(openPR) München, 4. November 2014. Das junge Cleantech-Unternehmen Electrochaea hat seine Serie-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und bei einer international zusammengesetzten Investorengruppe eine mittlere einstellige Millionensumme eingesammelt. Investoren des Konsortiums sind Munich Venture Partners (München), b-to-v (St. Gallen/Berlin), Caliza Holding (Netstal), Focus First (St. Louis, USA), die KfW (Frankfurt/Bonn/Berlin) und Sirius Venture Partners (Wiesbaden/Düsseldorf). Mit dem frischen Kapital finanziert das Unternehmen die Fortsetzung des stringenten Wachstumskurses der letzten Jahre und die Entwicklung seiner Power-to-Gas Technologie bis zur Marktreife.
Power-to-Gas steht für ein innovatives Verfahren zur Speicherung von überschüssigem Strom aus Wind- und Solarparks. Electrochaea entwickelt ein Verfahren, bei dem Strom dazu verwendet wird, Wasser elektrolytisch zu spalten und den dadurch entstehenden Wasserstoff zu Methan weiterzuverarbeiten und ins bestehende Erdgasnetz einzuleiten. Dadurch lassen sich große Mengen an erneuerbarem Strom langfristig speichern. Zudem kann das Gas in Pipelines transportiert werden, um die Stromnetze zu entlasten. Im Gegensatz zum traditionellen thermochemischen Verfahren für die Methanisierung setzt Electrochaea auf die Kraft der Biologie: ein speziell gezüchteter Mikroorganismus produziert Methan effizient, schnell und mit hoher Zuverlässigkeit.
Dr. Martin Kröner, Managing Partner beim Lead-Investor Munich Venture Partners: „Power-to-Gas ist die einzige Technologie, die gleichzeitig eine langfristige Energiespeicherung großer Energiemengen sowie den Transport des Energieträgers ermöglicht und damit die Energienetze entlasten kann. Das biologische Methanisierungsverfahren von Electrochaea ist vergleichbaren Technologien hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und dynamischer Betriebsführung überlegen. Die ausgezeichnete technische Expertise und die konsequente Ausrichtung des Geschäftsmodells auf die Markterfordernisse zeichnet das Electrochaea Team aus.“
Christian Schütz, Partner bei b-to-v, fügt an: „Wir sind davon überzeugt, dass Power-to-Gas-Technologien schon heute eine wichtige und vor allem zukunftsträchtige Rolle in der Speicherung von dezentral erzeugter überschüssiger Energie spielen. Innerhalb der biologischen Power-to-Gas-Technologien sehen wir Electrochaea als führenden Anbieter an. Das Team ist sehr marktorientiert und hat ein industrieerfahrenes Investorenkonsortium zusammengestellt, was unser positives Bild von Electrochaea abgerundet hat.“
Ein Teil der nun erhaltenen Mittel fließt sowohl in den Ausbau des internationalen Teams als auch in das Kopenhagener Power-to-Gas-Projekt „BioCat“. Das Ziel von BioCat ist die Demonstration der Electrochaea-Technologie auf kommerzieller Stufe (siehe auch: www.biocat-project.com). Zum Projektkonsortium zählen Audi (Deutschland), Hydrogenics (Belgien), HMN Gashandel, NEAS Energy, BIOFOS und Insero Business Services (alle Dänemark).
Mich Hein, CEO von Electrochaea: „Bis 2016 wollen wir mit einem kommerziellen Produkt den Markteintritt geschafft haben. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsrunde sind wir diesem Ziel ein gutes Stück näher gerückt. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen und das Know-how dieses starken Konsortiums aus erfahrenen Investoren.“
Johannes Peschko, Mitgründer des Sirius EcoTech Fonds Düsseldorf, ergänzt: „Electrochaea hat uns durch seine erfolgreiche Historie, sein professionelles Management und seine technologische Führungsposition überzeugt. Das Unternehmen ist mit dieser Finanzierungsrunde und den anstehenden Projekten bestens positioniert, um seine Führungsposition weiter auszubauen. “
Die Investment Firma Focus First, die Electrochaea 2010 gegründet und das Unternehmen erfolgreich durch die erste Wachstumsphase geführt hat, partizipiert ebenfalls in der nun abgeschlossenen Finanzierungsrunde.
Komplettiert wird das Investorenkonsortium von der KfW. Das Spektrum, das die KfW an Beteiligungen im Rahmen des ERP-Startfonds eingeht, reicht von Internetunternehmen über industrienahe Anwendungen bis zu Vorhaben aus der Biotechnologie. Investments in Cleantech-Unternehmen, darunter der Energiesektor, haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung zugenommen. Vor diesem Hintergrund ist auch das Engagement der KfW bei Electrochaea zu sehen.
Electrochaea wurde im Jahr 2010 als Spin-Off der University of Chicago gegründet. Im Zuge der Serie-A-Finanzierungsrunde wird der Hauptsitz des Unternehmens nach München verlegt. Somit ist das Cleantech-Unternehmen näher an den europäischen Hauptmärkten für Power-to-Gas und kann noch enger mit seinen strategischen Partnern in Deutschland, Dänemark, der Schweiz und anderen Ländern Europas zusammenarbeiten.








