(openPR) Frankfurt, 9.4.2015. „Emmy und die Tänzerin - ein Roman von Liebe und Demenz“ ist ein einfühlsames Buch zum Thema Altersdemenz. Ein hoch aktuelles und heikles Thema wird unter den Händen der reflektierten Schriftstellerin zu einer warmherzigen Geschichte über Familie, das Älterwerden und die Liebe.
Die Autorin Barbara Petermann ist Jahrgang 1957, Germanistin, Verlegerin und Schriftstellerin. Sie engagiert sich seit Jahren in verschiedenen Demenzprojekten. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Mainz.
Die Autorin hat in ihrem Roman reale Fakten und vorstellbare Gegebenheiten zu einer bitter-süßen Geschichte verwoben. Wenn ihre Gedanken wandern, ist Emmy wieder erfolgreiche und engagierte Inhaberin einer Buchhandlung, liebende und betrogene Ehefrau, loyale und enttäuschte Freundin, fürsorgliche und verzweifelte Mutter. In Wirklichkeit aber verbringt sie ihre Tage in einem offenen Seniorenheim namens Friedvoll und die gedanklichen Ausflüge in ihre Vergangenheit sind Symptome ihrer Demenzerkrankung. Die eigentliche Gegenwart scheint immer mehr zu verschwinden. Dennoch trifft sie auf ihren täglichen Streifzügen außerhalb der Mauern des Seniorenheims auf ganz verschiedene
Menschen und insistiert selbstbewusst auf ein menschliches Miteinander.
Begegnungen, die von einem bestechenden, vom jeweiligen Augenblick inspirierten Charme geprägt sind und ihr so einen emotionalen Zugang zu den Menschen gewähren.
Pointiert, ohne Sentimentalität und dennoch einfühlsam schreibt Barbara Petermann über Freuden, Sorgen, Probleme und zwischenmenschliche Beziehungen.
Poetisch, humorvoll, tänzerisch leicht, auf jeden Fall aber sehr berührend ertastet Barbara Petermann die Balance aus vorsichtig keimenden Hoffnungen und
verkrusteten Lebenslügen. Die sensiblen Beschreibungen der Charaktere aller Beteiligten sowie die realistisch und bisweilen durchaus kritische Schilderung der Lebensumstände in einem Altersheim zeugen von einer ganz differenzierten und klugen
Beobachtungsgabe. Wie sich würdevoll in geistiger Umnachtung leben lässt, dafür bietet Petermann viele Mut machende Beispiele. Sie bringt festgefahrene Ängste zum Einsturz und zeigt unzählige gute Ansätze und Mut machende Erfahrungen, ohne dabei den Blick auf die Realität zu verlieren. Die vorsichtige und behutsame Schilderung dieser Frau, die langsam den Verstand verliert und sich nur noch gelegentlich an ihren eigenen Erinnerungen festhalten kann, die nicht immer schön sind, ist großartig und beeindruckend.
„Emmy und die Tänzerin“ ist ein klug komponiertes, sprachlich makelloses und spannend geschriebenes Buch über eine Vergangenheit, die unsere Gegenwart
bestimmt. Jeder dritte Erwachsene mit Eltern über 65 Jahren wird früher oder später mit der Betreuung eines demenzkranken Elternteils konfrontiert sein.
Angehörige, Partner und Freunde leiden am Ende oft mehr, als der Betroffene selbst. Auch ihnen kann dieses Buch helfen. Menschen mit Demenz sind keine alten Kinder, die man bemitleiden muss, sondern Menschen, von denen man etwas lernen
kann.
"Emmy und die Tänzerin" erscheint am 17.4. im Frankfurter mainbook Verlag als Taschenbuch und E-Book.













