(openPR) Der 2. Geburtstag für die gesetzliche Verankerung der Mediation als Verfahren zur Beilegung eines Konfliktes. Auch ins Unterhaltungsprogramm der ARD hat die Mediation Einzug erhalten.
Neubiberg, 16.07. 2014, zum zweiten Mal feiert die Deutsche Stiftung Mediation am 26. Juli den Jahrestag der Mediation. Hierzu finden Aktionen in ganz Deutschland statt, um den Menschen vor Ort Mediation als einen guten Weg zur Einigung näher zu bringen. Aus geschichtlicher Motivation findet die Hauptveranstaltung in diesem Jahr in der Friedensstadt Osnabrück statt. Als Ort der Unterzeichnung des Westfälischen Friedens 1648. Die Stadt feiert den Tag mit einer Mediationsmesse im Rathaus. Hier haben Besucher die Möglichkeit, sich auf der interaktiven Ausstellung, dem Festvortrag, der Podiumsdiskussion im Ratssitzungssaal, oder im direkten Gespräch über Mediation zu informieren.
Anlass hierzu ist das erste Gesetz zur Mediation, das am 26. Juli 2012 in Kraft getreten ist. Der Tag der Mediation würdigt das Gesetz als einen Meilenstein der deutschen Rechtsgeschichte. Auch in anderen Bundesländern – wie etwa Baden-Württemberg, Berlin, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Nordrhein-Westfalen – finden am Tag der Mediation interaktive Veranstaltungen statt.
Mit der ARD Serie „Paul Kemp – alles kein Problem“ hat Mediation auch in das Unterhaltungsprogramm Einzug gefunden
Bei der Dienstagabend Serie geht es um Misstrauen zwischen Nachbarn, Neid bei Geschäftspartnern, um Mobbing oder Erbschaftsstreitigkeiten bis hin zu Entmündigungsverfahren. Sie vermittelt einen ersten Einblick über die Einsatzmöglichkeiten der Mediation im realen Leben. Robert Glunz, Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Mediation, freut sich, dass die Serie den Zuschauern Mediation als guten Weg zur Einigung näher bringt: „Natürlich wurden die Fälle für das Fernsehen dramaturgisch aufbereitet, aber grundsätzlich werden wir als Mediatoren zu solchen oder ähnlichen Fällen gerufen. Wir geben den strukturierten Rahmen, damit die Konfliktparteien gemeinsam eine Lösung finden.“ Im deutschen Mediationsgesetz wird Mediation als vertrauliches und strukturiertes Verfahren definiert, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konfliktes anstreben.
In einem Interview mit der ARD sagt der Schauspieler Harald Krassnitzer über seine Rolle als Mediator Paul Kemp: „Die Mediation ist ein Beruf, der in modernen Gesellschaften zunehmend gebraucht und gefordert wird. Weil viele Konflikte, etwa aus dem alltäglichen Leben, in großen Konzernen oder in der Politik ohne solche Menschen überhaupt nicht mehr gelöst werden können.“
Davon sind auch die Mitglieder der Stiftung Mediation überzeugt und suchen immer wieder den Kontakt mit der Bevölkerung, um Mediation im Bewusstsein zu verankern und so in Deutschland eine neue, offenere Streitkultur zu etablieren.





