(openPR) Initiatorin Erika Graswald-Böhme stellte Idee am Donnerstag im Pfarrkirchner Rathaus Bürgermeister Wolfgang Beißmann vor / „Papa emeritus“ gab seinen Segen/ Nächster Schritt: Vereinsgründung und Standortsuche /Erstes Treffen am 15.10.14
PFARRKIRCHEN - Erika Graswald-Böhme hat ihr Konzept der weltweit ersten Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle vorgestellt. Sie will dem ehemaligen bayerischen Kirchenoberhaupt im niederbayerischen Pfarrkirchen (Lkr. Rottal) ein Denkmal setzen. Im nächsten Schritt soll sich ein neu zu gründender Verein um das Projekt kümmern, kündigte die Kapellen-Initiatorin an.
Nach seinem Leben und Wirken im Vatikan mit der Papstwahl 2005 und seiner Emeritierung im Jahr 2013 sei es Zeit, dem bayerischen Papst mit der Kapelle ein Denkmal zu setzen, so Graswald-Böhme. Sie hat nach über 20 Jahren als Hotelpächterin („Hotel zur Laube“ in Passau) die nötige Zeit für das ungewöhnliche Engagement. Erika Graswald-Böhme hat bereits konkrete Vorstellungen, wie die Kapelle zur Erinnerung an den bayerischen Papst aussehen soll. Die Grundfläche soll etwa 13 Quadratmeter betragen. Eine Kuppel mit Kreuz und Säulen aus Granit die Eingangstür sollen die Kapelle schmücken. Besonders markant soll ein großes Glasfenster mit der Darstellung von Benedikt XVI. wirken, das die gelernte Glasmalerin entwerfen will. Mögliche Standorte seien ins Auge gefasst, aber müssen noch überprüft werden.
Zur Vorgeschichte
Die Verehrung für den bayerischen Papst liegt in der Familie: Die Mutter von Erika Graswald-Böhme, die aus Tittling (Lkr. Passau) stammende Oberlehrerin Hermine Schwankl (geb. Kulzer), hatte Joseph Ratzinger – damals noch Universitätsprofessor – persönlich mehrmals in Altötting getroffen. Gastgeber war der Bischöflich Geistliche Rat Robert Kulzer, ein Bruder der Mutter und damit Onkel von Erika Graswald-Böhme. Und die Geschwister waren sich Mitte der 80er Jahre schon sicher: „Er wird später mal Papst.“
„Meine Mutter hat seine Intelligenz und Weisheit sehr geschätzt“, so die Tochter, die heute in Pfarrkirchen und Garmisch-Partenkirchen lebt. Nach seinem Leben und Wirken im Vatikan mit der Papstwahl 2005 und seiner Emeritierung im Jahr 2013 sei es Zeit, dem bayerischen Papst mit der Kapelle ein Denkmal zu setzen, so Graswald-Böhme. Sie hat nach über 20 Jahren als Hotelpächterin („Hotel zur Laube“ in Passau) die nötige Zeit für das ungewöhnliche Engagement.
„Einen wunderschönen Flecken auf einem Hügel in Niederbayern“, wünscht sich Erika Graswald-Böhme als Standort für die Kapelle – wenn möglich in der Nähe ihres zweiten Wohnortes Pfarrkirchen. „In dieser, an religiösen Gedenkstätten reichen Gegend soll die Erinnerung an den bayerischen Papst Benedikt XVI. wach gehalten werden“, schreibt sie. Hier gebe es auch Wurzeln zu Benedikt, dem Patron Europas, nach dem sich Joseph Ratzinger als Papst benannt hat. In Postmünster, einer Pfarrei des Dekanats Pfarrkirchen, habe bereits im 8. Jahrhundert ein Benediktinerkloster mit dem Namen „Rott“ bestanden, das mit der Gründung der Pfarrei Pfarrkirchen im Jahre 874 aufgelöst wurde, so fand Erika Graswald-Böhm in den Archiven heraus.
Papa emeritus“ gab seinen Segen
Den Segen aus dem Vatikan hat das Projekt: „Ich freue mich, dass Sie in der schönen Landschaft Niederbayerns eine Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle errichten wollen … Für alle Mühen gilt Ihnen mein besonderer Segen“, unterschrieb der emeritierte Papst höchstpersönlich einen Brief an die Kapellen-Initiatorin. In einem Schreiben hat sie den emeritierten Papst gebeten, das Gotteshaus nach seinem Namen benennen zu dürfen. Gut 14 Tage später antwortete der „Papa emeritus“ auf schwerem Büttenpapier: Er freue sich, dass eine Kapelle errichtet werden solle, „die natürlich nicht auf mich, sondern auf den Herrn verweisen wird. Selbstverständlich setze ich das Einverständnis des Ortsbischofs voraus.“ Ganz schlicht schließt der emeritierte Papst mit der Schlussformel „im Herrn Ihr“ und seiner eigenhändigen Unterschrift „Benedikt XVI.“
Der emeritierte Papst Joseph Ratzinger wurde am 16. April 1927, etwa 25 Kilometer von Pfarrkirchen entfernt, in Marktl am Inn geboren. Er war vom 19. April 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Er war der erste deutsche Papst seit Hadrian VI. im 16. Jahrhundert.
Vorgaben der Diözese
Mit der Diözese Passau hat Erika Graswald-Böhme bereits Kontakt aufgenommen. Es gebe bestimmte Vorgaben bezüglich Baulast und dem „würdigen Erhalt des Gotteshauses hinsichtlich Pflege und Bausubstanz", die dauerhaft zu gewährleisten und zu finanzieren seien, so ein Vertreter des Domkapitels.
Erstes Treffen zur Vereinsgründung
Wer sich beim zukünftigen Verein einbringen will, kann sich unter Tel. 0170/23 90 333 oder E-Mail:










