(openPR) Keine Frage, die Hände schmutzig macht man sich bei der Arbeit als Industriekeramiker in einer Ziegelei so gut wie immer. Dafür hat man täglich das gute Gefühl, aus natürlichen, regionalen Rohstoffen ganz unmittelbar Produkte mit einem klaren Nutzen herzustellen. Doch der Branche geht der Nachwuchs aus.
Industriekeramiker für Anlagentechnik (Ausbildungsdauer 3 Jahre) stellen keramische Erzeugnisse her. Hierfür richten sie Produktionsanlagen ein, bedienen, überwachen und warten diese Anlagen. Sie arbeiten dabei hauptsächlich in der Keramikindustrie, z. B. in Porzellanfabriken, Ziegeleien und bei Herstellern von Sanitärkeramik.
Denis Lonsky hat im Jahr 2009 seine Ausbildung zum Industriekeramiker bei der Ziegelei Deppe in Uelsen angefangen und wurde 2012 übernommen. "Die Arbeit ist sehr vielseitig, manchmal hart, aber im Team kriegen wir das gut hin. Ich bin froh, dass ich diesen Berufsweg gewählt habe, hier darf ich zeigen, was ich kann."
Vielseitig und verantwortungsvoll?
Dirk Deppe, Geschäftsführer der Deppe Backstein-Keramik GmbH fügt hinzu: „Zum Job gehört auch die computergesteuerte Bedienung unserer Anlagen. Unsere Industriekeramiker steuern die riesigen Öfen- und Trocknungsanlagen, die aus den Rohlingen Klinker werden lassen und überwachen den gesamten Prozess. Da brauchen wir Leute, die den Überblick behalten. Labortätigkeiten und Qualitätskontrollen gehören ebenso zum Berufsbild wie Kreativität, wenn es darum geht Rezepturen für neue Klinker-Kreationen zu entwickeln.“
Doch so vielseitig der Beruf klingt, die Branche hat , obwohl als Zugangsvoraussetzung ein Hauptschulabschluss ausreicht, große Nachwuchssorgen. „Es ist einfach schade,“, so Marketingleiter Kolja Hack, „dass wir so wenig Bewerbungen erhalten. Dabei bietet der Job gute Aufstiegschancen. Dazu sind wir auch noch ein tolles, multikulturell aufgestelltes Team.“
Über den Tellerrand?
Vielleicht liegt es ja am Berufsschulunterricht, der eben nicht in Nordhorn, sondern als Blockunterricht an einer Fachschule in der Nähe von Koblenz stattfindet. „Wir haben schon das Gefühl, dass das tatsächlich einige junge Grafschafter und Grafschafterinnen abschreckt“ meint der Marketingleiter. „aber ich kann nur betonen, dass unsere bisherigen Azubis die Gelegenheit, mal über den Grafschafter Tellerrand zu gucken sehr genossen haben. Koblenz und Umgebung hat in puncto Freizeit- und Kultur viel zu bieten. Und für die Unterbringung während des Blockunterrichts kommen wir als Unternehmen natürlich auf.?“
Einen neuen Azubi für das kommende Ausbildungsjahr hat das Unternehmen derzeit noch nicht.
„Es ist nie zu spät“ erklärt Geschäftsführer Dirk Deppe. „Wir sind flexibel genug für Last-Minute-Bewerbungen.“













