(openPR) Eine kürzlich gestartete Umfrage der "Jungen Dermatologen" (JuDerm) brachte kritische Punkte vor allem aus Sicht der Weiterbildungsassistenen im Hinblick auf ihre Ausbildung und Karriereplanung auf den Tisch.
Zwar wird grundsätzlich kein Nachwuchsproblem gesehen (84,6%) und auch das Famulaturangebot in Kliniken und Praxen sei mit 75% bzw. 50% zufriedenen Befragten befriedigend. Doch 95% der Umfrageteilnehmer sind sich einig, dass es zu wenig Weiterbildungsstellen in den Kliniken gebe. Das ambulante Angebot mit ausreichend Weiterbildungsbefugten wird etwas besser eingeschätzt, doch auch hier sehen immer noch 40% der Befragten Ausbaupotenzial. Ebenfalls ist interessant, dass viele Weiterbildungsassistenten (75%) sehr gerne mehr ambulante Anteile in ihrer Assistenzzeit hätten, was den dortigen Ausbau des Angebotes zusätzlich fordert.
Nach der Weiterbildungszeit wird eine Entscheidung getroffen: Klinik oder Niederlassung. Für die Interessierten an einer Niederlassung besteht hier großes Interesse (70%) an entsprechender Betreuung durch einen Mentor o.ä. erfahrene Ansprechpartner. Vor allem Punkte wie
-finanzielle Berechnungen, Finanzierung der Ausstattung, Kredite etc.
-Fortbildungsmöglichkeiten (hierfür häufig Zeitmangel in der Klinik)
-Informationen zur Gesamtarbeitszeit, verschiedene Modelle
-Arbeitskonditionen
werden hier benannt – offenkundig sind dies keine Ausbildungsbestandteile in der Weiterbildungszeit.
Insgesamt wird auch direkt an das Team von JuDerm konkreter Informations- und Handlungsbedarf von jungen Dermatologen gemeldet. So wünscht man sich speziell
-Unterstützung zum besseren Berufseinstieg und für mehr Weiterbildung
-Erfahrungsberichte von anderen Weiterbildungsassistenten
-Informationen über stationäre Weiterbildungsangebote
-Gegenseitigen Austausch, Hilfestellung, Fachliteratur Tipps, Fortbildungsmöglichkeiten etc.
-klinische Stellenangebote für Ärzte, die Dermatologie gerne machen möchten (Denn: es gibt viele, die wegen mangelnden klinischen Stellen auf Innere Medizin, Rheumatologie oder Chirurgie ausweichen)
-Darstellung der Meilensteine der Weiterbildung
-Junge Dermatologen gut über Veranstaltungen zu informieren, Hilfestellungen bei der Karriereplanung zu geben.
Dem ausdrücklichen und mehrfach geäußerten Wunsch nach einem Mentorenprogramm konnte das JuDerm-Team bereits nachkommen: Seit Juli steht ein Tool zur Mentorensuche zur Verfügung, auf dem Weiterbildungsassistenten auf dem Weg in die Niederlassung nach Mentoren in ihrer Region oder gemäß ihren Schwerpunkten suchen können. Über 140 Mentoren haben sich hier bereits eingetragen und können von jungen Kollegen kontaktiert werden.
Auch die anderen genannten Wünsche werden von JuDerm ernst genommen und befinden sich bereits in ersten Umsetzungsphasen.
Die Umfrage, die vor allem über soziale Medien und Foren auf Universitätswebseiten beworben wurde, sorgte übrigens für jede Menge „Betrieb“ auf der Webseite www.juderm.de. Nicht zuletzt durch die Koppelung an eine Buchverlosung wurden viele neue User auf die Seite aufmerksam, auch Unterstützungsangebote und viele konstruktive Vorschläge zur Ausgestaltung der Seite trafen in der Redaktion ein.












