(openPR) (Elmshorn/12.10.2014) - Ihre 24. Ostsee-Tournee führt die Elmshorner Dittchenbühne in diesem Jahr bis nach Murmansk am Eismeer. An einem Dutzend Spielorten in sechs Ländern werden die Mitglieder der Bühne Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ aufführen – meist vor Germanistikstudenten und Deutschschülern sowie vor Angehörigen deutscher Minderheiten. Zwei Wochen lang sind die Elmshorner Mitte Oktober unterwegs ...
Die Tournee startet in Polen mit einem Auftritt an der Universität Danzig. Am nächsten Vormittag wird an der Universität Elbing gespielt – und am Nachmittag an einer Schule mit erweitertem Deutschunterricht in Königsberg im russischen Gebiet. Im Baltikum spielt die Dittchenbühne am Dramatischen Theater Klaipeda (Litauen), mit dem es seit 1990 einen Freundschaftsvertrag gibt, im alten Jüdischen Theater in Riga (Lettland) vor Angehörigen der deutschen und jüdischen Minderheit sowie am Deutschen Gymnasium in Tallinn (Estland). Die Tournee führt die Elmshorner dann nach Russland: an das Jugendtheater St. Petersburg, an das Theater der nationalen Minderheiten in Petrosavodsk sowie an die Universitäten von Apatity und von Murmansk. Letztes Tourneeland ist Finnland: Dort wird der „Hauptmann von Köpenick“ in Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands, gespielt und an der Universität von Jyväskylä. Über Turku geht es dann mit der Fähre nach Stockholm und über Dänemark wieder nach Hause an die Krückau.
Unterstützt wird die Tournee durch den Bund und das Land Schleswig-Holstein.
Info: Ostsee-Tournee seit 1989
Im Sommer 1989 – als es noch den „Ostblock“ gab – fuhr die Dittchenbühne zum ersten Mal mit einem deutschen Stück rund um die Ostsee und spielte in allen östlichen Anrainerstaaten. „Damals sah es an den Grenzen ja noch ganz anders aus“, erinnert sich Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt. „Mit Extra-Visa für jedes einzelne Land und immer neuen, großen Zolldeklarationen.“ Neufeldt: „Die Grenzer konnten sich unter einer 'temporalen Einführung' von Gegenständen nichts vorstellen!“ So blieben die Requisiten auch schon einmal „an der Grenze hängen“ und kamen einen Tag zu spät im Theater an. Oder die Teilnehmer bekamen falsche Visa – für Russland etwa: Damit konnten sie zwar in das Königsberger Gebiet einreisen, aber nicht weiter nach St. Petersburg fahren.

