(openPR) Seit dreißig Jahren treten führende Vertreter der Wirtschaft und der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Nürnberg regelmäßig in Dialog zu sozialpolitischen und wirtschaftlichen Fragen.
Die deutsche Wirtschaft ist materieller Wohlstandsgarant, finanzielles Zugpferd und globa-ler Innovationsmotor. Sie prägt das Leben des Großteils der Bevölkerung entscheidend mit und stellt Weichen für die gesellschaftliche Zukunft. Kirchen tragen zur Werteorientierung und zur öffentlichen Meinungsbildung in der Gesellschaft bei. Gemäß ihrer Verantwortung für den Einzelnen und für die Gemeinschaft nehmen sie Stellung zu sozialpolitischen und wirtschaftlichen Fragen. Gemeinsam sind sie gestaltende Kräfte unserer Gesellschaft. Das macht sie gegenseitig zu wichtigen Gesprächspartnern. Der Vorsitzende von Wirtschaftsseite des Gesprächskreises Kirche-Wirtschaft Nürnberg, Herr Karl-Friedrich Müller-Lotter, betont: „Kirche und Wirtschaft sind keine Parallelgesellschaften, sondern unersetzliche Partner auf einem gemeinsamen Weg.“
Die von "Wirtschaft im Dialog" im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V. begleitete Netzwerkarbeit vertieft die öffentliche Diskussion zur heutigen Werteorientierung und zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Ethik in der Wirtschaft, der Wert von Arbeit oder auch die Verantwortung für ein soziales Europa zählen zu den komplexen Themen eines lebendigen und entwicklungsfördernden Austausches. Der Nürnberger Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche betont: „Ich halte es für eine große Chance, wenn sich Vertreter von Kirche und Wirtschaft zusammensetzen, um über die ethischen Herausforderungen unserer Zeit nachzudenken. Die jeweils andere Seite wahrzunehmen, die Probleme und Bedenken, aber auch all das, was schon gelingt, in den Blick zu bekommen, schenkt eine neue Sicht auf die Dinge. So ein Seitenwechsel ermöglicht, dass Kirche und Wirtschaft ihre gemeinsamen Aufgaben entdecken und Annäherungen bei Meinungsverschiedenheiten möglich werden.“
Vor 30 Jahren wurde dieser wichtige Dialog durch den damaligen Regionalbischof und Oberkirchenrat Johannes Viebig angestoßen: Der Gründungsgedanke des Gesprächskreises war Kirche und Wirtschaft in einen Dialog zu bringen, um gegenseitiges Verständnis zu stärken und gemeinsam gestaltende Kräfte frei zu setzen.
Stets am Puls der Zeit konnte anhand aktueller Themen und Fragestellungen im Gesprächskreis gezeigt werden, dass erfolgreiches Unternehmertum stets vor dem Gewissen verantwortbar bleiben muss und sich ein christliches Menschenbild und wirtschaftlicher Er-folg im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft sehr gut ergänzen. Mit Nürnberger Persönlichkeiten wie Herrn Werner Diehl und Karl-Friedrich Müller-Lotter war von Anfang an ein sehr guter Austausch gegeben.
Am 16. Oktober 2014 feiert der Gesprächskreis Kirche-Wirtschaft sein 30-jähriges Jubiläum im Haus eckstein in Nürnberg. Zusammen mit Prof. Dr. Matthias Fifka (Forschungsfeld Unternehmensethik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen) will sich der Gesprächskreis mit der Frage beschäftigen, wie Unternehmen nicht nur wirtschaftlich profitabel sein, sondern auch einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen können. Gäste sind herzlichst willkommen.













