(openPR) Iveta Apkalna ist es gelungen, als Organistin zum Star zu werden. Auf ihrer neusten Aufnahme beim Label OehmsClassics interpretiert die junge Lettin neben ausgewählten Orgelwerken von Johann Sebastian Bach das gesamte Orgelwerk des amerikanischen Komponisten Philip Glass. Die Einspielung fand an der berühmten Kleis-Orgel der Abtei Himmerod in der Eifel statt.
Johann Sebastian Bachs Orgelwerke im Kontext der Musik von Philip Glass zu hören, hat etwas ungeheuer Erfrischendes. Nicht die Unterschiede, sondern die Gemeinsamkeiten fallen mit einem Male ins Gewicht. Und so wirkt Bachs Musik frappierend modern. Immer wieder wird man bei beiden Komponisten mit einstimmigen Verläufen und einer am Dreiklang orientierten musikalischen Architektur konfrontiert. Reduktion und Beschränkung sind in Glass’ Minimal Music kein Selbstzweck, sondern zielen vor allem auf eine neue Art der sinnlichen Erfahrung ab. Das Hineinhören in den Klang führt so auch zu einer völlig neuen Wahrnehmung von Zeit. Dabei verhält es sich auch bei den beiden Tänzen Dance No. 2 und Dance No. 4 (beide 1979) so, wie es Regisseur Peter Sellars einmal bildlich formuliert hat: „Bei Phil ist es ein bisschen wie bei einer Zugfahrt quer durch Amerika: Wenn Sie aus dem Fenster schauen, scheint sich stundenlang nichts zu verändern. Doch wenn Sie genau hinsehen, bemerken Sie, dass sich die Landschaft sehr wohl verändert – langsam, fast unmerklich.“
Bei der jungen lettischen Ausnahmeorganistin Iveta Apkalna verbinden sich tiefe Musikalität und makellose Technik aufs Glücklichste mit einem untrüglichen Gespür für die Wirkung der Musik. So hat die in Berlin lebende Künstlerin in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die Orgel als Königin der Instrumente von ihrem „angestaubten“ Image zu befreien. Iveta Apkalna wurde in Lettland (Rezekne) geboren und studierte Klavier und Orgel an der J. Vitols-Musikakademie Riga. 2005 verschaffte sie dem Instrument Orgel erstmals bei der Vergabe des „ECHO Klassik-Preises“ Berücksichtigung: Iveta Apkalna wurde „Instrumentalistin des Jahres”. Ihren zweiten ECHO erhielt sie 2008 in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“. Heute konzertiert sie weltweit und verleiht der Orgel abseits der Kirchenmusik nie gekannten Glanz durch Auftritte bei führenden Festivals und in allen bedeutenden Konzerthäusern.
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565, Pastorale F-Dur BWV 590, Praeludium und Fuge Es-Dur BWV 552, Passacaglia c-Moll BWV 582, Praeludium und Fuge
G-Dur BWV 541, Praeludium und Fuge D-Dur BWV 532, Pièce d’Orgue (Fantasie G-Dur) BWV 572
Philip Glass (*1937)
Dance No. 4, Mad Rush, Music in Contrary Motion
Satyagraha. Act III – Conclusion, Dance No. 2
Iveta Apkalna, Orgel
OC 1827 – 2 CDs
www.oehmsclassics.de – im Vertrieb von Naxos Deutschland
www.apkalna.com






