anzuvertrauen – die Gefühle einfach mal raus zu lassen; sich auszusprechen. Neben den „normalen“ Hilfesuchenden mit familiären, partnerschaftlichen und zwischenmenschlichen Problemen bzw. mit einer Depression (z.B. aufgrund von Einsamkeit oder Tod von Angehörigen) gibt es viele Anrufer/-innen bei MuTeS mit psychischen oder physischen Krankheiten oder Suchtproblematiken. Etwa 5 % der Anrufe äußern Suizidabsichten oder Gewalterlebnisse (erlittene oder ausgeübte).
Schweigeanrufe, wo über lange Zeit kein Wort gesprochen wird, zeigen, dass seelische Probleme auch zu einer Sprachlosigkeit führen können.











