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Spuren der Baukunst in der Gotik

04.12.201409:37 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Spuren der Baukunst in der Gotik
Seminarbeitrag - Spuren der Baukunst in der Gotik, von Heiko Brunzel, Velten
Seminarbeitrag - Spuren der Baukunst in der Gotik, von Heiko Brunzel, Velten

(openPR) Wohnhäuser aus Holz – Stadthäuser mit schmalen Straßenfronten - Seminarveranstaltung in den Räumen der Brunzel Bau GmbH in Velten, Brandenburg mit Initiator Heiko Brunzel, Bauunternehmer und Fachmann

Gotik 1200 bis 1500 – Zeitreise vom Mittelalter in die Neuzeit: Höhepunkt der Macht des mongolischen Weltreiches, Ende der deutschen Kaiserherrschaft in Italien, Asienreise des Venezianers Marco Polo, Entstehung des osmanischen Türkenreiches, Kreuzzugbeendigung, Lübeck gründet die Städte-Hanse, Beginn der Hexenverfolgung in Europa, Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, Entdeckung Amerikas und Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit.



Herzlich begrüßt der Unternehmer Heiko Brunzel, Geschäftsführer der Brunzel Bau seit über zwanzig Jahren erfolgreich in der Bauwirtschaft in Brandenburg und Berlin am Markt, alle Teilnehmer zu einer gemütlichen Diskussionsrunde. Thema für Ausgetauscht und Diskussion: „Geschichte und Erkenntnisse der Baukunst der Gotik“ - Eingeladene Architekten, Bauherren, Bauunternehmer, Kunden und Historiker freuen sich über diese Inhouse-Veranstaltung im brandenburgischem Velten, der bekannten Ofenstadt mit Ofen- und Keramikmuseum. Der „Gotischer Saal“ eine ehemalige Industrieanlage Schultheiss Brauerei, Abt.2 auf dem Kreuzberg bietet ein unglaubliches Ambiente für Veranstaltungen. Der Gotische Saal ist das Herzstück eines historischen, denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahre 1869. Heute fasziniert die einzigartige Atmosphäre des Gotischen Saals und wird für Hochzeitsfeste, Trauungen, andere festliche Anlässe und Konzerte ebenso zum Erlebnis wie Seminare, Yoga und Meditationen genutzt. Zusammenfassung der Veranstaltung von Bauunternehmer Heiko Brunzel:

Umbruch und Aufbruch in der Baukunst

„Den höchsten Kirchturm Deutschlands hat keine Bischofs- oder Stiftskirche, sondern die Stadtpfarrkirche – das Ulmer Münster.“ - Im Jahre 1377 begann die Bürgerschaft von Ulm mit diesem gewaltigen Bau, dessen Chor bereits 1383 geweiht wurde. Von der Teilnahme der gesamten Stadtbürgerschaft an den Bauarbeiten berichtete der Mönch Fabri in einer alten Ulmer Chronik: „eilte jedermann, Frauen und Männer, Alte und Junge, Reiche und Arme, Geistliche und Weltliche zur Arbeit herbei.“ Obwohl die Stadt damals auch nur 12.000 Einwohner zählte, errichteten sich diese ein Gotteshaus, in dem fast 30.000 Menschen Raum finden. Es war also nicht nur das tatsächliche Raumbedürfnis, was diesen Riesenbau veranlasste.

Die Stadt Ulm erlebte im 14. und 15. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blüte.

Ihre Handelsbeziehungen reichten von der Nordsee bis Italien. Weder weltliche noch geistliche Herren übten zu diesem Zeitpunkt ihre Macht über Ulm aus. Die Bürger hatten ihnen alle feudalen Vorrechte abgekauft. Berühmte Baumeister wie Ulrich von Ensingen und Matthäus Böblinger wurden beschäftigt. Dennoch blieb das Werk unvollendet. 1529 wurden die Bauarbeiten eingestellt. Dem 19. Jahrhundert blieb es vorbehalten, den 161 m hohen Turm nach den vorhandenen Plänen zu vollenden. Wie sich am Beispiel Ulm zeigte, war seit dem 13. Jahrhundert in Deutschland neben Adel und Geistlichkeit das Bürgertum als neuer Bauherr monumentaler architektonischer Werke getreten.

