(openPR) Bekenntnis zum Standort Schweiz trotz gestiegener Kosten
Drolshagen / Altdorf (CH). Rund die Hälfte ihrer rund 200 Mitarbeiter beschäftigt die in Drolshagen ansässige Berghoff Gruppe in der Schweiz. Erst vor eineinhalb Jahren hat das inhabergeführte Familienunternehmen aus dem Sauerland dort ein Werk von der RUAG übernommen und deutlich investiert. Die Aufwertung des Franken hat deswegen deutlich spürbare Auswirkungen auf das mittelständische Unternehmen. „Die Lohnkosten sind quasi über Nacht um rund 10 Prozent gestiegen, ohne dass die Mitarbeiter in Altdorf im Kanton Uri dadurch einen Vorteil hätten“, verdeutlicht Berghoff-Geschäftsführer Oliver Bludau. Trotz dieser Herausforderungen bekennt sich das Unternehmen zum Standort Schweiz und möchte beweisen, dass deutsche, schweizerische und in Europa agierende Unternehmen trotz hoher Lohnkosten und diverser Währungs- und Marktturbulenzen wettbewerbsfähig sind. „Qualität und Engagement setzen sich durch“, zeigt sich Oliver Bludau entschlossen.
„Wir müssen die Effizienz eben immer weiter steigern. Unsere gut ausgebildeten Fachkräfte, unsere auf Präzision ausgelegten Qualitäts- und Prozessstandards sowie die Güte unserer Produkte werden Wettbewerbsvorteile erhalten und sichern“, ist er sowohl mit Blick auf das eigene Unternehmen als auch auf die deutsche und schweizerische Industrie im Allgemeinen überzeugt.
Zwar sei eine Euro-Franken-Parität nicht ohne Probleme, ein paar Monate könne Berghoff das aber gut aushalten. Mittel- und langfristig müsse, wenn die Entwicklung so bleibe, aber sicher anders kalkuliert werden. Doch auch dies sieht Bludau einigermaßen gelassen: „Der Preis ist nicht das einzige Kriterium. Versorgungssicherheit, aktives und kooperatives Kommunikationsverhalten schon in der Entwicklungsphase und eben die Qualität sind mindestens genauso wichtig. Hier sind wir spitze und deswegen sicher, den neuen Herausforderungen begegnen zu können.“
Aber: Rund 85 Prozent des Umsatzes macht Berghoff im Euroraum. Von der Abwertung des Euro profitiert das Unternehmen im Gegenzug zur Frankenaufwertung deswegen nur marginal. „Natürlich müssen und werden wir da jetzt genauer hinschauen“, so Bludau. Auch alle Maschinen, Materialien und Werkzeuge werden in Europa und damit in Euro gekauft. „Das müssen wir, um unser extrem hohes Qualitätsniveau zu halten. Ein Einkauf in Fernost oder Veränderungen in unseren langjährigen Partnerschaften zu Lieferanten kommen für uns nicht in Frage“, verdeutlicht Bludau. Kurzfristige Schritte und Maßnahmen stünden nicht an. Schließlich stehe Berghoff auch für Verlässlichkeit.
Berghoff fertigt Großteile aus Titan, Wolfram, Aluminium, Stahl und Guss in der Schweiz im individuellen Kundenauftrag und exportiert diese in den Rest Europas und andere Länder. „Dank langfristiger Verträge und enger Kooperationen mit unseren Auftraggebern aus der Halbleiter- und Energieindustrie, der Luft- und Raumfahrt und anderen High-Tech-Branchen werden wir kurzfristig kaum Nachteile spüren.
Die Berghoff Gruppe wird auch angesichts der aktuellen Entwicklungen nichts an ihrer Wachstums- und Expansionsstrategie ändern. „In Summe sind wir gut aufgestellt und gehen davon aus, dass unsere Qualitätsprodukte und unsere hochpräzise Fertigungskompetenz auch weiter international nachgefragt werden wird.“ Weitere Informationen über die Berghoff Gruppe, zur Berghoff-Methode und zum Thema industrielles Outsourcing gibt es unter www.berghoff.eu.










