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»delectare et prodesse« – erfreuen und nützen

18.07.201418:56 UhrKunst & Kultur
Bild: »delectare et prodesse« – erfreuen und nützen
Cover Stainers letzte Geige
Cover Stainers letzte Geige

(openPR) Mit diesem, ein wenig abgewandelten, Wahlspruch einer Literaturströmung des 18. Jahrhunderts überschreibt eine Leserin ihre positive Bewertung und beschreibt damit die Leitlinie von »Stainers letzte Geige«, ein historischer Roman über den Tiroler Geigenbauer Jakob Stainer (1619-1683) mit kriminalistischer Komponente in der Gegenwart.

Oberstaufen, 16.07.2014 – Auch wenn in früheren Zeiten das »prodesse«, der Nutzen an erster Stelle und das » delectare« an zweiter genannt wurde, erfüllt dieses Buch nach Meinung vieler Leser diesen Anspruch. Auf Neudeutsch verwendet man freilich nicht die lateinische Redewendung, sondern würde eher von Infotainment sprechen: Wissen per Unterhaltung.

Dabei lässt sich das Werk auf übliche Standards des Genres von vornherein nicht ein. Ein historischer Roman ohne Hexen, Folter, Scharfrichter und Hinrichtungen, ohne psychopathische Mörder, ohne Schilderung variantenreicher Sexpraktiken? Geht das überhaupt? Offenbar schon, wie eine Reihe begeisterter Kundenbewertungen und Rückmeldungen zeitgenössischer Geigenbauer zeigen.

Nicht zuletzt Letzteren ist der Roman auch gewidmet. Durch das Buch laufen zwei parallele Erzählstränge – in der Gegenwart und in der Epoche des 17. Jahrhundert – die sich am Ende treffen, um das Geheimnis einer Geige zu lüften. Protagonist in der Historie ist der Tiroler Geigenbauer Jakob Stainer, dessen überlieferte Lebensdaten ihn als Romanfigur prädestinieren. Ein Mensch, der eine für seine Zeit überdurchschnittliche Bildung besaß, wohl längere Zeit in Venedig lebte, als gelegentlicher Raufbold aktenkundig wurde, zwischendurch als Ketzer eingesperrt war, im Wahnsinn endete – und sich bis zu seinem Tod weigerte, seine Kunst an andere weiterzugeben. Der nicht zuletzt Violinen von einer Qualität baute, die heute noch sehr geschätzt werden und bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Teil die zehnfachen Preise einer Stradivari erzielten.

In der Gegenwartsebene soll der Journalist Rudi Meier eigentlich über den Millionenmarkt der alten italienischen Geigen recherchieren. Doch nach einem Tipp eines dubiosen Händlers verfängt er sich sehr schnell in der Jagd nach einer verschwundenen Stainer-Geige. Unterstützt – oder vielleicht auch benutzt – von der Musikwissenschaftlerin und Geigerin Leonie taucht er immer tiefer in das Leben Stainers ein, lernt dabei eine Menge über den Geigenbau und noch mehr über den Geigenhandel und hat einige turbulente Tage zu überstehen, in denen sich einiges in seinem Leben ändert.
»Die Geschichte des Geigenbaues als Abenteuer« titelt eine andere Leserin ihre Bewertung. Und die oben genannte Lateinexpertin führt aus: »Wenigen Autoren gelingt es, Information und Spannung so gekonnt zusammenzuführen. Habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen! Für alle an Streichinstrumenten Interessierten unbedingt zu empfehlen!«

Ein Buch also, für Liebhaber der klassischen Musik und Leser, die sich für Erzählungen mit historischem Hintergrund begeistern.

Erschienen März 2014. Erhältlich als Taschenbuch (556 Seiten, 17,40 Euro bei Amazon) und als E-Book für Kindle und Epub-Reader (8,49 Euro).

Alle Bezugsquellen: www.jakob-stainer.de/Kaufen.

Mehr zum Buch mit kostenlosen Leseproben sowie Hintergrund und Lebensdaten zu Jakob Stainer unter www.jakob-stainer.de/Roman.
Facebook: www.facebook.com/StainersLetzteGeige

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