(openPR) Korallenriffe sind die vielbewohnten Regenwälder des Meeres. Doch warum kann ausgerechnet in den Riffen eine so enormer Artenvielfalt existieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich Dokumentarfilmer Dirk Ritter in seinem Film "Lebensraum Korallenriff" auf extrafilme.de.
Dazu muss aber vorab eine entscheidende Frage geklärt werden: Handelt es sich bei Korallen um Pflanzen oder doch um Tiere? Schließlich haben sie so einiges mit den Pflanzen gemeinsam: Sie wachsen an einer Stelle, können nicht selbstständig schwimmen oder sich anderweitig fortbewegen, wenn die Meeresströmung nicht nachhilft. Sie sehen häufig aus wie farbenprächtige Blumen, bieten den verschiedensten Tieren Schutz, Lebensraum und Nahrung.Sie überwuchern im Laufe der Zeit selbst kollossale Schiffwracks. Also können Korallen nur Pflanzen sein? Weit gefehlt. Bei dieser Entscheidungsfrage zählen die "inneren Werte". Jedes Lebewesen ist aus Zellen aufgebaut, wobei man hier zwischen der Pflanzenzelle und der Tierzelle unterscheidet. Polypenzellen haben keine feste Zellwand, keine Chloroplasten und keine Vakuole, können jedoch alle Bestandteile einer tierischen Zelle vorweisen. Die, für die Korallenriffe verantwortlichen Blumentiere gehören zu den Nesseltieren. Diese Polypenähnlichen Tiere sondern ein Kalkskelett ab, in welches sie sich bei Gefahr zurückziehen können, vergleichbar mit einem Schneckenhaus. Wenn nun Millionen dieser Tiere als Kolonie solche ortsgebundenen Skelette absondern, entstehen die beeindruckenden Gebilde der Korallenriffe. Dieser Vorgang benötigt jedoch viel Zeit. Die Blumentiere bevorzugen die warmen Meeresregionen der Tropen und Subtropen, in welchen die durchschnittliche Wassertemperatur selbst im Winter nicht unter 20 Grad Celsius sinkt. Hier finden sie umhertreibendes Zooplankton, welches sie aus dem Wasser filtern. Aber Anfassen, Absprengen oder Abschneiden durch den Menschen gefährdet sie sowie ihre Umgebung und somit das gesamte Gleichgewicht der Korallenriffe. Dabei kann Tauchtourismus eine tolle Sache sein, solange der Taucher auf ein Mitbringsel direkt vom Riff verzichtet, schließlich wollen auch zukünftige Generationen die kuriosen Gebilde der Blumentiere und ihre Bewohner bestaunen können. Welche beeindruckenden und farbenfrohen Tierarten den Lebenraum Korallenriff für sich nutzen und wie unterschiedlich sich Korallenriffe aufbauen können zeigt Dirk Ritter auf www.extrafilme.de.












