(openPR) Vor diesem Hintergrund entwickelte die Geschäftsführerin Kerstin Hinck die Apothekengeflüster-Beratungsetiketten: „Mich hat das Beispiel einer kanadischen Apotheke inspiriert, die ihre Kunden mit den wichtigsten Beratungsinhalten auf der Medikamentenverpackung auch noch zu Hause weiter beraten“. Dabei gehen die Informationen weit über die übliche handschriftliche Notiz zur Dosierung auf der Packung hinaus und informieren den Patient kompakt über die wichtigsten Informationen zu seinem Arzneimittel. Frauen sollten beispielsweise darauf hingewiesen werden, dass bei der gleichzeitigen Einnahme einiger Antibiotika die Wirkung ihrer „Anti-Baby-Pille“ abgeschwächt wird – ein wichtiger Hinweis, um eine „kleine“ Überraschung nach neun Monaten zu verhindern. Auch viele andere alltägliche Einflüsse, wie Lebensmittel oder der Einnahmezeitpunkt, beeinflussen sehr häufig die Wirksamkeit von Arzneimitteln.
Schätzungen ergeben, dass jeder zweite Patient in Deutschland sein Medikament falsch einnimmt. Die Folgekosten sind immens: Circa 19 Milliarden Euro jährlich fallen in Deutschland für eine mangelnde Therapietreue oder falsch verordnete Arzneimittel an. Ein wirkungsvoller Weg aus dieser Problematik besteht darin, näher und individueller den Patient zu informieren. Aus der punktuellen Beratung muss eine längerfristige Betreuung der Patienten entstehen. Genau hier - als Brücke zwischen der Vor-Ort-Beratung in der Apotheke und der Betreuung zu Hause - setzt das Apothekengeflüster-Konzept an. Die Apothekengeflüster-Etiketten verschaffen den Patienten die nötige Klarheit und dienen als konstante Erinnerung während des Krankheitsverlaufs.
„Wer kennt es nicht, in der Hektik des Alltags und insbesondere wenn man krank ist, ist Gehörtes schnell vergessen“ erzählt die Apothekenkundin Christiane von Schönberg. Die selbstständige Unternehmerin, Mutter und Ehefrau kauft dabei zudem nicht nur für sich selbst Arzneimittel ein, sondern oft auch für ihre Familienmitglieder. „Es prasseln täglich so viele Informationen auf mich ein, da sind die kleinen Hinweise zum schnellen Nachlesen eine goldwerte Hilfe! Ein solch maßgeschneiderter Service ist in der heutigen Informationsflut einfach nur schön.“
Die wirkungsvollsten Arzneimittel helfen nicht, wenn aus Angst vor den aufgeführten Nebenwirkungen viele Patienten von der Einnahme des Medikamentes abgeschreckt sind oder ihre Therapie vorzeitig beenden. „Wir hatten fast täglich den Fall, dass Patienten nach dem Verfalldatum ihre nur halb aufgebrauchte oder sogar volle Medikamentenpackung zur Entsorgung in die Apotheke zurück gebracht haben. Mich hat diese enorme Ressourcenverschwendung sehr nachdenklich gestimmt“ sagt Kerstin Hinck. Wenn der persönliche Leidensdruck durch die Erkrankung nicht groß genug ist, siegt häufig die Angst vor den vielen Angaben im Beipackzettel. Was folgt sind die eigenmächtig einberaumten „Arzneimittelferien“ der Patienten. Wenn jedoch Krankheiten nicht vollständig therapiert sind, sich verschlimmern oder der Leidensdruck steigt, durchläuft der Patient oft alle Schritte zur Besserung neu: Erneute Arztbesuche und Krankschreibungen, eine höhere Dosierung oder ein weiteres Medikament werden verordnet. Das individuelle Leiden wird unnötig verlängert und gleichzeitig steigen die Gesundheitskosten.
Allein die Arzneimittelexperten in den Apotheken wissen dabei, worauf es in den Beipackzetteln tatsächlich ankommt und nehmen die Verunsicherung oder machen Mut zur Einnahme. Apothekengeflüster versteht sich dabei als Sprachrohr der Apotheken in verständlicher Patientensprache für zuhause. Die kurzen, persönlichen und farbenfrohen Nachrichten machen die Beratung der Apotheker effektiver und erinnern die Patienten pünktlich zur Einnahme an die Beratungsinhalte. Erste Apotheken in ganz Deutschland verfolgen diesen innovativen Ansatz bereits und überraschen immer mehr Kunden mit den eigens für sie etikettierten Arzneimitteln.
Weitere Informationen im Internet: www.apothekengeflüster.de





