(openPR) Supply Chain Management - eine Aufgabe für den Interim Manager.
In vielen Unternehmen werden Supply Chain Manager gesucht, die entweder in Verbindung mit dem Einkauf, der Produktion oder dem Vertrieb neue Wege und neue Ziele formulieren und erreichen sollen. Dabei wird häufig übersehen, dass es das Berufsbild des Supply Chain Managers oder eine Abteilung SCM mit entsprechenden Kompetenzen gar nicht gibt. Und sehr wahrscheinlich in der Zukunft auch nicht geben wird.
So richtig der Gedanke des Supply Chain Managements auch ist werden doch viele unrealistische Vorstellungen damit verbunden, die nicht erfüllbar sind. Darum wollen wir einen kurzen kritischen Blick auf die SCM Philosophie werfen und neue Sichtweisen vorstellen.
Die Supply Chain Idee
Eine Supply Chain umfasst nach derzeitigem Verständnis alle Instanzen von der Beschaffung über die Produktion bis hin zum Absatz an den Verbraucher, welche informations- als auch warenflusstechnisch miteinander verbunden sind. Dabei kommt dem Supply Chain Design und dem Supply Chain Management eine besondere Aufgabe zu. Die Kommunikation sowie die Nutzung aller benötigten und verfügbaren Ressourcen soll dabei so effizient und transparent wie möglich gestaltet und gesteuert werden.
In der Praxis bedeutet dies eine echte Herausforderung, da in den meisten Supply Chains die beteiligten Instanzen in einem Geschäftsverhältnis zwischen Anbieter und Abnehmer zueinander stehen, sodass tatsächlich die Offenlegung von Informationen so gering wie nötig gehalten wird. Gleichzeitig soll jedoch ein Maximum an Effizienz und Kostenreduzierung bei der Gestaltung aller logistischen Abläufe erzielt werden. Diese gegensätzlichen Positionen reduzieren den theoretischen Ansatz des SCM auf das tatsächlich Machbare und erzwingen eine realistische Betrachtungsweise und ein auf das eigene Unternehmen ausgerichtetes Design.
Das Supply Chain Design
Das Design der Supply Chain orientiert sich in erster Linie an den Unternehmenszielen und den gegebenen Möglichkeiten und Durchsetzungsfähigkeiten sowie der Struktur der Güter und Waren.
Die Unternehmensziele definieren, welche Produkte auf welchen Märkten in welcher Qualität angeboten werden sollen sowie nach welchem Distributions- und Vertriebskonzept dies erfolgen soll. Anhand dieser Vorgaben lässt sich eine Supply Chain mit all ihren Beteiligten an den jeweiligen Standorten, mit den entsprechenden Logistiksystemen designen und dessen Informationsaustausch auf einer einheitlichen Basis realisieren. Somit übernimmt das Supply Chain Management keine Verantwortung für die Erreichung der Unternehmensziele.
Das Supply Chain Management
Die Funktionen des Supply Chain Management umfassen die Gestaltung, Planung und Steuerung der Waren- und Informationsflüsse entlang der gesamten Supply Chain. Je mehr Akteure eine Supply Chain umfasst, desto komplexer werden die Tätigkeiten im Supply Chain Management. Das Supply Chain Management ist jedoch in den meisten Fällen keine permanente Aufgabe. Denn - wenn die Struktur und die Prozesse einmal richtig aufgesetzt sind, können die Einzelfunktionen von den zuständigen Abteilungen und Verantwortlichen selbst gesteuert werden, z.B. Einkauf, Logistik, Produktion, Warehousing, Distribution, Vertrieb, Finance.
Eine ständige Veränderung der einmal festgelegten Prozesse und Mitspieler (Dienstleister / Lieferanten) ist jedoch nicht nur kontraproduktiv sondern auch technisch durch die umfangreichen Veränderungen von Stammdaten nicht darstellbar. Es fehlt schlicht am Personal. Daher werden SCM Prozesse langfristig angelegt, dokumentiert und in den jeweiligen ERP-Systemen fest etabliert.
Funktionen neben dem Supply Chain Manager
Die Einkaufsfunktion (strategisch/operativ) wird im Einkauf angesiedelt bleiben, inklusive Budgetverantwortung und Personal. Die Produktion wird durch den Produktionsverantwortlichen geführt und das Warehouse und die Distribution wird durch die Logistik gewährleistet. Der SC Manager wird dort kaum Mitsprache haben und auch keine eigene herausragende Funktion.
Was bleibt dann für den Supply Chain Manager?
Nach einer einmal vorgenommenen Grundeinstellung der SCM Prozesse verbleibt zumeist nur noch die Planungsaufgabe (quartal, jährlich, strategisch 3 Jahre) als Kernfunktion erhalten und gelegentliche Korrekturen. Erst wenn völlig neue Konstellationen durch Erweiterung des Geschäftsbereiches, neue Werke oder Großaufträge vorhanden sind, kommt der Supply Chain Manager wieder zum Zug.
Fazit:
SUPPLY CHAIN MANAGEMENT ist eine Aufgabestellung nach Bedarf und daher besonders geeignet für Interim Manager.
SCM ist keine permanente unternehmerische Herausforderung und sollte in einem leicht zu korrigierendem System aktualisiert werden können. Nach einmal erfolgter Neuausrichtung der Supply Chain wird daher auch der verantwortliche Supply Chain Manager kaum noch benötigt.
Der PLAN50 Interim Manager Supply Chain
Der Interim Supply Chain Manager im Gegensatz dazu nimmt die vorhandenen Prozesse auf, sucht mit den später Verantwortlichen nach vernünftigen Konzepten und Lösungen, implementiert diese und übergibt anschließend an die Fachabteilungen. Damit ist seine Aufgabe beendet.
Seine wichtiste Aufgabe ist:
Die Konzeptionierung eines Managementmodells oder die Optimierung des bestehenden Supply Chain Managements. Überprüfen der in diesem Kontext die angewandten Logistiksysteme und Erstellung angepasster Lösungsvorschläge. Implementierung und Feinjustierung als Teil der Aufgabe.
Unternehmen mit Supply Chain Optimierungsbedarf sollten sich daher überlegen ob es nicht effizienter ist einen temporären Supply Chain Experten zu engagieren, statt sich mit organisatorischen Abgrenzungsproblemen zu beschäftigen. Mit PLAN50 Interim Managern schnell zum Ziel kommen.











