(openPR) Speziell junge Unternehmen sehen sich nach einem gewissen Wachstum neuen Problemen gegenüber. Woher kommt das?
Ein junges Einzel- oder Kleinunternehmen wird normallerweise familiär geführt. Es geht nur darum den Kunden zufrieden zu stellen, jeder weiß, was er zu tun hat und kann auch mal die Aufgaben eines Kollegen übernehmen. Die Abläufe und Strukturen sind klar aber informell. Der Laden läuft.
Wächst dieses Unternehmen jetzt in ersten Schritten können sich neue Mitarbeiter noch gut einfügen, da immer noch eine direkte und persönliche Kommunikation gepflegt wird. Sie wundern sich zwar über die fehlenden formalen Strukturen, Regeln und Abläufe, finden sich aber innerhalb kurzer Zeit schon gut zurecht.
Erreicht man jedoch eine gewisse Größe, die schon bei 10 Mitarbeitern beginnt, jedoch spätestens bei 50 Mitarbeitern liegt, fangen diese Probleme an.
Woran liegt das?
• Der Unternehmer konzentriert sich auf die Aufgaben, die seine Stärke sind. Er kann nicht mehr wie vorher in alles involviert sein und alles wissen, was in seinem Unternehmen gerade läuft.
• Auch die Mitarbeiter sind nicht mehr über alles informiert oder wissen, wer für welches Detail genau zuständig ist.
Wie sehen die Probleme aus, die dann zutage kommen? Hier einige Beispiele:
• Die Montagelinie steht, weil ein Zulieferteil fehlt, das sich jedoch schon seit 2 Tagen in dem Unternehmen befindet. Es hatte eine Qualitätsabweichung, hätte aber verwendet werden können. Es fühlte sich aber keiner zuständig die Entscheidung zu treffen.
• Ein Sonderauftrag mit einigen speziellen Anforderungen bleibt liegen, da der Spezialist für diese Anforderungen gerade in Urlaub ist. Der Auftrag wird dann zu spät ausgeliefert.
• Das Teilespektrum hat sich stark vergrößert, die Kennzeichnung der Teile ist diesem jedoch nicht gefolgt und kann die verschiedenen Varianten nicht mehr eindeutig kennzeichnen. Folge ist, dass oft die falschen Teile ausgeliefert werden.
• Die Mitarbeiter der Entwicklung sind überlastet. Es werden die falschen Prioritäten gesetzt oder ständig geändert. Die Folge ist, dass alle Entwicklungsaufträge zu spät fertig werden.
• Es wurde eine zweite Schicht eingeführt, aber einer der beiden Mitarbeiter ist nicht gerade ordentlich. Hier wird der andere Mitarbeiter nach dem dritten oder vierten Mal aufhören dem Kollegen hinterher zu räumen. Die Folge ist, dass der Arbeitsplatz unordentlicher und dreckiger wird.
• Ein Kollege der Montage hatte einen Verbesserungsvorschlag und teilte dies seinem Chef mit. Dieser hatte jedoch gerade „Stress“ und vergaß diesen Vorschlag mit der Folge, dass der Mitarbeiter nie ein Feedback bekam. Dieses hat ihn dann demotiviert und seither macht er nur noch Dienst nach Vorschrift.
Dies ist der Moment, wo dem Unternehmen die ersten alten Kunden abspringen. Es verliert an Wettbewerbsfähigkeit, denn zur Wettbewerbsfähigkeit zählt nicht nur der Preis oder das Entwicklungs-Knowhow, sondern auch die Lieferfähigkeit und die Qualität.
Abhängig von den Problemen mit denen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert sehen kann man folgende Maßnahmen einführen:
• Prozessoptimierung: Sehen Sie sich Ihre Prozesse an, vereinfachen Sie diese. Schaffen Sie hierbei auch klare Regeln, Abläufe und Zuständigkeiten.
• Stellen Sie mit 5S die Ordnung und Sauberkeit wieder her. Dies sorgt auch dafür, dass sich Ihre Mitarbeiter wieder einbringen.
• Sorgen Sie für eine klar strukturierte Kommunikation in Ihrem Unternehmen, damit Ihre Mitarbeiter wissen „was los ist“ und auch ein Feedback für Ihre Aktivitäten bekommen.
Mit einer oder mehrerer dieser Maßnahmen wird der Laden dann wieder laufen.











