openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Krankenhäuser: Jedes dritte Bett fällt künftig weg

29.04.200401:38 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung

(openPR) In den nächsten Jahren werden in den n rund 30 Prozent der Betten abgebaut. Der Grund: Von 2004 an rechnen die Kliniken nicht mehr nach der Verweildaür der Patienten ab, sondern nach Fallpauschalen. Der zunehmende Wettbewerbsdruck wird die Kliniklandschaft verändern. Die Folgen sind Fusionen von Kliniken und die Übernahme öffentlicher durch private Krankenhausbetrei-ber, so die Einschätzung von Mummert Consulting. Für Patienten hat das zwiespältige Auswirkungen: Einerseits schliessen und Anfahrtswege zur nächstgelegenen Klinik verlängern sich.



Andererseits können Schwerpunktkliniken durch höhere Fallzahlen eine qualitativ höherwertige medizinische Leistung erbringen. Das neü Vergütungssystem DRG (Diagnosis-Related Groups) im Gesundheitswesen wird ab 2004 für alle verbindlich. Der Kostendruck zwingt die Kliniken jedoch, schon jetzt mit Kostensenkungen und dem Abbau von Krankenhausbetten zu beginnen. Langfristig werden sich nur Kliniken durchsetzen können, die Einschnitte aufgrund ihrer Grösse kompensieren können oder die besonders effizient arbeiten. Die Folge: Fusionen und Privatisierungen. Dies trifft jedoch nicht ausschliesslich kleine Häuser. Auch die grossen öffentlich-rechtlichen ziehen Konseqünzen. Kiel und Lübeck legen ihre Unikliniken zusammen.

Geplant sind auch die Fusionen der Unikliniken Mannheim und Heidelberg sowie möglicherweise der beiden Unikliniken Charité und Benjamin Franklin in Ber-lin. Die Hospitäler wollen auf diese Weise trotz reduzierter Budgets langfristig hochwertige medizinische Versorgung sowie Forschung und Lehre sicherstellen. Privaten Häusern fällt es leichter, auf den verschärften Wettbewerb zu reagieren, da sie schon länger streng betriebswirtschaftlich orientiert sind. Die Gewinner des neün Vergütungssystems werden private Klinikketten sein, die ihre Kosten auf den gesamten Verbund verteilen und durch Skaleneffekte optimieren können. Das Vergütungssystem DRG sorgt auch bei den Patienten für Veränderungen: Einerseits bedeuten Fusionen eine Zentralisierung der medizinischen Versorgung. Das vertraute und leicht zu erreichende Krankenhaus wird es nicht mehr überall geben. Der Trend: weniger stationäre - mehr ambulante Behandlung. Da beim Fallpauschalensystem der Krankheitsfall und nicht die Aufenthaltszeit im Krankenhaus verrechnet wird, steigt für die Kliniken der Anreiz, den Patienten früher aus der Klinik zu entlassen.

Die Gefahr hierbei: Patienten werden aus Kostengründen zu früh entlassen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, sind die verpflichtet, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen. Im Zuge des steigenden Wettbewerbs wird es allerdings auch positive Auswirkungen für Patienten geben: Die Spezialisierung und die Serviceorientierung der Kliniken werden zunehmen, die Patienten werden intensiver betreut. Darüber hinaus fördert das neü Abrechnungssystem verbesserte präoperative Diagnostik und ein optimiertes Patientenmanagement. Durch eine Verkürzung der Vorbereitung von Operationen werden 80 Prozent der Eingriffe am Aufnahmetag erfolgen. Bei den Behandlungsfällen, die nur einen Tag im Krankenhaus betreut werden, erwartet Mummert Consulting eine Steigerung von 50 Prozent.

