(openPR) 16. Mai 2003 - Zur Politik- und Politikerbewertung durch deutsche Unternehmensmanager im Rahmen des Handelsblatt Business- Monitors erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD- Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler:
Es ist schon erstaunlich und eine Frechheit, dass sich unsere hochdotierten und vielfach erfolglosen Nadelstreifenträger trauen, auf fremdem Terrain schulmeisterlich Noten an die Politik und Politiker zu vergeben.
Ein Gutteil der Misere im deutschen Wirtschaftsstandort ist vielmehr gerade das Ergebnis derer, die ihn jetzt wehklagend kritisieren. Unternehmenszusammenbrüche wie bei Kirch und EMTV, Aktienverfall und Verlustausweisungen im Banken- und Versicherungsbereich sind hier augenfällige aktuelle Beispiele auch eklatanter Managementfehler.
Bevor unsere Unternehmer und Manager andere kritisieren, sollten sie sich selbst am Riemen reissen und leistungsorientiert zupacken!
Hoechst verwunderlich und dreist ist überdies, dass unsere volkswirtschaftlichen Leistungsträger parallel zu manchem Leistungsversagen bei ihren Bezügen vielfach kräftig zulangten: eine Handelsblatt-Untersuchung ergab, dass bei fast allen DAX-Unternehmen der Aktienkurs in den Keller rutschte und zugleich die Hälfte der Unternehmen die Bezüge ihrer Vorstände steigerte. Während Vorstandsbezüge seit 1990 um rund 102 Prozent zunahmen, wuchsen diejenigen unserer Arbeitnehmer lediglich um 43 Prozent.