Landwirtschaft und Handwerk: Trennung - Entstehung neuer Wirtschaftszweige

Das Handwerk hatte sich von der Landwirtschaft getrennt, und die Städte wurden seit dem frühen Mittelalter Zentren der Warenproduktion und des Handels. Ihre wirtschaftlichen erstarkten Bewohner nahmen den Kampf gegen die Gewalt der Grundherren auf. Hörigen, die dem Feudalzwang entflohen, gewährten sie Zuflucht. „Stadtluft macht frei!“ hieß es vor allem im 13. Jahrhundert. Damals entstand innerhalb der auf Grundbesitz beruhenden feudalen Gesellschaftsordnung eine neue Klasse, deren Macht auf dem Reichtum an beweglichen Gütern vor allem am Geld beruhte – das Bürgertum. Von ihm sollte für Jahrhunderte der ökonomische und kulturelle Fortschritt ausgehen. In den Mauern der Städte entfaltete sich ein neuer Baustil: die Gotik. Seine früheste Blüte erlebte es in Frankreich, wo sich im 12. Jahrhundert die Königsmacht im Kampf gegen die feudalen Territorialgewalten auf die Städte stürzte. Seit dem 13. Jahrhundert schuf auch das deutsche Bürgertum gotische Bauten von höchster Vollendung.

Gotischer Baustil: Vielfalt und Reichtum – Technik und Form

Der eingeladene Referent und Bauhistorik Experte erläutert die Zusammenhänge. Die Bezeichnung Gotik steht für die europäische Kunst des hohen und späten Mittelalters, und wurde im 15. Jahrhundert von italienischen Kunsthistorikern geprägt und bedeutete das Barbarische, das Hässliche. Sie sahen die künstlerischen Ideale der Antike als allgemeingültig an und lehnten die ihnen fremd erscheinende Gotik ab.

Zur Zeit der Gotik veränderte sich das Bild der deutschen Landschaft. Im 12. und 13. Jahrhundert entstanden mehrere Tausend Städte, teilweise entwickelten sie sich aus den vorhandenen kleinen Siedlungen, vielfach wurden sie aber auch planmäßig gegründet. Besonders im Zuge der Ostexpansionen deutscher Feudalherren, vor allem der Askanier, wurden östlich der Elbe planmäßig neue Stadt- und Dorfanlagen geschaffen. Während gewachsene Städte, wie bspw. Meißen, unregelmäßige Grundrisse haben, ist die Anlage der Gründungsstädte regelmäßig. Spindelförmige oder schachbrettartige Straßennetze, große viereckige Markt- und Kirchenplätze, ovale oder runde Mauernringe waren üblich. Als Musterbeispiel gilt der Grundriss der 1248 gegründeten Stadt Neubrandenburg. In West- und Süddeutschland, vor allem in Franken und Schwaben, entstanden in dieser Zeit die freien Reichsstädte. Der Reiz mittelalterlicher Stadtanlagen beruht im Kontrast der Vielzahl kleiner Bürgerhäuser zu den monumentalen Gemeinschaftsbauten, den Rat- und Zunftshäusern, den Pfarrkirchen und Stadttoren. Zu ihrer räumlichen Geschlossenheit stellen sie großartige Gesamtkunstwerke dar. Zur besseren Vorstellung der Teilnehmer erläutert Heiko Brunzel gut bebildert noch erhaltene Stadtanlagen. „Wie noch in Meißen, Görlitz, Quedlinburg erkennbar, Rothenburg ob der Tauber bietet ein nahezu unversehrtes Bild einer solchen mittelalterlichen Stadtanlage“, so Herr Heiko Brunzel.


V.i.S.d.P.:

Heiko Brunzel
Bauunternehmer
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