(openPR) Teisnach, 26. September 2014 - Ob Lackieren oder Pulverbeschichten, Sieb- oder Digitaldruck: Erst eine homogene Oberfläche gibt einem Produkt den letzten Schliff. Rund eine Million Euro investierte deshalb Rohde & Schwarz in eine neue Lackiererei mit Reinraum-ähnlichen Bedingungen im Fertigungswerk Teisnach.
Seitdem befindet sich die komplette Oberflächentechnik (Lackiererei, Pulverbeschichtung, Sieb- und Digitaldruck) auf einer Hallenebene. Hinzu kommen drei Galvaniken (Leiterplattengalvanik, Alu-Galvanik, Metallgalvanik). Gerhard Stiedl, Leiter Oberflächentechnik, Lackieren und Pulverbeschichten, fasst zusammen: „Wir bilden nun eine fertigungstechnische Einheit, das spart Platz und Zeit. So haben wir mehr Fluss in der Produktion, von dem unsere Kunden profitieren.“
Die Lackierräume sind komplett eingehaust und mit einer zentralen Lüftungsanlage ausgestattet. Ein leichter Luftüberdruck in den Lackierkabinen sorgt für Staubfreiheit. Die Bauteile bis zu einer Größe von 7 x 2,5 Meter werden in der Großteilelackiererei vor einer Absaugwand im Druckluftspritzverfahren beschichtet. Außerdem stehen für besonders anspruchsvolle Teile zwei spezielle Lackierkabinen zur Verfügung, in denen Reinraum-ähnliche Bedingungen herrschen.
„Die Lackiererei ist auf dem neuesten technischen Stand“, freut sich Stiedl. Rohde & Schwarz hat deshalb auch von Nass- auf Trockenabscheidung umgestellt. Der Überschuss an Lack, der als Sprühnebel entsteht, wird nun durch ein Edrizzi-Filtersystem mit zusätzlichem Filtervlies aufgefangen. Damit müssen keine Lackschlämme, die Sondermüll darstellen, mehr entsorgt werden. „Durch den zweiten Einbrennofen gewinnen wir zusätzlich Zeit, da wir während der Trocknungsphase mit dem anderen Ofen arbeiten können“, so Stiedl.
Ein Highlight in der Lackiererei ist im Übrigen das neue Gondelsystem. Die Bauteile gelangen dabei über die zuvor mit Druckluft gereinigten Gondeln an Hängebahnen vom Schleifraum zur Lackiererei.
Zudem ist die neue Nasslackiererei mit einer kompletten Wärmerückgewinnung ausgestattet worden. Dadurch wird die Wärmeenergie in der Abluft nicht mehr in die Umgebung abgeleitet, sondern zu 70 Prozent wieder genutzt. Die jährliche CO²-Einsparung beträgt rund 115 000 Kilogramm.
Diese Oberflächentechniken werden im Werk Teisnach eingesetzt:
Nasslackieren
Pulverbeschichten
Digitaldruck
Siebdruck
Leiterplattengalvanik
Alugalvanik
Metallgalvanik













