openPR Recherche & Suche
Presseinformation

michael goller | libellisches grün

06.02.201519:09 UhrKunst & Kultur
Bild: michael goller | libellisches grün
Michael Goller | AC Galerie Claus-Dieter Tholen | Herford
Michael Goller | AC Galerie Claus-Dieter Tholen | Herford

(openPR) Ausstellung vom 12.02.-05.04.2015
in der AC Galerie Claus-Dieter Tholen
Elsbach Haus Goebenstr. 3-7, 32052 Herford

Vernissage am Donnerstag, den 12.02.2015 um 19 Uhr.
Michael Goller ist anwesend.
Peter Piek | Singer + Multiinstrumentalist + Songwriter | wird die Ausstellungseröffnung musikalisch begleiten.



Ein künstlerisches Œuvre ist wie ein Organismus: stets im Zustand der Veränderung und Ausdifferenzierung. Dies trifft im Besonderen auf die aktuellen Arbeiten von Michael Goller zu. Als ich seinem Werk vor vier Jahren erstmals begegnete, war es geprägt von palimpsestartigen «Komplexbildern», wie der Künstler seine Gemälde nannte. Ausgehend von einer konkreten Bildidee, die auf der vorbereiteten Leinwand fixiert wurde, schuf er seine Malereien durch Maskieren einzelner Bereiche und schichtendes Abdecken anderer mittels ausgesprochen gestischen Farbauftrags. Helle Töne in zarten Blau-, Grau-, Rosé- und Grünnuancen bestimmten den Eindruck seiner vollflächig bemalten Arbeiten.
Nunmehr vier Jahre später hat sich nicht nur die Erscheinungsform der Werke Gollers radikal verändert, sondern auch die Art und Weise, wie sie entstehen. Nach einem grundlegenden folgenreichen Prozess der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt und sich selbst gelangte der Künstler zu einem neuen Arbeitsprozess, der eine neue Ausrichtung des Œuvres bedingte. Michael Goller braucht nicht mehr den äußeren Eindruck oder eine auslösende Bildidee, um in den kreativen Prozess einzusteigen. Nach Jahren des Erarbeitens der ihm eigenen Bildsprache kann er aus dem Reichtum seines Inneren schöpfen. Um zu diesen inneren Quellen, quasi ad profundum, vorzudringen, bedarf es der Stille, der Abspaltung alles Äußeren, äußerster Fokussierung. „Ich meditiere mit Farben“, bezeichnete es Alexej von Jawlensky. Michael Goller jedoch bedarf der Farbe zunächst nicht. Sein hauptsächliches Medium ist gegenwärtig das Papier, mitunter wandfüllenden Formats, das er im Zustand höchster Konzentration mit Bleistift, Feder oder Silberstift mit einem grafischen Netz überzieht – ebenso figurativ (Goller nennt diese Blätter «Bild») wie abstrakt («Text»), doch Assoziationen an organische Formen oder Skripturales zulassend. Vergleichbar der von den Surrealisten erstrebten écriture automatique bedeckt er seine bis zu 250 Zentimeter langen „Schriftrollen“ oder die ebenso hohen „Wandblätter“ mit einem Gespinst dessen, was aus seinem Innersten an die Oberfläche des Bewusstseins dringt. Arbeitstechnik wie künstlerisches Ergebnis wecken jetzt noch mehr als zuvor Assoziationen an das Schaffen Gerhard Altenbourgs und Carlfriedrich Claus‘. Doch Goller geht weiter und über sie hinaus. Er verharrt nicht im Grafischen. Hinzu kommt die Farbe – nunmehr in satten dunklen Tönen. In einem eigenen Arbeitsschritt entstehen kleinformatige Leinwände, die als gestisch-malerische Pendants die großformatigen Papiere spiegeln, reflektieren, auf einer anderen Ebene und in einem anderen Medium Ähnliches verarbeiten. Goller bezeichnet die Leinwände als «Kontext» zu den Papierarbeiten. Erst in der Zusammenschau, wie sie der Künstler mittels von ihm arrangierter Ausstellungen selbst herstellt, tritt das Einzelne in einen werkimmanenten Dialog zueinander. Was dabei dem Betrachter offenbart wird, bleibt ebenso geheimnisvoll wie ihre Entstehung selbst.
In Novalis‘ Fragmenten heißt es: „Alles, was wir erfahren, ist eine Mitteilung. So ist die Welt in der Tat eine Mitteilung – Offenbarung des Geistes. Die Zeit ist nicht mehr, wo der Geist Gottes verständlich war. Der Sinn der Welt ist verlorengegangen. Wir sind beim Buchstaben stehengeblieben. Wir haben das Erscheinende über der Erscheinung verloren.“ Der zunehmenden Unverständlichkeit der Gegenwart – Grunderfahrung der Moderne – sucht Michael Goller mehr denn je mittels künstlerischer Arbeit zu begegnen.

Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale)

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 838228
 1361

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „michael goller | libellisches grün“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von AC Galerie Claus-Dieter Tholen

Bild: Pedro Barrocal DE LA SERIE ORNAMENTES – BILDER VON AUSSEN BETRACHTENBild: Pedro Barrocal DE LA SERIE ORNAMENTES – BILDER VON AUSSEN BETRACHTEN
Pedro Barrocal DE LA SERIE ORNAMENTES – BILDER VON AUSSEN BETRACHTEN
Ausstellung vom 19.03. bis 04.06.2016 in der AC Treppenhausgalerie im Elsbach Haus, Goebenstr. 3 - 7, 32052 Herford Ausstellungsorganisation AC galerie claus-dieter tholen Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr Ausstellungseröffnung am 19. März 2016 ab 14 Uhr Unter dem Titel: Bilder von außen betrachten - hält Michael Strauß die Einführung. Dekor überdeckt Erinnerungen - In dem gezeigten Bilderzyklus übernimmt PEDRO BARROCAL Ausschnitte aus Zeitungsfotos vom Bürgerkrieg in Spanien und malt diese monochrom und vorlagen…
15.03.2016
Bild: Misunderstanding PhotographyBild: Misunderstanding Photography
Misunderstanding Photography
Ausstellung vom 20.02. bis 02.04.2016 Ausstellungseröffnung am 19. Februar 16 ab 19 Uhr, Einführung gegen 19:30 Uhr Fotografie ist das Produkt der vollständigen Entfremdung. Marcel Proust Mit der Fluxus Arbeit (1964) von Mel Bochner und weiteren Kunstwerken der Künstler Klaus Beck | Anna & Bernhard Blume | Hans Breder | Johannes Brus | Jochen Gerz | Hans-Peter Feldmann | Osmar Osten | Andy Warhol und Weizenfeld zeigt die Ausstellung das Missverständnis der- oder auch in der Fotografie. In der Ausstellung werden erstmals auch 2 Arbeiten …
15.02.2016

Das könnte Sie auch interessieren:

Sie lesen gerade: michael goller | libellisches grün