(openPR) BÄRTE FÜR MÄNNERGESUNDHEIT / SPENDEN FÜR FORSCHUNGSPROJEKTE GESAMMELT
Der Rasierer blieb im Schrank, der Bart wuchs: Die weltweit agierende „Movember“ Community sammelte im November Spenden, mit denen Programme zur Erforschung und Prävention von Prostata- und Hodenkrebs unterstützt wurden. Mit der auch in diesem Jahr weiter laufenden Aktion soll das Gesicht der Männergesundheit nachhaltig verändert werden. Mit 127.000 Euro fördert „Movember“ unter der Federführung des Bundesverbandes der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen nun ein Forschungsprojekt der Martini-Klinik am UKE. Die Studie unter der Leitung des Ärztlichen Leiters Prof. Markus Graefen untersucht, ob die operative Entfernung der Prostata Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen Vorteile bringt. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. wird die Studie deutschlandweit an 15 Zentren angeboten.
Diese „multizentrische, prospektive und randomisierte Studie“ untersucht neben der Effektivität einer Kombination aus Operation und medikamentöser Standardtherapie auch die Lebensqualität während des Krankheitsverlaufes. Sollte sich die These eines möglichen Überlebensvorteils für Patienten mit geringer Metastasenlast und operativer Therapie bestätigen, würde es zu einem Meilenstein und Paradigmenwechsel in der Therapie von Männern mit diesem Krankheitsprofil kommen.
Üblicherweise werden Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom mit einer Standard-Hormontherapie behandelt. Auf eine Operation wird verzichtet. Erste Studienergebnisse zeigen jedoch, dass auch Patienten mit Fernmetastasen potentiell von einer lokalen Therapie mittels Operation profitieren könnten. Neben möglichen Effekten auf die Tumorkontrolle könnte die radikale Prostatektomie auch bezüglich einer lokalen Progression des Prostatakarzinoms (Infiltration des Rektums oder der Blase) vorteilhaft sein. Andererseits sind die Nebenwirkungen einer vollständigen Entfernung der Prostata zu berücksichtigen. Dazu gehört die Harninkontinenz bei circa fünf bis zehn Prozent der Patienten sowie übliche mögliche Nebenwirkungen wie Thrombose, Embolie und Wundheilungsstörungen. Diese Faktoren beeinträchtigen die Lebensqualität.
Im Rahmen der Studie der Martini-Klinik erhalten alle Patienten die Standard-Hormontherapie - zusätzlich wird ein Teil der Patienten operiert. Anschließend erfolgt eine intensive und individuelle Nachbeobachtung über einen Zeitraum von fünf Jahren, um die Endpunkte karzinomspezifisches Überleben, Gesamtüberleben und Lebensqualität zu untersuchen.
Prof. Dr. Markus Graefen, Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik: „Trotz des eventuellen Vorteils der Operation, muss diese sorgfältig gegen die möglichen Begleitkomplikationen abgewogen werden.“
Die Planung und Initiierung der Studie der Martini-Klinik wurde durch private Spenden finanziert. Durch die Fördermittel von „Movember“ kann die Studie jetzt starten.










