(openPR) In Deutschland werden Jahr für Jahr eine halbe Million Füchse geschossen. Es gibt nicht einmal ausreichende Schonzeiten für Füchse. Unser Nachbarland Luxemburg macht uns vor, wie moderner Tierschutz aussieht: Seit 1.4.2015 ist die Fuchsjagd verboten.
Die gnadenlose Jagd auf Füchse versucht die Jagdlobby gegenüber der Öffentlichkeit mit dem angeblichen Schutz vor Tollwut und Fuchsbandwurm zu rechtfertigen.
Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« als tollwutfrei. Und: Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass Infektion beim Verzehr von Waldbeeren mit dem Fuchsbandwurm ins Reich der Legenden gehört: In Deutschland ist kein einziger Fall einer Infektion über Waldbeeren dokumentiert. Risiko der Ansteckung für den Menschen ist nicht der Fuchs, sondern nicht entwurmte Haustiere.
Luxemburg hat die Fuchsjagd verboten
In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit 1.4.2015 verboten - zunächst für ein Jahr. Die Regierung geht davon aus, dass sich die Fuchspopulation am besten selbst reguliert.
Der Jagdverband ist über das Verbot der Fuchsjagd empört und behauptet, dies würde die Verbreitung von Tollwut und Fuchsbandwurm nach sich ziehen.
»Das ist ein Schauermärchen, das die Jäger gerne erzählen«, so Camille Gira, Staatssekretär im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. »Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, ist so minimal wie die, das einem ein Ziegelstein auf den Kopf fällt.« (lessentiel.lu, 16.1.2015)
Es gebe aktuell »keinen objektiven Grund«, Füchse zu jagen, so Gira auf einer Pressekonferenz am 22.1.2015. Die geschossenen Füchse hätten »keine nützliche Verwendung« mehr, weder als Nahrung noch als Pelz. Jedes Jahr würden »rund 3.000 dieser sympathischen Lebewesen« abgeschossen und dann in die Mülltonne geschmissen. Zudem gebe es bereits seit über zehn Jahren in Luxemburg keine Tollwut mehr.
Die Leitlinie der Regierung sei, eine »andere Umgangsweise mit Tieren« zu fördern, die einer »aufgeklärten Gesellschaft im 21. Jahrhundert gerecht werde, so Staatssekretär Gira. »Wir Menschen sind nicht die einzigen Lebewesen, die Gefühle haben und Schmerz empfinden«. (Luxemburger Wort, 22.1.2015)
Tierschutzorganisationen wollen 15.000 Unterschriften an die Regierung übergeben, damit das Verbot der Fuchsjagd auch über 2016 hinaus so bleibt.
Unterstützen Sie die Petition gegen die Fuchsjagd:
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