(openPR) Teisnach, 14.04.2015 - Stabile Temperaturen sind das Nonplusultra für eine hohe Mess- und Prozesssicherheit, weiß der Qualitätsfachmann. Eine ausgeklügelte Klimatechnik im neuen Feinmessraum des Werks Teisnach von Rohde & Schwarz ermöglichte den Sprung von der Güteklasse III zur Güteklasse II.
Die mechanische Präzision nimmt immer weiter zu, dadurch erhöhen sich die Qualitätsanforderungen an Prüfprozesse ständig. Gerhard Kokott, Leiter Qualitätsmanagement Produktion, erklärt: „Im bisherigen Messraum herrschten keine idealen Temperaturbedingungen, die teilweise zu Messunsicherheiten führten. Daraus resultierte ein Mehraufwand für die Fertigung, die immer wieder nachjustieren musste.“ Neben Temperaturschwankungen machten Kokott im alten Raum die Vibrationen, verursacht durch die umliegenden Fertigungsmaschinen, zu schaffen.
Für die Planung eines neuen Feinmessraums in Teisnach wurden deshalb Klimaspezialisten eingebunden. „Es war wichtig, Klima- und Raumtechnik von vornherein aufeinander abzustimmen, um einen nachträglichen, kostspieligen Umbau zu vermeiden.“
Zudem wurde ein schwingungsfreier Boden eingebaut. „Die Bodenplatte im Feinmessraum ist von der restlichen Halle entkoppelt. Dadurch können wir Schwingungen nun komplett ausschließen.“
Messen im Mikrometerbereich
Im neuen, rund 100 Quadratmeter großen Feinmessraum, der nur mehr 0,4 bis 0,8 Grad Temperaturschwankung zulässt, werden komplexe mechanische Teile und Baugruppen im hochgenauen unteren Mikrometerbereich vermessen und erstbemustert. Auch nehmen die drei bis fünf Mitarbeiter dort Präzisionsteile für die HF- und die Gehäusetechnik ab. Ihnen stehen dafür vier Koordinatenmessmaschinen und ein optisches Messgerät zur Verfügung. Kokott: „Dank konstanterer Messbedingungen können wir hochpräzise arbeiten und Messmittel kalibrieren. Die Prozessstabilität hat sich dadurch wesentlich erhöht.“
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die „Offline-Programmierung“ der Messmaschinen. „Dadurch beeinträchtigen wir die Maschinenlaufzeiten nicht“, sagt Kokott. Konkret heißt das: Während ein Messprogramm abläuft, kann an einem separaten Arbeitsplatz bereits für die nächste Messung ein Programm erstellt werden.











