(openPR) BAD WURZACH – Die Seniorenarbeit "Herz und Gemüt" lebt vom ehrenamtlichen Engagement. "Sie und diejenigen, die sie begleiten, stehen heute im Mittelpunkt", sagte Bürgermeister Roland Bürkle in seinem Grußwort. Mit einem Festakt im Oktober, an dem auch Ursula Schiedel teilnahm, feierten 200 Gäste den fünften Geburtstag von "Herz und Gemüt" im Kurhaus Bad Wurzach.
Netzwerk für mehr Lebensqualität
"Herz und Gemüt" für mehr Lebensqualität von älteren Menschen wurde vor fünf Jahren unter dem Dach der "Lebensräume für Jung und Alt" in Bad Wurzach der St. Anna-Hilfe (Stiftung Liebenau) angesiedelt. Die Gemeinwesenarbeiterin Susanne Baur entwickelte ein Netzwerk, das sich insbesondere den Senioren in den Teilorten widmet. Finanziert wird das Projekt von der Friedrich-Schiedel-Stiftung.
Besucherdienste
"Auf die Leute zugehen und abholen ist wichtig", sagt Marlene Kolb. Sie ist Ansprechpartnerin für "Herz und Gemüt" in Hauerz. In allen Gemeinden von Bad Wurzach haben sich ehrenamtliche Besucherdienste entwickelt. "Die Leute, die wir besuchen, haben ihr Tagwerk getan. An ihrem Lebensabend geben wir ihnen etwas zurück", erzählt eine Ehrenamtliche. "Wir schenken Zeit." Die Akteure von "Herz und Gemüt" sind sich einig: "Wir möchten später auch mal Besuch bekommen."
Qualipass fürs Ehrenamt
Unter anderem begleiten Schüler der Werkrealschule Seilbranz die Angebote von "Herz und Gemüt". Die Schüler servieren Kaffee und Kuchen und spielen gemeinsam mit den Senioren "Mensch ärgere Dich nicht". Andere kommen zu ihnen nach Hause, stapeln Brennholz oder mähen den Rasen. Rita Heinemann besuchte jede Woche eine Frau und hat dafür den Qualipass erhalten. Die Schülerin lacht: "Die Arbeit steht nicht im Vordergrund. Zeit haben und reden ist wichtig."
Soziale Kontakte
Ursula Schiedel von der Friedrich-Schiedel-Stiftung ist von dem ehrenamtlichen Engagement beeindruckt: "Ein ganz großes Dankeschön von mir." Ursula Schiedel will Begegnungen schaffen und Ideen mit einbringen. "Die sozialen Kontakte stärken das Selbstvertrauen. Die Menschen fühlen sich ernst genommen", bestätigt Heidi Maier, Regionalleiterin Heilig Geist – Leben im Alter.
Menschenwürde im Mittelpunkt
Der Bürgermeister zieht positive Bilanz: "Das Hinschauen ist größer geworden." Besonders schätzt er, dass Kirchengemeinden, Seelsorgeeinheiten und Pfarrer Notz bei "Herz und Gemüt" mitwirken. Konrad Gutemann, Leiter des Kreisjugendamtes, überbrachte die Glückwünsche von Sozialdezernentin Diana Raedler: "Es ist Ihnen gelungen, die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen."
Ein großes Herz
Rolf Waldvogel liest aus seinem Buch über Friedrich Schiedel: "Er wurde 1913 in Baierz, in Bad Wurzach, geboren. Er war kein Gewöhnlicher." "Er hatte immer ein großes Herz für die Belange seiner Heimat", berichtet Marlene Kolb. Bei Musik, Kaffee und Kuchen genießen die Ehrenamtlichen und Senioren ihre Feierstunde.
















