(openPR) Teisnach, 27. Juni 2014 - Im Juli 2005 wurde auf Wunsch zahlreicher Unternehmen der Arbeitskreis Personalentwicklung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Niederbayern gegründet. Ziele des Arbeitskreises sind vor allem der Erfahrungsaustausch und die Netzwerkbildung. Am 26. Juni tagte das 19-köpfige Gremium unter der Leitung von Gerhard Huber, Weiterbildungsreferent der IHK, im Rohde & Schwarz-Werk Teisnach und stellte fest: „Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist weltweit einzigartig und die Weiterbildung genießt einen immer höheren Stellenwert.“
Gerhard Huber betonte aber auch, dass ein Hochtechnologie-Land ebenso Akademiker benötige: „Deshalb brauchen wir beide Ausbildungsrichtungen.“ Als positives Beispiel führte er Rohde & Schwarz an: „Neben den 90 Auszubildenden sind hier aktuell auch 18 duale Studenten beschäftigt.“ Imponiert hat Huber auch die enge Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen: „Von den über 900 seit 1970 Ausgebildeten arbeiten noch immer rund 500 im Werk Teisnach.“
„Die Mitarbeiter sind unser größtes Kapital“, versicherte der stellvertretende Werkleiter Paul Rauch. Betrachte man die rasante Entwicklung des R&S-Werks Teisnach vom mechanischen Einzelteilfertiger hin zum High-End-Produzenten für elektromechanische Systeme, sei der Faktor Mensch entscheidend: „Wir brauchen Fachkräfte und Spezialisten mit hoher Identifikation zum Betrieb und großer Flexibilität.“ Deshalb qualifiziere man seit über vier Jahrzehnten auch den Nachwuchs selber: „Heuer stellen wir erstmals 40 Schulabgänger ein“, betonte Rauch.
„Bei uns menschelt es noch in den Fertigungshallen“, sagte Ausbildungsleiter Alexander Glasl. Zusammen mit vier Ausbildern betreut er in sieben Ausbildungsberufen den Fachkräftenachwuchs. Rohde & Schwarz biete zudem jährlich rund 120 Praktikumsplätze an. „Interessierte können sich dadurch einen ersten Eindruck verschaffen, was bei uns produziert wird und wie die Ausbildung abläuft.“
Doch nach der Lehrzeit, die im Regelfall drei oder dreieinhalb Jahre dauert, ist das Lernen noch lange nicht vorbei: „Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung“, stellte Personalreferentin Anna Bredl fest. „Wir organisieren jährlich einige Dutzend gruppenspezifische Maßnahmen, fördern aber auch die individuelle Weiterqualifikation der Mitarbeiter.“ 847 Beschäftigte nutzten im letzten Geschäftsjahr dieses Angebot.
Der nächste turnusmäßige Termin führt den Arbeitskreis Personalentwicklung der IHK zur Firma Sennebogen (Straubing), wo die firmeninterne Weiterbildungsakademie im Mittelpunkt des Interesses stehen wird, sagte Gerhard Huber.












