(openPR) Liebe Medienvertreter,
wir freuen uns, Sie über das Erscheinen des satirischen Romans „Spiel’s noch einmal, Gott“ von Thomas Zippel am 1.März 2015 informieren zu können.
In seinem Romandebüt entwirft Zippel, seines Zeichens studierter Philosoph und evangelischer Theologe, ein ebenso existenzielles wie humoristisches Szenario: Entgegen des Einstein’schen Verdikts – „Gott würfelt nicht“ – beschreibt der Roman die menschliche Welt als Oberfläche eines göttlichen Spiels. Des Schöpfers Werk erscheint als Resultat eines wahrhaft kreativen Wettbewerbs unter den Göttern.
Im Verlaufe dieses Game of Gods erweist sich die Menschheit als latent fehlgeleiteter Entwurf. Gott droht sein Spiel zu verlieren und greift zu einem altbekannten Mittel: Er schickt seinen Sohn auf eine heikle Mission. So landet Jesus beim abgehalfterten Lebemann und New Yorker Underground-Comiczeichner Terry. Während sich dieser fragt, was bei seinem letzten Trip schief gegangen sein könnte, erklärt ihm die vermeintliche Halluzination, die sich als Sohn Gottes zu erkennen gibt, dass Terry sieben Tage bleiben, um die Welt zu retten.
Thomas Zippel:
SPIEL’S NOCH EINMAL, GOTT
Roman
Klappenbroschur, 366 S., 16,90 EUR
Print: ISBN 978-3-944035-40-6, 16,90 EUR
E-Book: ISBN 978-3-944035-46-8, 10,99 EUR
Produkttext:
„Schicken Sie Ihr Weltbild in Rente!
In Wahrheit sind wir alle nur digitale Siedler in einem Computerspiel, das sich ein frustrierter Gott für einen Schöpfungswettbewerb ausgedacht hat. Doch nun droht er zu verlieren, weil die Menschheit einfach nicht rundläuft. Da gibt es nur eine Chance: Sein Sohn muss ein zweites Mal ins Spiel gebracht werden.
Die Erde – nur ein virtueller Beitrag unter vielen im Creation Cup der Götter? Und noch dazu einer, der auf den hinteren Plätzen herumdümpelt und kurz vor der Disqualifikation steht?
Es ist schon harter Tobak, den sich Terry, Untergrund-Comiczeichner und Lebemann, von jenem Fremden anhören muss, der plötzlich in sein Leben tritt und behauptet, als Jesus von Nazareth schon einmal gelebt zu haben. Nur zu gerne würde Terry diesen Götterboten als eine der vielen durchgeknallten New Yorker Existenzen abstempeln und sich weiter seinem um Drogen, Frauen und Reggae kreisenden Leben widmen. Doch dummerweise hat dieser Jess überzeugende Argumente und zudem einen göttlichen Auftrag für ihn: Er möge bitte innerhalb der nächsten sieben Tage die Welt retten.
Unterhaltsam, respektlos, aber nie ohne Hintergedanken und bewaffnet mit einer großen Portion Herz zerpflückt Thomas Zippel Weltanschauungen und schickt seine Helden auf eine göttliche Mission.“
Thomas Zippel
wurde in Berlin geboren und beschult. Sein Studium der evangelischen Theologie und Philosophie bestritt er allerdings größtenteils in Tübingen, wo er schließlich, von den großen Fragen entkräftet, sesshaft wurde.
Sein Romanerstling ist eine späte Antwort auf den Kommentar eines Prüfers unter seiner theologischen Examensarbeit, der da lautete: „Dieser Mann darf nie auf eine Kanzel gelangen!“
Die Arbeit an diesem Roman wurde unterstützt vom »Förderkreis Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg«.
Website zum Buch:
www.igod-web.de
Leseprobe:
„»Sie werden am kommenden Freitag ein Live-Interview mit mir senden: beste Sendezeit und auf all Ihren Kanälen. Andere Sender weltweit werden sich kostenfrei anschließen können. Das Ereignis wird ab morgen in sämtlichen Tageszeitungen und Nachrichtensendungen angekündigt – außer Ihren eigenen. Denn Ihren Sendebetrieb werde ich ab heute Abend, 18 Uhr, so lange einstellen, bis diese Sendung überall publik gemacht worden ist. Mit freundlichen Grüßen, Gott.«
* * *
Kein Zweifel: Dieser Planet hatte sich radikal verändert, seit er das letzte Mal mit ähnlichen Kopfschmerzen inkarniert hatte.
Er hatte mit Wüstensand, vielleicht ein paar dürren Palmen, Eseln und Kamelen gerechnet – irgendwas von dem, an das er sich vom letzten Mal erinnern konnte. Aber er hatte keinen blassen Schimmer, was das für ein längliches Ding voller Leute war, in welchem er durch irgendeinen dunklen Kanal sauste.
Jess zog seinen iGod aus der Tasche, um sich eine erste Orientierung zu verschaffen. Er schwenkte ihn durch das Etwas, in dem er sich befand, und las von dem kleinen Bildschirm ab, was es damit auf sich hatte. »U-Bahn«, stand da, »elektrisch angetriebenes, urbanes Transportmittel, das vorwiegend unterirdisch verschiedene Punkte einer Stadt verbindet.«
Irgendwas war hier zudem faul. Kurze Seitenblicke der ansonsten völlig teilnahmslos wirkenden Fahrgäste nährten in Jess den Verdacht, dass etwas an ihm auffällig sein musste.
Er hatte bei seinen Inkarnationsvorbereitungen der Frage des Outfits keine allzu große Bedeutung geschenkt. »2020, männlich, modern, unauffällig«, hatte er am Computer eingegeben und dann den Scanner gestartet.
Der Tatsache, dass Pa nebenan bei einem seiner üblichen Wutausbrüche mal wieder heftig auf den Tisch gehauen hatte, hatte er keine Bedeutung beigemessen.
Der Scanner allerdings war bei dieser Gelegenheit irgendwo in seinen Berechnungen der größten irdischen Schnittmenge von »männlich, modern, unauffällig« stecken geblieben, und zwar ausgerechnet bei einer schottischen Dudelsackband, die anlässlich der Stadtgründung durch keltische Vorfahren auf dem Marktplatz von Ontario aufmarschierte.“
„Spöttisch und liebevoll, glänzend erzählt“ (Buchkultur)
„Humorvoll mit kleinen und großen Denkanstößen“ (Gour Med)


















