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Produktpiraterie schadet Wirtschaft und Verbrauchern

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Grafik: Supress
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(openPR) Qualitätsunterschiede im Internet nur schwer erkennbar

sup.- Original oder Fälschung? Oft ist die Differenz zwischen hochwertiger Markenware und billigen Nachahmer-Produkten auf den ersten Blick kaum festzustellen. Dass es sehr wohl Unterschiede gibt, offenbart oft schon bald die Nutzung der gefälschten Ware: Wenn die Schuhe nach kurzem Tragen auseinanderfallen oder das Kleid beim ersten Waschen seine Farben verliert, erweist sich das vermeintliche Schnäppchen schnell als ärgerliche Fehlinvestition. Bei Elektronik-Plagiaten sind es häufig auch fehlende Produktfunktionalitäten oder unbrauchbare Gebrauchsanleitungen, die der Freude über die günstige Neuerwerbung ein Ende bereiten. Die Folgen der Produktpiraterie sind aber nicht nur frustrierte Verbraucher, sondern darüber hinaus enorme wirtschaftliche Schäden. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums hat der deutsche Zoll allein im Jahr 2013 Waren im Gesamtwert von mehr als 134 Mio. Euro wegen des Verdachts auf eine Rechtsverletzung angehalten. Dieser Fund dürfte nur der kleine Teil einer gewaltigen Dunkelziffer von Produktfälschungen und Plagiaten sein, die in Deutschland jedes Jahr Tausende von Arbeitsplätzen vernichten.



Den Spitzenplatz der betroffenen Warenkategorien belegen mittlerweile Schuhe bzw. Sportschuhe, die bei rund 38 Prozent aller Aufgriffe durch den Zoll entdeckt wurden. Persönliches Zubehör wie Sonnenbrillen, Taschen und Uhren kommt mit einem Anteil von 19 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von den unterschiedlichsten Kleidungsplagiaten (14 Prozent). Auf den weiteren Rängen sind so ziemlich alle Produkte zu finden, bei denen sich die Fälscher schnelles Geld versprechen - von Handys über Computerausrüstung bis hin zu Kosmetik und Arzneimitteln. Die Zunahme der Aufgriffe gegenüber dem Vorjahr erklären die Zollexperten mit dem florierenden Online-Handel. Denn gerade im Internet, wo die Qualitätsunterschiede für den Kunden noch schwieriger auszumachen sind, werden viele solcher fragwürdigen Angebote vertrieben. Auch dies ist ein Grund dafür, dass seriöse Produzenten z. B. von Sportartikeln oder Pharmaprodukten gegenüber den großen Online-Portalen oft skeptisch sind und individuelle Vertriebswege über den Fachhandel bevorzugen. "Es gibt eben Präparate oder Produkte, bei denen es wegen der erforderlichen Beratung sinnvoll ist, bestimmte Geschäfte zu bedienen. Das muss der Markenhersteller entscheiden", so Friedrich Neukirch, Geschäftsführungsvorsitzender der Klosterfrau Healthcare Group in Köln. In einem Interview für das Buch "Wirtschaft im Würgegriff / Wie das Kartellamt Unternehmen blockiert" von Detlef Brendel und Florian Josef Hoffmann (Campus Verlag, ISBN 978-3-593-50150-5) äußert Neukirch sein Unverständnis dafür, dass das Bundeskartellamt diese Entscheidungsfreiheit der Hersteller zunehmend einschränkt. Wer sich durch Produktgüte, umfangreichen Service und eigene Vertriebskanäle vom Discount-Niveau der Internet-Plattformen abgrenzen möchte, wird von der Kartellbehörde in jüngster Zeit oft konsequent ins "Discountry" der unteren Preisregionen zurückbeordert. Friedrich Neukirch hält diese Tendenz für alles andere als kundenfreundlich: "Die Verbraucher haben die Freiheit, sich im Markt zu entscheiden. Der niedrige Preis spielt dabei in den meisten Fällen eine untergeordnete Rolle. In einem Qualitätswettbewerb sind die Verbraucher bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen, um den zu erwartenden Gegenwert zu erhalten."

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