(openPR) Melanie Huml begleitet Mitarbeiterin
des Evangelischen Pflegedienstes München e.V.
München, 28.01.2015 - Direkt vor Ort machte sich jetzt Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml ein Bild vom Arbeitsalltag in der ambulanten Pflege. Die Ministerin begleitete die Pflegefachkraft Siglinde Burrack unserer Diakoniestation Nord auf ihrer täglichen Tour. Rund eineinhalb Stunden lang war Melanie Huml mit dem Evangelischen Pflegedienst in München unterwegs, dann stellte sie sich im Rahmen einer Gesprächsrunde den Fragen von Mitarbeitern des ambulanten Dienstes.
Sehr beeindruckt zeigte sich die Ministerin nach ihrer Pflegetour von den Leistungen der Pflegefachkraft Siglinde Burrack: „Ich durfte hier eine hochengagierte Kraft erleben, die nicht nur sehr fachmännisch zum Beispiel einen Wundverband wechselt, sondern bei der auch die persönliche Begegnung mit dem Klienten im Vordergrund steht.” In der anschließenden Gesprächsrunde mit Mitarbeitern des Ev. Pflegedienstes unterstrich die Ministerin, sie werde sich weiter intensiv für die Belange der pflegebedürftigen Menschen und der Pflegekräfte einsetzen.
Auf die Rückfrage von Pflegedienstleiter Alexander Glas, wie die Situation für Fachkräfte in München verbessert werden könne, antwortete Huml: „Es muss insgesamt versucht werden, mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen.” Dafür hätte das Bayerische Gesundheitsministerium bereits im Oktober 2014 einen 5-Punkte-Plan vorgelegt. Die Ministerin betonte: "Mein Ziel ist es, noch mehr motiviertes und qualifiziertes Pflegepersonal zu gewinnen. Wir müssen alles daran setzen, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten." Mit Blick auf die geplante gemeinsame Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflegern sagte Huml: "Eine generalistische Pflegeausbildung kann die bislang drei eigenständigen Berufe Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenführen. Das macht das Berufsbild moderner und bietet den jungen Menschen mehr Entwicklungschancen."
Die Geschäftsführerin des Ev. Pflegedienstes, Angelika Pfab, betonte, dass der Ev. Pflegedienst seinen Mitarbeitern einerseits tarifliche Bezahlung, Familienorientierung und andere betriebliches Leistungen bietet, der finanzielle Spielraum aber äußerst gering sei. Pfab: „Bei manchen Besuchen pflegebedürftiger Menschen bringen wir Geld mit.” Einen möglichen Einfluss auf die Pflegekassen sah die Ministerin allerdings eher als gering an. Huml. „Wir haben nur die Möglichkeit gesetzlich etwas zu machen. Wir geben aber entsprechenden Bedarf gerne weiter und stellen entsprechende Anträge.”
Auf den hohen Aufwand ambulanter Pflege ging die Ministerin auch auf Rückfrage eines Mitarbeiters ein. „Je individualisierter Pflege angeboten wird, desto schwieriger ist das natürlich,” befand Huml. Mit dem Pflegestärkungsgesetz würde vieles zwar optimiert, trotzdem bestünde, so Huml, „dort sicher noch Handlungsbedarf”. Die Ministerin fügte hinzu: "Mir ist es wichtig, dass wir den Menschen unterschiedliche Pflege- und Betreuungsformen anbieten können, die den Bedürfnissen des Einzelnen gerecht werden.” Derzeit werden zwei Drittel der rund 330.000 Pflegebedürftigen in Bayern von ihren Angehörigen zu Hause versorgt. Huml: „Es ist ein Wunsch vieler Menschen, auch bei Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung bleiben zu können. Für die Pflege in den eigenen vier Wänden spielt die professionelle ambulante Pflege eine bedeutende Rolle."
Zum Abschluss der Gesprächsrunde bedankte sich Melanie Huml bei den Mitarbeitern des Evangelischen Pflegedienstes für die gesammelten Eindrücke. Und auch ihre Wertschätzung für die Arbeit ambulanter Dienste brachte die Ministerin zum Ausdruck: „Pflege ist ein Dienst von Menschen an Menschen. Unsere Pflegekräfte leisten tagtäglich Großartiges bei ihrem Einsatz. Für diese wichtige gesellschaftliche Leistung danke ich ganz herzlich!"











