(openPR) Sicher, diese Jahreszeit an sich ist bereits vorbei, dennoch geht es für die Initiatoren des „Altweibersommer“-Projektes jetzt erst richtig los.
ExpertInnen des deutschen Gründungsgeschehens bestätigen, dass die Gründung eines Unternehmens für eine Frau immer noch keine gesellschaftlich akzeptierte Form der Erwerbstätigkeit ist. Das Bild des typischen Unternehmensgründers ist nach wie vor männlich dominiert. Frauen gründen ungleich häufiger unter ungünstigeren ökonomischen Bedingungen und sozialen Rahmenbedingungen. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei den Gründungen durch Frauen aus wirtschaftlicher Not heraus den zweiten Platz hinter Irland.
Fakten, die Projekte wie den Altweibersommer so notwendig machen. Im Rahmen der europäischen Gemeinschafsinitiative EQUAL hat das tbz Königs Wusterhausen gGmbH diese Initiative zur Förderung der Existenzgründung von Frauen ab 45 Jahren gestartet. Dabei handelt es sich um ein Springboard, das Bestandteil einer Reihe von Maßnahmen im Rahmen der bundesweit agierenden Partnerschaft AWOPE (Activating Women`s Potential for Entrepreneurship) ist.
Die Idee der Springboard-Events entstand in der amerikanischen Venture Capital Szene. Die ursprünglich vorwiegend für Existenzgründer der High-Tech-Branche genutzte Form der Präsentation von Geschäftsideen vor potenziellen Kapitalgebern soll während der Laufzeit des Altweibersommer-Projektes gezielt auf weibliche Existenzgründerinnen ab 45 Jahren aus den neuen Bundesländern angepasst werden.
Dabei zeigt sich, dass der Weg genauso wichtig ist wie das Ziel. In einem fast einjährigen begleitenden Coaching werden die Frauen gezielt auf diese Veranstaltung vorbereitet. ExpertInnen der unterschiedlichsten Branchen werden als Paten gewonnen und geben ihr Wissen und Know how an die Gründerinnen weiter.
Neben der Erarbeitung von erfolgreichen Präsentationen ihrer Geschäftsideen wird besonderen Wert auf eine ganz individuelle Fachberatung gelegt, die inhaltlich und didaktisch auf Frauen dieser Zielgruppe zugeschnitten ist. Das eigentliche, für November 2006 geplante Springboard wird somit eine Art Höhepunkt einer intensiven, individuellen Coaching-Periode sein.
Nur 5 Prozent des Risiko-Kapitals werden in Deutschland an Frauen ausgezahlt. Der Hauptanteil dieses ohnehin schon zu geringen Prozentsatzes geht an Frauen unter 40 Jahren.
Im Hinblick auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung einer funktionierenden Gründungszene und der zukünftigen demografischen Veränderungen bleibt den „Altweibern“ nur Erfolg zu wünschen und das für länger als nur einen „Sommer“!









