(openPR) Der Sommer ist vorbei und die ersten Herbstwochen haben begonnen. Für alle die dieses Jahr noch ihre Bauprojekte umsetzen wollen wird es langsam eng. Hier informieren wir über die Unterschiede von Doppelstegplatten und Wellplatten und sagen Ihnen auf was man achten sollten. Gerade im Kunststoffbereich gibt es Unterschiede die man mit bloßem Auge und ohne Fachwissen schnell übersehen kann.
Rohmaterial:
Ob Wellplatte oder Stegplatte, bei beiden Varianten hat man in der Regel die Wahl zwischen Acrylglas oder Polycarbonat. Doch zu welchem soll man greifen?
Grundsätzlich kann man beide Materialien nicht direkt miteinander vergleichen, jedes hat seine Vorteile. Deshalb kann man nicht sagen "das Material ist das Bessere".
Der weitreichendste Unterschied zwischen den beiden Rohstoffen ist die Schlagfestigkeit. Polycarbonat ist ein sehr schlagfestes Material, weshalb es leicht zu verarbeiten ist, ein Springen beim Bohren oder Schneiden ist fast nahe zu ausgeschlossen (ein Musterbeispiel für die Schlagfestigkeit von Polycarbonat finden Sie hier in diesem Beitrag in einem Video. Optisch hat Polycarbonat,noch aus den Anfangszeiten, als es noch nicht die heutige Marktreife hatte, den Ruf, sehr nach Kunststoff auszusehen ("Plastik-effekt"). Deswegen wurde häufig weiterhin auf Wellplatten und Stegplatten aus Acrylglas zurückgegriffen. Die Fertigungstechnik von Polycarbonat Doppelstegplatten und Wellplatten hat sich stark weiterentwickelnt und der Marktanteil steigt kontinuierlich. Im verlegten Zusand ist es gegenwärtig für den Laien fast unmöglich zu sehen, ob es sich um Polycarbonat oder Acrylglas handelt. Das gilt für beide Kategorien, Doppelstegplatten und Wellplatten.
Acrylglas ist das härtere Material und deshalb auch bruchempfindlicher als Polycarbonat. Es ist bei weitem nicht so schlagfest, weswegen man bei der Bearbeitung und Verlegung von Acrylglasplatten sachte vorgehen sollte. Der bisher größte Vorteil von Acrylglas ist die sehr edel aussehende "Echt-Glas" Optik, weshalb sich Acrylglas bis heute auf dem Markt behauptet.
Letztlich sollte man die Wahl des Rohstoffesmaterials auch von dem Ort, wo das Produkt eingesetzt wird, abhängig machen. Wird es z.B. im Dachbereich eingesetzt und man befindet sich beispielsweise an einem Ort, wo erhöhte Wahrscheinlichkeit auf ungewöhnlich starken Hagel oder ähnliches besteht, wäre Polycarbonat die bevorzugte Variante. Wenn eine besonders edle Optik im Vordergrund steht, ist Acrylglas in Erwägung zu ziehen.
Farben und Strukturen:
Strukturen von Doppelstegplatten und Wellplatten sind nicht nur für ein schönes Erscheinungsbild da, sondern haben die Aufgabe, die einfallenden Sonnenstrahlen zu brechen. Glasklare Wellplatten ohne Struktur oder Stegplatten mit einfachen Kammern (Doppelsteg ohne Mittel- oder X-Stege), lassen das Licht fast unverändert durch, wodurch die Blendwirkung der Sonne fast nicht verringert wird.
Man sollte sich Gedanken machen, wie lange die Aufenthaltsdauer under der Überdachung ist. Ist es eine Terrassenüberdachung unter der ich länger verweilen möchte oder ist es ein Carport unter dem ich nur mein Auto abstelle.
Bei längerem Aufenthalt unter der Überdachung ist eine Platte mit einer Struktur auf jeden Fall zu empfehlen. Bei der Farbe der Platten ist auf die Lichtdurchlässigkeit zu achten. Je weniger Lichtdurchlässigkeit eine Platte besitzt umso dunkler/schattiger ist es unter dem Dach. Die Lichtdurchlässigkeit wird meist in % angegeben.
Auf was sollte man beim Kauf achten?
Das Schwierige am Vergleich von Stegplatten und Wellplatten ist, dass man die Unterschiede nicht mit bloßem Auge feststellen kann. Lassen Sie sich daher beim Vergleich Zeit.
Schauen Sie auf das Flächengewicht (kg je m²). Umso größer das Flächengewicht desto stabiler ist die Platte. Ausschlaggebend ist auch, dass die Platten aus hundertprozent neuem Granulat produziert worden sind. Platten, die aus wiederverwerteten alten Rohstoff hergestellt wurden, sind auf Dauer nicht farbbeständig, werden schnell brüchig und können reißen. Bei Doppelstegplatten / Stegplatten aus Polycarbonat ist die UV Beschichtung im nachhinein auf der Platte aufgebracht. Diese Beschichtung kann beidseitig oder einseitig sein. Achten Sie darauf, dass die UV Beschichtung in Richtung Sonne angebracht ist. Sollte die Platte im Wandbereich eingesetzt werden (z.B. als Trennwand), wo beide Seiten den UV Strahlen ausgesetzt sind, brauchen sie eine beidseitige UV Beschichtung. Ohne UV-Schutz verfärben sich die Platten nach einiger Zeit.
Bei Acrylglas Wellplatten und Stegplatten ist der UV Schutz bereits im Granulat enthalten, deswegen besteht dort die Gefahr nicht.
Schauen Sie auch auf die Garantieangaben der Hersteller, diese können voneinander abweichen.
Bei Aluminiumprofilen für Stegplatten müssen Sie das Gewicht je lfm. vergleichen. Je höher das Gewicht, umso stabiler und sicherer ist das Profil bei extremen Unwettern. Ebenso wichtig ist bei Profilen im Dachbereich, dass Sie die Dichtungen vergleichen. Ein Dreifachdichtgummi z.B. gewährt eine absolute Dichtigkeit gegenüber einem einfachen Dichtgummi.
Bei dem Montagemateriall wie z.B. Schrauben sollten Sie sich über die bauaufsichtliche Zulassung erkundigen. Falls diese nicht vorhanden ist, erlischt in der Regel die Herstellergarantie bei einem Schadensfall.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Beitrag etwas Klarheit verschaffen. Weitere Informationen zu Kunststoffüberdachungen mit Doppelstegplatten und Co., finden Sie auf unserer Homepage www.ws-onlineshop.de
Ihr W&S Team










