(openPR) Ein junges Startup testet in Augsburg mit Cheerapp eine neue Social Media App: Lokalbezogene Posts auf dem Smartphone sollen unsere Welt der Kommunikation, des Ein- und Verkaufens und des Datings noch weiter revolutionieren.
Cheerapp ist ein sogenannter Location Based Service, also eine rein lokale Smartphone-Anwendung. Im Unterschied zu den Social Media Apps wie Whatsapp, Twitter und Facebook, braucht Cheerapp keine Follower oder Fans, sondern funktioniert in einem bestimmten Gebiet rund um den Aufenthaltsort des Benutzers, beispielsweise in einem Radius von fünf Kilometern. In diesem Gebiet verbreitet Cheerapp dann die Information oder das Bild, das der Nutzer gerade gepostet hat an die Community, also an alle, die ebenfalls diese App auf dem Handy haben.
Die Nutzungsmöglichkeiten sind hier sehr vielfältig. Jeder Nutzer kann die Crowd im Umkreis ganz schnell um Hilfe bitten, Hilfe anbieten, etwas suchen oder verkaufen, sein Business bewerben oder um eine Kontaktvermittlung durch andere Nutzer bitten. „Kann jemand in Schwabing ein Damenfahrrad brauchen?“, oder auf dem Uni-Campus: „Hab grad die Vorlesung von Prof. Wutzke verpasst – hat jemand das Skript für mich?“, oder beim Xavier Naidoo-Konzert: „Kann mich jemand nach dem Konzert zum Hauptbahnhof mitnehmen?“, und ein Schnellrestaurant kann beispielsweise kurz vor Mittag in die Umgebung posten, dass die ersten zehn Besucher ein Getränk kostenlos bekommen. Ein bisschen hat Cheerapp die Anmutung der allseits bekannten Kleinanzeigen im lokalen Stadtmagazin, übersetzt ins digital-mobile Zeitalter, das ganze jedoch mit mehr Bildern und im Schnellvorlauf.
Weil Cheerapp anonym funktioniert, kann man auch relativ gefahrlos „Bin neu in der Stadt. Hat jemand Lust mit mir einen Kaffee zu trinken?“ schreiben, ohne Angst haben zu müssen, dass man sich unvorbereitet für Stunden einem Unsympathen bei einem peinlich langweiligen Date ausliefert. Wenn einem die Person nicht zusagt, die sich daraufhin mit einem Echtzeit-Bild meldet, ignoriert man sie einfach. Die Sichtbarkeit des Posts auf Cheerapp ist sowieso nur von kurzer Dauer, weil die Nachricht oder das Bild nämlich nur für eine bestimmte Zeit sichtbar ist und danach wieder für immer verschwindet.
Vor einigen Tagen hat das Team von Cheerapp ein Pilotprojekt in Augsburg gestartet. Über ein interessantes Gewinnspiel werden zurzeit User gewonnen und Bekanntheit in der Region aufgebaut. Ziel dabei ist, die Anwendung im Live-Betrieb zu testen und aus den Anregungen und der Kritik der Nutzer zu lernen um dann mit einem möglichst „runden“ Produkt in weitere Städte und in weitere Länder zu gehen.
Der nächste große Meilenstein in der Geschäftsplanung der Cheerapp-Crew ist der Bezug eines eigenen Büros in USA. Von dort aus soll der Rollout erfolgen und eine führende Rolle unter den Social Media Apps erreicht werden. Wenn man Cheerapp-Gründer Martin Obert danach fragt, lächelt er nur verschmitzt und antwortet: „Es kann ja nicht verkehrt sein, mit Cheerapp in der Nachbarschaft von Google und Facebook richtig Gas zu geben.“











