(openPR) Koblenz. Bis vor Kurzem schwebten die Fotos der Wanderausstellung „R(h)einperspektiven“ noch als „Sky Art“ in zwölf Kabinen der Koblenzer Seilbahn und waren in der Lobby des Mercure Hotels ausgestellt. Nun haben die „Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011“ ihre Ausstellung in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, Schloßstraße 2, installiert, wo sie bis zum 26. Juni während der Öffnungszeiten Montags bis Freitags von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr besichtigt werden kann.
Fotograf der zum Teil sehr besonderen Ansichten auf Koblenz, die Seilbahn und die Region Oberes Mittelrheintal ist Dietmar Guth, der im Jahr 2010 in das offizielle BUGA-Fotografenteam berufen wurde und mit seinen Fotografien die Bundesgartenschau Koblenz 2011 erfolgreich nach außen getragen habe, wie die BUGA-Freunde sagen. Die 25 großformatigen Exponate sind Collagen und Einzelbilder, größtenteils erst nach der BUGA 2011 entstanden. „Stories“ will er mit ihnen erzählen, wie Guth selber sagte. Schon immer habe er gerne und viel fotografiert, ganz früher noch mit „Hasselblad“- und „Leica“-Kameras. 25 Jahre lang, ungefähr seit dem Einzug der Digitalfotografie in den 1980-er Jahren, war der jetzt Sechzigjährige fotografierend in der touristischen Welt unterwegs, bis er sich im Jahr 2005 in Koblenz niederließ, wo er heute lebt und arbeitet. Durch die Gartenschau sei er mit der Fotografie, besonders der von Landschaften seiner Heimat, so richtig in Schwung gekommen. Allein von den letzten fünf Jahren habe er rund 10.000 Bilder gespeichert.
Guth fotografiert nicht einfach nur Landschaften, sondern hat immer den besonderen Blickwinkel, den speziellen Augenblick und bestimmte Details in den Fokus seiner Linsen gerückt. Dabei gebe es kein Foto, das er nicht wenigstens einer einfachen Bildbearbeitung unterzogen habe, sagte Guth. Zusammen mit dem gewissen Blick für gute Fotos und das richtige Motiv ist das wohl das Geheimnis, weshalb der Betrachter seiner Fotos ganz neue Perspektiven von Schloss Stolzenfels, dem Deutschen Eck und der Koblenzer Altstadt oder von dem Rabenacksteig in St. Goarshausen entdecken kann. Der Hauptgeschäftsführer der Koblenzer Industrie- und Handelskammer, Arne Rössel, schätzt die gute Zusammenarbeit mit den BUGA-Freunden, die Ausstellung sei einmal wieder ein sichtbares Zeichen dafür. Er würde sich freuen, wenn nicht nur IHK-Mitglieder und -Mitarbeiter die beeindruckenden Fotos anschauen. Schön wäre es, wenn mit der Ausstellung mehr Aufmerksamkeit für die Kammer vonseiten der Koblenzer Bürger erzielt werden könne, und sie auf diese Weise motiviert würden, öfter hereinzuschauen und die Einrichtung und ihr Angebot kennenzulernen. Ernst H. Lutz, Vorsitzender der BUGA-Freunde, erklärte, warum sich der engagierte Verein gerade die IHK für die Fotoausstellung gewünscht hatte. Zum einen sei es eine der vielen guten Möglichkeiten, sich gegenseitig zu befruchten. Zum anderen seien es die Gemeinsamkeiten, die auf diese Weise unterstrichen werden sollten.
BUGA-Freunde und IHK seien beide auf Koblenz und die Region Mittelrhein ausgerichtet und an einer nachhaltig positiven Entwicklung des Gebiets interessiert, wenn auch die Schwerpunkte ein wenig unterschiedlich sind. Anna Maria Schuster, Geschäftsführerin der BUGA-Freunde, informierte über die kommenden Stationen der Ausstellung. Noch einmal wird sie in den Seilbahn-Gondeln installiert. Außerdem wird die Fotokunst zu verschiedenen Veranstaltungen auf der Festung gezeigt. Zum letzten Mal sind die hochwertigen Original-Fotoplakate anlässlich des Drachenfestes am 25. Oktober im Festungspark zu besichtigen. Im Anschluss wird Guth sie zum Verkauf anbieten. Mit dem Fest endet traditionell die „Koblenzer Gartenkultur“. Einen Tag später wollen die BUGA-Freunde, so Schuster, den mit zwölf der Guth-Fotografien bestückten Jahreskalender „R(h)einperspektiven 2016“ herausgeben. An dessen Gestaltung können sich Gäste und Bürger der Stadt noch bis Mitte August beteiligen, indem sie ihr Lieblingsmotiv auf der Stimmkarte ankreuzen, die den Ausstellungs-Informationsflyern anhängt, die an den Kassen der Seilbahn ausliegen. Rund ein halbes Jahr haben die BUGA-Freunde dann, seit der Vernissage am 22. März, die Arbeit „ihres“ Fotografen begleitet. Guth betrachtet das ein wenig auch als Belohnung für sein jahrelanges Engagement für den Verein.
Obwohl eine solche Aktion ganz klar „Mittel bindet“, wie Schuster sagte, plant die „identitätsstiftende und vorwärtsblickende Bürgerbewegung“, wie sich der über 900 Mitglieder starke Freundeskreis selbst bezeichnet, auch für das nächste Jahr wieder eine Ausstellung. Ob es noch einmal Fotos sein werden oder - wie im Jahr davor - Arbeiten aus dem Bereich Bildende Kunst, das stehe noch nicht fest. Auf jeden Fall sollen Künstler aus der Region präsentiert werden. „Wir wollen all jenen Künstlern ein Forum geben, die gut und präsentabel sind“, ergänzte Lutz. - BSB -













