(openPR) Leipzig, 20.10.2014 - Fachliche Tiefe und kontroverse Debatten – das mittlerweile 3. Anwendertreffen der Leipziger Löser Medizintechnik stellte abermals eindrucksvoll den Wert des Kundendialogs unter Beweis. Am 8. Oktober 2014 fanden 43 Teilnehmer aus 20 deutschen Kliniken in die Räumlichkeiten des Entwicklers des Patientendaten-Managementsystems (PDMS) PREDEC®VIEW. Hier erfuhren sie nicht nur das neueste zum Einsatz des PDMS, sondern konnten auch interessanten Praxis-Vorträgen von Experten folgen, sowie mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Moderation übernahm Prof. Dr. med. Michael Quintel, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Göttingen.
??„In unserem Unternehmen gab es in den vergangenen Wochen und Monaten spannende Entwicklungen, die das weitere Wachstum maßgeblich beeinflussen werden“, so Dr. Thomas Löser, Geschäftsführer der Löser Medizintechnik GmbH. „Wir haben nicht nur neue Kunden gewonnen, sondern konnten auch ein neues Installationskonzept sehr erfolgreich einführen, das es uns erlaubt, innerhalb kürzester Zeit unser PDMS in Betrieb zu nehmen. Des weiteren sind wir stolz, dass unser PDMS mittlerweile auch sehr gut in bestehende Krankenhausinformations-Systeme (KIS) integriert werden kann und beide Systeme miteinander interagieren. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Kunden, die uns bei diesem Prozess auf EDV-Seite unterstützen“, gab Löser zu Beginn einen kurzen Einblick.
Prof. Dr. med. Michael Quintel, Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Göttingen und Mitglied des medizinischen Beirates der Löser Medizintechnik, beglückwünschte alle Teilnehmer des Anwendertreffens: „Diese Gelegenheit wie sie sich heute bietet, ist der ideale Weg, dranzubleiben und ein wichtiger Schritt, die bisherige herausragende Entwicklungsarbeit weiter voranzutreiben. Die Chance liegt im Dialog.“
??Wie in den Vorjahren erklärten sich die Kunden bereit, in Vorträgen nützliche Tipps mit viel Nähe zum Praxis-Alltag zu geben. Prof. Dr. med. Andreas Sielenkämper, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia, sprach etwa zum Thema Patientensicherheit auf der Intensivstation durch den Einsatz eines PDMS. „Wichtig ist, dass die Software sinnvoll strukturiert ist. Mit PREDEC® VIEW sind wir sehr gut aufgestellt – das System und seine Entwickler erlauben uns eine individuelle Anpassung an unseren eigenen Workflow“, sagte er. Insgesamt bedeute der Einsatz eines PDMS eine Steigerung der Dokumentationsqualität und des Dokumentationsumfanges, die Reduzierung von Risiken sowie eine Komplikationsvermeidung. Voraussetzung wäre aber eine sinnvolle und adäquate Integration in das Betriebskonzept einer Intensivstation.
?Ebenfalls dem Thema Patientensicherheit, aber innerhalb der Anästhesie, widmete sich Dr. med. Peter Wolf, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. „Der Praxisalltag sah bislang so aus, dass bis 30 Prozent Informationsverlust bei Visitenübergaben auftreten können, dazu kamen Übermittlungsfehler, eine Zettelwirtschaft und weitere Hindernisse“, zählte er auf. Durch den Einsatz eines PDMS in der Anästhesie könne man den gesamten perioperativen Prozess abbilden, Eingaben per Tablet tätigen und habe am Ende durch die gut strukturierte Software sogar mehr Zeit für die Patienten oder zur Regeneration. „Aus diesem Grund haben wir auch bewusst auf Übersichtsmonitore in den Pausenräumen verzichtet“, so Wolf. ??
Eine große Aufgabe für Krankenhäuser in der Zukunft ist die Papierreduzierung bis hin zum papierlosen Krankenhaus. Ein gutes Stück Weg dahin ist die Ammerland-Klinik in Westerstede bereits gegangen. Seit März 2014 werden Patientendaten auf der Intensivstation ausschließlich elektronisch verwaltet. Dr. med. Andreas Soika, leitender Oberarzt der Anästhesie kann darum bereits eine klare Aussage zur Datensicherheit treffen. „Die elektronische Akte ist nur so sicher wie die Maßnahmen, die getroffen werden“, sagte er. Die Klinik habe eine ganze Reihe solcher Maßnahmen eingeführt, um die Absicherung nach innen und außen zu gewährleisten: vom Anmeldename über Zugriffsrechte bis zu Port-Authentifizierungen sowie einer kompletten Redundanz für Daten und Stromnetze.
