(openPR) „Riesen-Blutkörperchen“ im UK Essen gelandet
Arbeitskreis „Kunst im Klinikum“ installiert erstes Kunstwerk: Neun „Globules“ der Kölner Künstlerin Birgitta Weimer ab sofort an der Hufelandstraße ausgestellt
Essen, 29.04.2015 – Auf der Bundesgartenschau in Hamburg waren sie 2013 einer der absoluten Hingucker und Publikumslieblinge: Die „Globules“ der Kölner Künstlerin Birgitta Weimer. Neun der um das 120.000-fache vergrößerten roten Blutkörperchen, die auch als Sitzgelegenheiten genutzt werden können, haben seit heute ein neues Zuhause: Die Grünachse des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) zwischen Verwaltung und Frauenklinik. Der Arbeitskreis „Kunst im Klinikum“ um Pflegedirektorin Irene Maier und Prof. Thomas Philipp, ehemaliger Direktor der Klinik für Nephrologie, war auf die Objekte aufmerksam geworden und hatte sie nach Essen geholt. Sein Ziel: Patienten, Besuchern und Beschäftigten einen künstlerischen Blick auf die Medizin zu ermöglichen und das Klinikum zudem lebenswerter zu machen. Gestiftet wurden die rund 15.000 Euro teuren „Riesen-Blutkörperchen“ unter anderem von Professoren des UK Essen, der Sparkasse Essen, der Nationalbank und weiteren Unternehmen.
Im Beisein des Vorstandes des UK Essen weihten Mitglieder des Arbeitskreises „Kunst im Klinikum“ am heutigen Mittwoch die neun „Globules“ an ihrem neuen Standort ein. „‚Globule‘ ist die französische Bezeichnung für Erythrozyten, im Volksmund ‚rote Blutkörperchen‘ genannt. Die Verbindung zwischen unserem Klinikum und der Kunst liegt daher auf der Hand – entsprechend freuen wir uns, dass es gelungen ist, die Riesen-Blutkörperchen nach Essen zu holen“, so Irene Maier, Pflegedirektorin des UK Essen und Mitglied des Arbeitskreises, bei der Einweihung der Kunstwerke.
Bei den „Globules“ handelt es sich um leuchtend rote, runde Bodenskulpturen, die einzeln oder in größeren Gruppen frei im Raum angeordnet werden können. Ganz wie beim Original im menschlichen Körper haben die riesigen Zwillinge in der Mitte eine konkave Vertiefung, die hier allerdings eine ganz andere Aufgabe hat: Patienten, Besucher und Beschäftigte können die Kunstwerke als Sitzgelegenheit nutzen. Und da sie nicht verankert sind, kann man sich mit Freunden zusammensetzen oder mit seinen Zimmernachbarn einen Plausch im Freien halten. Dabei sind allerdings aktives Sitzen und Gleichgewichtssinn gefragt: Die „Globules“ liegen nur auf einem Punkt auf und sind daher sehr beweglich. „Kunst im öffentlichen Raum darf auch benutzbar sein. So werden die Betrachter unmittelbar und auf Augenhöhe in das Kunstwerk eingebunden“, erläutert Birgitta Weimer ihr Werk.
Nach der erfolgreichen ersten Installation plant der Arbeitskreis „Kunst im Klinikum“ bereits weitere Aktionen: „Derzeit bereiten wir Dia-Shows vor, in denen wir den Patienten z. B. die Kunstwerke des Folkwang-Museums näher bringen wollen. Diese sollen in Zukunft über verschiedene Wege gezeigt werden“, erklärt Prof. Philipp die nächsten Schritte.