 

Jörg Forthmann

Tel.: 040/227 03-7787

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 8460
 133

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Krankenhäuser: Jedes dritte Bett fällt künftig weg“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Mummert Consulting

Bundesweiter Verwaltungskongress für Fach- und Führungskräfte am 24.11. im Gästehaus Petersberg bei Bonn
Bundesweiter Verwaltungskongress für Fach- und Führungskräfte am 24.11. im Gästehaus Petersberg bei Bonn
Bestärkt durch die große Nachfrage setzt die Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting die Veranstaltungsreihe "Vorgangsbearbeitung der Zukunft" am 24.11.2005 auf dem Petersberg zu Bonn fort. Gemeinsam mit ihren Partnern BEA Systems, Comprendium Leasing, Deutsche Post, FileNet sowie der Fachzeitschrift "Innovative Verwaltung" lädt sie Fach- und Führungskräfte aus den Öffentlichen Verwaltungen ein, sich einen Tag lang kostenfrei über Vorgangsbearbeitung der Zukunft und deren erfolgreiche Umsetzung anhand von Praxisbeispielen zu informieren…
Veranstaltungshinweis - kostenfreies Fachseminar zu SAP NetWeaver
Veranstaltungshinweis - kostenfreies Fachseminar zu SAP NetWeaver
Die Unternehmensgruppe Steria Mummert veranstaltet an fünf verschiedenen Orten in Deutschland ein kostenfreies Fachseminar zum Thema SAP NetWeaver. Fünf Termine im November stehen interessierten Fach- und Führungskräften aus allen Branchen zur Auswahl, um von erfahrenen Beratern eine detaillierte Einführung in die mit SAP NetWeaver verknüpfte Technologie und Komponenten zu erhalten. Nähere Informationen zur Agenda sowie die Anmeldung zu den einzelnen Terminen finden Interessierte im Internet unter: netweaver.mummert.de/roadshow Kontakt: Ge…

Das könnte Sie auch interessieren:

