(openPR) Ostern steht vor der Tür. Überall in den Geschäften und Häusern und auf den Hochglanz-Seiten der Zeitungen sieht man kleine niedliche Osterhasen hoppeln, plüschige Küken aus bunten Eiern schlüpfen und niedliche Lämmer auf saftig grünen Wiesen grasen. Es ist eine künstliche Idylle - natürlich. Und dennoch freuen wir uns alle über diese Farbenpracht und können nicht genug bekommen von der heilen Welt, die wir darin sehen. Sobald die ersten Osterhasen erscheinen - und sei es nur als Schokoladen-Variante im Supermarkt - machen unsere Herzen kleine Hüpfer und wir wissen: der Frühling steht vor der Tür, den dunklen und kalten Winter haben wir hinter uns gelassen. Wir denken an die ersten Sonnenstrahlen und einen Cappuccino im Strassencafe. Doch bei all dieser Begeisterung für die kleinen Langohren aus Holz, Plastik und Stoff, die uns nun ständig begegnen, stellt sich eine vielleicht ganz einfache Frage: Was verbindet den Hasen mit Ostern? Ist Ostern doch eigentlich ein christliches Fest, mit dem der Kreuzigung und Auferstehung Christi gedacht wird, merkt man oberflächlich betrachtet davon wenig. Geht man diesem Thema nach, finden sich tatsächlich Antworten auf die Fragen, die man sich jahrelang nicht gestellt hat. Der Osterhase ist wohl eher zufällig zu der Ehre gelangt, das Festsymbol schlechthin zu werden. Der Hase ist aufgrund seiner hohen Nachwuchsrate im Frühjahr ein Symbol für Fruchtbarkeit. Sicher scheint zu sein, dass schon seit nahezu 400 Jahren Ostereier für die Kinder auf den Wiesen versteckt wurden und diese dann während ihrer Suche die freundlichen Nager aufgescheucht haben. Als Erklärung für die Kleinen ergab sich die Legende, dass die Osterhasen die Eier versteckt haben. Apropos Eier - was hat es denn damit auf sich? Eier sind ein Symbol für das Leben und die Auferstehung. Außerdem schlüpfen aus den Schalen im Frühjahr kleine niedliche Küken, womit wahrscheinlich auch die Frage geklärt wäre, wie diese in den Reigen der Ostertiere passen. Bleibt noch das Osterlamm. Hier findet sich auch wieder eine christliche Erläuterung, da das Lamm im Alten Testament als besonders schutzbedürftig galt. Zudem wird im Johannes-Evangelium Jesus Christus als "Lamm Gottes" bezeichnet. Mit beidem geht einher, dass das Lamm als Sinnbild für Reinheit und Frieden gilt. Auf der Suche nach Antworten finden sich noch sehr viele Erklärungen zu den verschiedensten Osterbräuchen. Sicherlich lohnt es sich für jeden Menschen, sich mit unseren Traditionen und deren Ursprung zu befassen und vor allem den Kindern der Sinn dieser Feste nahe zu bringen, damit nicht nur die Freude auf die Geschenke zu einer Osterfreude wird. Dies alles ist die eher sachliche Betrachtung. Gleichwohl ist Ostern immer auch der Zeitpunkt, der gefühlsmäßig den Frühling zu uns bringt. Der meteorologische Frühlingsanfang ist dabei nicht so wichtig. Die verschiedenen Feste eines Jahres sind so etwas wie Wegweiser in der Hektik der heutigen Zeit und immer wieder auch Gelegenheit, sich der schönen Dinge des Lebens bewusst zu werden, sich seiner Familie zu widmen oder sich selbst ein wenig Muße und Ruhe zu gönnen. Wunderbar wäre natürlich, wenn die Sonne sich zeigen und das Frühlingsgefühl ein wenig bereichern würde. Ein Blick aus dem Fenster verrät jedoch: die Sonne hat sich hinter Wolken versteckt, es sieht grau aus und der Regen trommelt auf die Scheibe. Also betrachten wir doch unsere kleine Osterlandschaft auf der Kommode, in der sich einträchtig nebeneinander ein großer Hase und ein viel kleineres Lamm, ein paar Küken und zur Abrundung ein stolzer Hahn auf einer herrlich grünen Wiese mit riesigen Gänseblümchenblüten tummeln und mit ein bisschen Phantasie sehen wir die Sonne über dieser Szenerie stehen und spüren die Wärme der Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Es stimmt eben doch - der Frühling ist da. Und sei es auch nur in unseren Herzen.













