(openPR) Warmweiß, neutralweiß oder kaltweiß? Kaum etwas ist so subjektiv wie Licht. Doch gerade bei Arbeitsplätzen gibt es Meinungen, Verordnungen und wissenschaftliche Erkenntnisse die eine Entscheidung nicht immer einfacher macht. Mit diesem Check soll die Auswahl wohl überlegter sein:
1. Subjektives Empfinden
Die Lichtfarbe ist im Prinzip nichts anderes als eine simulierte Wettersituation. So ist ein warmweißes Licht entweder ein Sonnenaufgang oder Untergang. kaltweiß entspricht ungefähr dem Tageslicht bei hellen bewölktem Wetter. Neutralweiß ist ein sonniger Mittag. In welcher Wetterlage fühlen Sie sich am wohlsten? Die Wahl trifft in den meisten Fällen auf das warmweiße Licht.
2. Wissenschaftliche Erkenntnisse
Aber nicht nur das Subjektive Empfinden der richtigen „Wettersituation“ sondern auch das objektive Geschehen im Menschlichen Körper sollte in die Entscheidung der Lichtfarbe mit einfließen. Es gibt ein Schlagwort in diesem Bereich und der Beschreibt das Hormon Melatonin. Der „Müdemacher“ sorgt u.a. dafür das der Mensch gut schläft.
Zwischen Tag und Nacht ändert sich die Lichtfarbe des natürlichen Tagesrhythmus. Blaues Licht kann zu einer Verringerung der Melatonin-Ausschüttung führen und solches kaltes Licht kann ermunternd und belebend wirken, während warmes Licht (rötlich/gelblich, auch Warmton) gemütlich und wohltuend wirkt.
Fakt ist also: Kaltweißes Licht macht nicht nur wach, es schützt auch vor Überanstrengung der Augen. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch weniger Krankheitstage? Das ist noch nicht wissenschaftlich untersucht worden. Aktuell beschäftigt sich die Forschung zu diesem Thema sehr intensiv
3. Normen und Verordnungen
Es gibt im technischen Regelwerk zur ASR A3.4 (Arbeitsstättenverordnung) keine Angabe zur Lichtfarbe. Lediglich die Beleuchtungsstärke (lux), Farbwiedergabewert, Tageslichteintrag und Schattenbildung sind klar definiert.
Fazit:
Es gibt Gegensätze zwischen den ersten beiden Säulen. Subjektiv finden die meisten Menschen das warmweiße Licht angenehmer. Die Physiologie des Menschen benötigt aber genau das Gegenteil um wach zu werden oder es zu bleiben. Die Menschliche Psyche ist dabei aber ein nicht unwesentlicher Faktor und somit ist es empfehlenswert den Kompromiss aus Wohlbefinden und effektivem Licht zu fahren. Neutralweiß mit einer Lichtfarbe von 4000K bis 4500K ist somit für den Arbeitsplatz im Büro die beste Wahl.













