(openPR) ROSENHARZ/ULM – Die Kreativwerkstatt der Liebenauer Arbeitswelten der Stiftung Liebenau in Bodnegg-Rosenharz lädt Firmen zum gemeinsamen Malen ein. Die Hypovereinsbank Niederlassung Württemberg-Ost sah die Idee als Chance: Vier Auszubildende aus Ulm, Friedrichshafen und Konstanz haben sich auf den kreativen Malprozess eingelassen und erlebten unter Künstlern mit Behinderung einen außergewöhnlichen Arbeitstag. Die Azubis waren sich einig: "Wir haben viel gelernt."
Für einen Tag ist alles anders
So genau wissen die Auszubildenden Adana Begimamovic (Filiale Konstanz), Katharina Buck (Filiale Ulm), Annabella Puleo (Filiale Friedrichshafen) und Nicole Sigg (Filiale Ulm) nicht, was sie in der Kreativwerkstatt erwartet. Die Kunsttherapeutin Irmgard Stegmann hat eine Leinwand vorbereitet und lädt zum gemeinsamen Malen ein. Mit Pinseln und Händen in blauer Farbe entwickelt sich ein erstes Wohlfühlen, gepaart mit einer Achtung vor Menschen mit Behinderung, die in der Kreativwerkstatt einen Platz gefunden haben, der ihnen entspricht.
Eine Idee entwickelt sich
Gemeinsam wollen sie eine Bank malen. Die Idee einer Sitzbank wird schnell verworfen. Für Scarlett Schäfer, die Philosophin unter den Beschäftigten, muss es eine echte Bank sein, ein großes Haus. Die Azubis staunen über den Mut zur Farbe. Rote, gelbe und grüne Fenster - alles ist erlaubt. Die Künstler unter den Beschäftigten setzen eigene Akzente. Anita Bruder ist ganz vertieft in das Malen und verbreitet eine beinah andächtige Stimmung. Renate Hoffmann zaubert Menschen auf die Leinwand, feinste Kreidestriche in Perfektion.
"Das verdiente Leben"
Mit dicken roten Pinselstrichen signiert die Beschäftige Claudia Dannenmann das Werk. "Es könnten chinesische Schriftzeichen sein", mutmaßen die Azubis. Alles stimmt: "Wir sind international." Die Künstler lassen sich von den Bildern in der Kreativwerkstatt inspirieren, drucken kleine und große Menschen auf grünem Grund auf die Leinwand. Die Azubis sind von dem kreativen Malprozess beeindruckt und "dass wir uns auch ohne Worte verstanden haben." Gemeinsam überlegen sie sich einen Namen für ihr Werk. "Das verdiente Leben!" Wieder ist es Scarlett Schäfer, die mit ihrer philosophischen Ader punktet.
Empathie ohne Worte
Katharina Buck ist sicher: "In Zukunft nehme ich Menschen mit Behinderung mit anderen Augen wahr." Beim gemeinsamen Malen haben die Azubis erfahren, wie wertvoll es ist, die Persönlichkeit des anderen zu respektieren. "Sie haben sich auf etwas Neues eingelassen und Voreingenommenheit abgelegt", lobt Ausbilderin Heike Brzuske. Die Künstler der Kreativwerkstatt sind offen für Begegnungen. Die Hypovereinsbank hat die Idee aufgegriffen und umgesetzt. Das entstandene Kunstwerk wird in der Ausstellung der Kreativwerkstatt Rosenharz "Farben sagen mehr als Worte" in der Filiale Ulm zu sehen sein.
Liebenauer Arbeitswelten
Vielfalt und Qualität unter einem Namen: Die Werkstätten der Stiftung Liebenau und ihrer Tochtergesellschaften, der St. Gallus-Hilfe gGmbH und der Liebenau Service GmbH, bilden die "Liebenauer Arbeitswelten". Sie bieten rund 900 Menschen mit Behinderung an den verschiedenen Produktionsstandorten und in externen Betrieben einen sicheren und sinnvollen Arbeitsplatz mit vielfältigen Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. In den Werkstätten der Liebenauer Arbeitswelten werden Produkte und Dienstleistungen aus den verschiedensten Wirtschaftsbereichen hergestellt und angeboten. Von der Montage über die Grünlandpflege oder den Textilservice bis hin zur Datendigitalisierung stehen die stiftungseigenen Werkstätten für Qualitätsarbeit aus einer Hand – und zwar sowohl für externe als auch interne Kunden.
Farben sagen mehr als Worte
Die Ausstellung der Kreativwerkstatt Rosenharz ist von 27. März bis Ende April 2015 zu den Öffnungszeiten der Filiale der Hypovereinsbank in Ulm, Marktplatz 6, zu sehen.
Ansprechpartnerin:
Irmgard Stegmann, Kunsttherapeutin
Kreativwerkstatt Rosenharz, Liebenauer Arbeitswelten, Telefon: 07520 929-2767
www.liebenauer-arbeitswelten.de
www.st.gallus-hilfe.de
www.hvb.de













