(openPR) MECKENBEUREN-LIEBENAU – Zum 3. Mal hat die Stiftung Liebenau zur Spendenwanderung mit Ursula Cantieni eingeladen. Zahlreiche Wanderfreunde aus nah und fern begleiteten die Botschafterin für soziale Aufgaben der Stiftung Liebenau auf grünen Wegen durch das Bodensee-Hinterland. Der Erlös aus der Wanderung kommt dem therapeutischen Reiten für Menschen mit Behinderung zugute.
"Es ist schön, dabei zu sein."
Das Treffen auf dem vor dem Liebenauer Schloss ist für viele Wanderfreunde ein Wiedersehen. Sie schätzen die Begegnung, die Gespräche unterwegs, das vertraute Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Ursula Cantieni strahlt, staunt über das große Interesse. Die Wanderer kommen aus Meersburg, Konstanz, Aulendorf und weit über Ravensburg hinaus. Der jüngste Teilnehmer ist vier Jahre alt. Eine rüstige Seniorin verrät, dass sie 77 Jahre alt ist.
Mit Pferden wandern
Jürgen Ardelt, Leiter der Liebenauer Landwirtschaft, führt die Wanderfreunde aus Liebenau hinaus in die Obstgärten. Vorneweg wollen zwei Therapiepferde vom Pferdehof Gut Kaltenberg das Tempo bestimmen. Doch immer wieder holt Ardelt die Vorhut zurück, zeigt den Wanderfreunden die schöne Landschaft über dem Bodensee. Beim Aussichtspunkt Baldeshäusle bei Knellesberg ermutigt Ardelt, genauer hinzuschauen: "Sie können von hier bis nach Rom sehen." Ursula Cantieni steigt auf die Bank, legt das imaginäre Fernglas vor die Augen, schmunzelt: "Stimmt, wenn da nicht die großen Schiffe wären."
Engagiert für andere
Von dem Weitblick auf der Brünnensweiler Höhe ist nicht nur Ursula Cantieni beeindruckt. Mit gegenseitiger Unterstützung geht es dann bergab: Spontan reicht Bürgermeister Andreas Schmid einer gehbehinderten Frau die Hand. Gemeinsam mit Vorstand Dr. Berthold Broll hat er sich der Liebenauer Spendenwanderung angeschlossen. Schmid will damit zum Ausdruck bringen, welchen sozialen und politischen Stellenwert die Stiftung in der Gemeinde einnimmt.
Über verschlungene Wege, vorbei an einer Lourdes-Grotte unter dunklen Tannen, geleitet Ardelt die Wanderfreunde zum Gut Kaltenberg. Während der Rast auf dem Liebenauer Pferdehof informiert er über die positive Wirkung der Arbeit mit den Therapiepferden. Ursula Cantienis Begeisterung für das herbstliche Farbenspiel lässt alle Mühen vergessen. "Mit Herz und Charme nimmt sie jeden auf seine individuelle Art und Weise mit", sagt Broll. Der Vorstand sieht das Wandern als Chance: "Schon Sokrates ist mit seinen Schülern gelaufen."
Eine große Gemeinschaft
Nach 13 Kilometern, nach interessanten Begegnungen, vielen Gesprächen und gemeinsamen Überlegungen, ziehen die Wanderfreunde in die Landwirtschaft des Liebenauer Landlebens ein. Die Mitarbeiter verwöhnen mit einer herzhaften Vesper, die von Firmen aus der Region gespendet wurde: Käse Caduff, Brauerei Leibinger, Metzgerei Buchmann, Bäckerei Oberhofer, die Liebenau Service GmbH, Berufsbildungsbereich der Liebenauer Arbeitswelten und das Liebenauer Landleben. Der Abschied fällt schwer: "Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei."
Informationen Pferdehof Gut Kaltenberg:
Mehr über das therapeutische Reiten auf dem Pferdehof Gut Kaltenberg erfahren Sie bei Jürgen Ardelt, Telefon: 07542 10-1291, landwirtschaft(at)stiftung-liebenau.de und unter www.stiftung-liebenau.de/Projekte.