Fulda ist überall - Krankenhausinfektionen in Deutschland
Fulda ist überall - Krankenhausinfektionen in Deutschland
… Seit Ausbruch der Infektionswelle haben sich über 260 Menschen in Fulda mit Salmonellen infiziert und acht Patienten sind daran gestorben. Bundesweit sterben in Krankenhäusern jedes Jahr 17.000 Menschen durch „vermeidbare unerwünschte Ereignisse“ (VUE), berichtete das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am 23. April 2007 in der „Agenda Patientensicherheit …
Klinik Tettnang ist Krankenhaus mit qualifizierter Schmerztherapie
Klinik Tettnang ist Krankenhaus mit qualifizierter Schmerztherapie
… entsteht Tettnang - Die Klinik Tettnang ist ein Krankenhaus mit qualifizierter Schmerztherapie. Diese Auszeichnung wurde ihr kürzlich von der Certkom, die bundesweit Krankenhäuser testet und zertifiziert, für ihr besonders umfassendes und systematisches Schmerzmanagement verliehen. Bisher haben nur 30 Kliniken der bundesweit über 2.000 Krankenhäuser …
Q-SOFT präsentiert Fernsehen via Computernetzwerk
Q-SOFT präsentiert Fernsehen via Computernetzwerk
… für Pressezentren, Hotels, Pflege- und Wohnheime, öffentliche Institutionen, Bildungseinrichtungen, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie für Unternehmen mit entsprechendem Bedarf. Insbesondere für Krankenhäuser und Altenheime bietet Q-SOFT die Box mit einem universellen Patiententerminal an. Patienten können an jedem Bett per Touchscreen individuell …
Orkan \"Kyrill\" naht - Feuerwehr gibt Tipps
Orkan \"Kyrill\" naht - Feuerwehr gibt Tipps
… unseren Arbeitsplatz, unsere Familie oder unser warmes Bett. Im letzten Jahr wurden wir zu fast einhundert Einsätzen gerufen. Wir besuchen Kindergärten und Schulen, um durch Aufklärung Brände zu verhüten. Wir besichtigen Betriebe und Krankenhäuser, um uns für den Einsatz die notwendige Ortskenntnis zu verschaffen und geben Informationen zum Brandschutz.
Bild: Krankenzusatzversicherung für KinderBild: Krankenzusatzversicherung für Kinder
Krankenzusatzversicherung für Kinder
… oder Zweibettzimmer unterbringen möchte und sich seinen Arzt aussuchen will (z.B. den Chefarzt), der benötigt eine entsprechende Ergänzungsversicherung für sein Kind. Häufig bieten Krankenhäuser bei einer stationären Behandlung von Kindern und Kleinkindern den Eltern die Möglichkeit, ein zusätzliches Bett ins Zimmer zu stellen („Rooming-in“), damit die …
Bild: Neue Betten braucht das Land – frolexus_BettenBild: Neue Betten braucht das Land – frolexus_Betten
Neue Betten braucht das Land – frolexus_Betten
… Dafür muss man nicht erst gestresst oder geschwächt sein. Sowohl für den deutschen Handel als auch für das internationale Hotelgewerbe, Sportstätten, Krankenhäuser und den B2B-Bereich präsentiert Froli mit frolexus eine Bandbreite unterschiedlicher Bettsysteme, neuer Matratzen und bequemer Nacken-kissen mit innovativem Luftkammersystem. Matratzen und …
Lanfer Systemhaus und Mitel Networks stellen Lösungen zur Optimierung von Krankenhausabläufen vor
Lanfer Systemhaus und Mitel Networks stellen Lösungen zur Optimierung von Krankenhausabläufen vor
… unter dem Motto „Die großen Veränderungen in der Klinik-EDV – zielgerecht investieren, Prozesse optimieren, Kosten sparen“. Veranstalter Lanfer empfängt Vertreter regionaler Krankenhäuser, um mit zahlreichen Vorträgen im Rahmen einer kleinen Hausmesse über sinnvolle IT-Einsätze im Healthcare-Bereich zu informieren. Ab 9.00 Uhr startet die qualifizierte …
Sicherheit durch Innovation – UID auf der MEDICA
Sicherheit durch Innovation – UID auf der MEDICA
… vereinfachen und Patientensicherheit erhöhen – Internet of Things macht es möglich, wie ein Showcase am UID-Stand zeigt. Im Zentrum steht eine Beleuchtungslösung für Krankenhäuser und Pflege-Einrichtungen. In den Leuchten über den Patientenbetten sind Bewegungssensoren integriert. Sie steuern nicht nur das Licht, sondern erkennen auch Bewegungen der …
Bild: Drängender Reformbedarf für die KrankenhäuserBild: Drängender Reformbedarf für die Krankenhäuser
Drängender Reformbedarf für die Krankenhäuser
… Pflegeberufe (DBfK) sieht in den heute veröffentlichten Ergebnissen des Krankenhaus-Report 2018 „Bedarf und Bedarfsgerechtigkeit“ einerseits den drängenden Reformbedarf der Krankenhäuser, andererseits aber auch einige Lösungsansätze abgebildet. „Noch immer leisten wir uns im deutschen Gesundheitssystem teure Doppelstrukturen, die ökonomiegeleiteten Anreize …
Bild: Sichere Patientenidentifikation im St. Josef-Hospital GelsenkirchenBild: Sichere Patientenidentifikation im St. Josef-Hospital Gelsenkirchen
Sichere Patientenidentifikation im St. Josef-Hospital Gelsenkirchen
… Testphase hat sich das Haus – genauso wie das Gladbecker St. Barbara-Hospital – für die Lösung des deutschen Marktführers entschieden. Beide Krankenhäuser gehören zur Katholischen Kliniken Emscher-Lippe GmbH. "Die Patientenarmbänder erhöhen die Patientensicherheit", begründen Verwaltungsdirektor Matthias Schwanewilms und der Ärztliche Direktor Dr. Peter …
Sie lesen gerade: Krankenhäuser: Jedes dritte Bett fällt künftig weg