(openPR) Gedenkkonzerte im Konzerthaus Berlin und in der Alten Oper Frankfurt mit Justus Frantz und der Philharmonie der Nationen
Mit zwei Sonderkonzerten gedenken Justus Frantz und die Philharmonie der Nationen dem Kriegsende vor 70 Jahren. Am 7. Mai im Konzerthaus Berlin und am 8. Mai in der Alten Oper Frankfurt (jeweils 20 Uhr) stehen die 5. Symphonie und die Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 von Ludwig van Beethoven sowie die 5. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch auf dem Programm. Mit dieser dramaturgisch durchdachten Werkauswahl unterstreichen Justus Frantz und sein Orchester musikalisch die Gedanken von Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der in seiner wohl prägendsten Rede 1985 den 8. Mai als einen „Tag der Befreiung“ bezeichnete: „Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. […] Wir haben wahrlich keinen Grund, uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg.“
Die Philharmonie der Nationen setzt sich seit ihrer Gründung vor 20 Jahren für Frieden und Völkerverständigung ein, indem sie Spitzenmusiker aller Länder projektweise zu einem internationalen Klangkörper zusammenführt. So ist das Orchester „geradezu prädestiniert“ in Konzerten gleichermaßen Erinnerung, Mahnung und Zuversicht zu vermitteln, da Musiker aus Nationen, die noch vor ein, zwei Generationen erbittert gegen einander kämpften, hier friedlich zusammenwirken.
Das markante Klopfmotiv zu Beginn des 1. Satzes machte Beethovens 5. Symphonie zu einem der bekanntesten Werke der Klassischen Musik. Die als Schicksalssinfonie in die Geschichte eingegangene Komposition wurde zwar von Beethoven selbst nicht programmatisch kommentiert, strotzt jedoch vor revolutionären Gedanken und atmet den Elan und die Aufbruchsstimmung im Geiste der Französischen Revolution. Dmitri Schostakowitsch erzählt in seiner 5. Symphonie eine eindringliche, konfliktreiche Geschichte. Formal besinnt er sich auf Beethovens „per aspera ad astra“, „durch Nacht zum Licht“ – seine Musik schwebt jedoch zwischen Unterwerfung unter ein totalitäres Regime und verzweifelter Klage darüber. Ergänzt werden die beiden Orchesterwerke durch Beethovens Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, deren berühmtes Trompetensignal als klangliche Chiffre für Freiheitsdrang und Humanismus steht.
Gedenkkonzert „70 Jahre Kriegsende“
7. Mai 2015, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin
8. Mai 2015, 20 Uhr, Alte Oper Frankfurt
Ticketservice
Berlin: 030.6780111, www.berliner-konzerte.de
Frankfurt: 069.1340400, www.frankfurtticket.de
Programm:
Dmitri Schostakowitsch
5. Sinfonie op. 47
Ludwig van Beethoven
5. Sinfonie op. 67
Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b