Auch gab Dr. Soika Einblicke, wie ein PDMS in ein bestehendes KIS integriert werden könne und in welcher Tiefe dies sinnvoll ist. An seiner Klinik gelinge dies über einen Open-Source-Server, der als Mittelsmann zwischen beiden Systemen fungiere. Ziel der Integration sei es, beide Systeme nicht nebeneinander, sondern miteinander existieren zu lassen. „Dies ist unserer IT und Löser auch sehr gut gelungen“, berichtete Dr. Soika.
?Dierk Schmitt, Oberarzt Herzchirurgie und Leitender Arzt Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Herzzentrum Leipzig, informierte auf dem rund sechsstündigen Treffen über Infektionen mit multiresistenten Erregern im Krankenhaus und über die Notwendigkeit, schnell und adäquat zu therapieren. „Infektionen und die sofortige adäquate Behandlung derselben sind existenziell für das Überleben der Patienten“, sagte er. Jedes Jahr infizieren sich ca. 900.000 Menschen in deutschen Kliniken mit Krankenhauskeimen, so eine Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Der vermehrte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung trage dazu bei, dass immer mehr Menschen Resistenzen auf Antibiotika entwickeln würden. Dies würde Krankenhäuser vor hohe Anforderungen stellen. „Es müssen Standards in Krankenhaus-Hygiene und Strategien zum Einsatz von Antiinfektiva (Antibiotic Stewardship), Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten bestimmt sein. Dann sind 20 bis 30 Prozent der Infektionen vermeidbar – ein guter Anfang“, so Dierk Schmitt. „Dafür steht das neue Modul PREDEC® VIEW Mibi jetzt zur Verfügung. Es liefert mikrobiologische Befunde sofort auf den Rechner nebst den dazugehörigen Resistenzen. Und es bietet weitere wesentliche Vorteile zur Optimierung der Antibiotischen Therapie“, sagte Schmitt.?
In seinem abschließenden Fazit räumte Michael Quintel ein, dass durch den Einsatz von PDMS der aufgebaute Datenpool in einem Krankenhaus schnell zu groß und unübersichtlich werden könne. „Für dieses Problem gibt es noch keine Lösung“, meinte er. Zudem gab er zu bedenken, dass ein PDMS ein Stück der ärztlichen Kompetenz abnehmen könne. „Ob das gut oder schlecht ist, kann ich noch nicht beurteilen. Aber es ist auf jeden Fall eine spannende Entwicklung, an der wir alle teil haben werden“, sagte er.
??Bei den Teilnehmern stieß das Anwendertreffen auf positive Reaktionen, vor allem im Hinblick auf das fachliche Niveau. Dr. Lutz Pfeiffer, ärztlicher Direktor der Hufeland Klinikum GmbH in Mühlhausen und Bad Langensalza meinte: „Ich halte es für sehr wichtig, dass es solche Treffen gibt. Das ist ein sehr serviceorientierter Weg in Form einer Wechselbeziehung. Wir kommen zum einen mit den Entwicklern, aber auch mit anderen Anwendern ins Gespräch und können sehen, welche Anpassungen dort vorgenommen wurden. Zum anderen bietet so ein Treffen für die Entwickler eine gute Gelegenheit, in die Kliniken hineinzuschauen und so zu erfahren, welche Anforderungen sie stellen.“
Für Thomas Taatz, pflegerischer Leiter der ITS und IMC am Diakonissenkrankenhaus Leipzig, war es bereits das dritte Anwendertreffen und so etwas wie ein Heimspiel. „Wir haben das PDMS, so wie es sich jetzt darstellt, maßgeblich mitentwickelt und viele Ideen eingebracht. Solche Treffen schaffen Verständnis füreinander. Man kann schon sagen, es ist ein Novum, was Löser hier anbietet“, so Taatz.
Weiterführende Informationen über Löser Medizintechnik und die Produkte finden sich unter
www.loeser-med.com oder über








