(openPR) Wenn Kontrabass und Gitarre plötzlich zwischen Kabeln gespielt werden, ein Büfett an der Stelle von Maschinen steht und viele Menschen durch eine Produktionshalle ziehen, findet ein IHK-Treffen bei einem Mitgliedsunternehmen statt. Dieses Mal hatte die IHK zu Schwerin am 23. September zu ihrem traditionellen Herbsttreff nach Rehna zur awekProtech GmbH, Hersteller für Kabelkonfektion, Kabelbäumen sowie mechanischen Bauelementen eingeladen. Dem Ruf folgten rund 40 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Wie gut Nordwestmecklenburg im Vergleich zu anderen Landkreisen in Mecklenburg dasteht, unterstrichen sowohl IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach als auch die Landrätin Kerstin Weiss in ihren Grußworten. Als Grund nannten beide vor allem den Vorteil, zur Metropolregion Hamburg zu gehören, die Nähe zu den Hansestädten Lübeck und Rostock sowie die Autobahnen. Siegbert Eisenach betonte zudem, dass die Arbeitslosenquote im August laut Bundesagentur für Arbeit zwar mit 8,6 Prozent im Landkreis im Vergleich zu anderen in Mecklenburg-Vorpommern sehr gut sei, allerdings im Nachbarkreis Stormarn etwa liege sie bei 4,1 Prozent und das wäre doch ein Ziel, das auch für unseren Landkreis erstrebenswert sei.
Kerstin Weiss schloss sich an: „Wenn Arbeit da ist, geht’s allen gut. Und auch in der Verwaltung gibt es weniger zu tun, vor allem im sozialen Bereich.“ Darum ist ihr der wirtschaftliche Erfolg der hiesigen Unternehmen besonders wichtig. „Am besten funktioniert es doch, wenn Sie als Unternehmer nicht nur in der Region sondern mit der Region arbeiten“, animierte Kerstin Weiss zu noch mehr Zusammenarbeit untereinander. Zudem wies sie an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass sie immer ein offenes Ohr auch für Kritisches hat. Die kürzlich gestartete Aktion „Kurzer Weg“ steht ebenso wie allen Bürgern im Landkreis auch den Unternehmern offen. „Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube“, forderte die im Juli ins Amt getretene Landrätin auf. „Wenn Ihnen etwas auf der Seele brennt, nehmen Sie Kontakt zu mir auf und wir schauen, wie das Problem zu lösen ist“, fuhr Kerstin Weiss fort.
Die Politikerin und der Unternehmervertreter sind sich einig, dass sich in Nordwestmecklenburg bereits viele Vorzeigeunternehmen, wie Euroimmun in Dassow oder Egger in Wismar, angesiedelt und sehr erfolgreich entwickelt haben. Hier gilt es anzusetzen, und Fachkräfte im Land zu sichern. Das beginnt bereits in der Schule. Die Landrätin erwähnte an dieser Stelle das Engagement des awekProtech-Geschäftsführers, Dirk Dönges, der sich als Mitglied der Regionalleitung Nordwestmecklenburg im Unternehmerverband Mecklenburg-Schwerin im Projekt Jungunternehmerschule einsetzt.
Zufällig am selben Nachmittag berichtete Dirk Dönges wieder vor einer 10. Klasse am Gymnasium in Schönberg über die Selbstständigkeit. Auch Dirk Dönges sieht in der Nachwuchsgewinnung eine große Herausforderung. Außerdem bedankte er sich in seiner Begrüßung ausdrücklich bei allen, unter anderem auch bei der IHK zu Schwerin, für die Unterstützung als er im Jahr 2010 das Unternehmen, das er bis dahin als angestellter Geschäftsführer leitete, als alleiniger Gesellschafter übernommen hat.
Einen ganz besonderen Reiz an diesem Abend übte das Thema Elektro-Mobilität aus. Denn nicht nur, dass die Landrätin mit dem Elektro-Auto zum Herbsttreff gekommen ist, auch Dirk Dönges hatte es den Gästen ermöglicht, mit einem Elektro-Auto zu fahren. „Das Thema fasziniert mich bereits seit meinem Ingenieurstudium“ erzählte Dönges und zeigte sich erfreut, über das Interesse der Anwesenden.
„Alle sind letztlich sehr zufrieden nach Hause gefahren“, zieht der awekProtech-Chef sein Resümee, „das Essen des Paulsen Party-Services war lecker, die Musik der Minor Swing-Band toll und das Wichtigste, die Gäste haben untereinander viele Kontakte geknüpft oder gefestigt.“











