(openPR) Von spannend bis hochkomisch war der szenische Leseabend im Inntalhof in Kirchdorf am Inn mit der Schauspielerin Yvonne de Bark und dem Rottaler Autor Volkmar Steininger am vergangenen Samstag.
Es war nicht das erste Mal, dass Yvonne de Bark und Volkmar Steininger miteinander lasen, aber zum ersten Mal fanden sie sich zusammen um einen Mordsabend auszutragen. Unter der Anmoderation von Horst Steininger erwarteten die Zuschauer mit Spannung die Lesung und kamen letztlich voll auf ihre Kosten. Zuerst lasen die beiden Akteure aus Steiningers Krimireihe „Mordshexe“, in der Angelina Weber alias „Mordshexe“ ihren ersten Fall aufzuklären hatte. Ihr Sohn stand, obwohl unschuldig, unter Tatverdacht. Yvonne de Bark sprach die Rolle dieser attraktiven und findigen Kräuterhexe, die in ganz eigener Manier zu ermitteln begann, um die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Doch sollte dies nicht der einzige Mord bleiben. Als Zugabe las Steininger noch eine beeindruckende Szene aus der „Mordshexe- Flucht nach Bodenmais“, dem zweiten Teil der Mordshexenreihe. Die Hauptfigur Angelina nutzt ja sog. Kraftorte für ihre Visionen, In denen sie in die Zukunft sehen kann. In dieser Szene spielte die Kaser Steinstube, ein Kraftort im niederbayerischen Triftern, dem Geburtsort von Volkmar Steininger eine tragende Rolle. Dort hatte die Hexe Angelina eine derart starke Vision wie noch nie zuvor in ihrem Leben und diese führte sie schließlich zu ihrem nächsten mordsgefährlichen Abenteuer.
Nach einer kurzen Pause freuten sich die Zuschauer auf den zweiten Teil des Leseabends, wo die Schauspielerin und vielseitige Autorin Yvonne de Bark zum ersten Mal ihr im Oktober erschienenes herrlich böses Mordebuch „111 Gründe für einen Mord“ präsentierte.
Mit dieser Lektüre führt Yvonne de Bark einen gnadenlosen, aber humorvollen Feldzug gegen ungerechte Zeitgenossen und nerv tötende Mitmenschen. Für diesen Abend zitierte die charmante Schauspielerin zehn ausgewählte Mordgründe. Zum Beispiel Mord-Grund 27. In diesem wurde die Autofahrt eines Ehepaares mit der Frau am Steuer unter heftigstem Einmischen des männlichen Beifahrers auf witzigste und durchaus realistisch nachvollziehbare Weise dargestellt. Nachdem es der besserwisserische Herr der Schöpfung bis zum Exzess getrieben hatte, blieb für die Ehefrau schließlich nur eine Möglichkeit übrig- sie musste den Ehegatten einfach ermorden. Oder Grund 29 mit dem Titel: Weil abgeschlagene Hände schon mal zwischen Obst liegen können. In diesem Fall beobachtet eine Frau einen Freipinkler vor dem Supermarkt, der sich anschließend im Supermarkt am Obst vergreift und letztlich dafür die tödliche Konsequenz tragen muss.
Krimiautor Volkmar Steininger übernahm in zwei Morden den männlichen Part der Darbietung. Unter der aktiven Teilnahme des Publikums liefen die beiden zu Höchstform auf und es zeigte sich so richtig, dass die Zwei eine ideale Kombination für den Abend darstellten. Das begeisterte Publikum hatte auch gleich weitere Ideen für die Ermordung solcher Zeitgenossen.
Nach der Lesung hatten die Anwesenden die Möglichkeit die beiden Akteure näher kennen zu lernen und nutzen diese Gelegenheit mit vielen Fragen, die die Künstler zur hellen Freude der Lesebegeisterten mit sehr viel Humor beantworteten. Im Anschluss signierten Yvonne de Bark und Volkmar Steininger ihre Werke und versprachen ein Wiedersehen.
Das kann unter Umständen gar nicht so lange dauern, denn der dritte Teil der Mordshexe von Volkmar Steininger wird bereits Anfang 2015 erscheinen.













