(openPR) Dresden/Königstein, 05. Juni 2014 (tpr) – 140 Fotografien von Besuchern der Festung Königstein sind neben historischen Ansichten in der aktuellen Sonderschau „Die Schönste im ganzen Land! Die Festung Königstein im Spiegel der Kunst“ ausgestellt. In kurzer Zeit folgten die Besucher dem Aufruf, die Aufnahmen einzureichen. Sind Fotos heute in Sekunden gemacht, nahm dies einst viel Zeit in Anspruch. Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, etwa benötigte zwei Jahre, um fünf Gemälde vom Königstein anzufertigen. Als trickreiches Hilfsmittel diente ihm die Camera obscura. Wie der Künstler damit Lichtbilder erzeugte und wie man noch heute mit dem „Dunkelkasten“ arbeitet, vermittelt die Bergfestung in Workshops und Kunstprogrammen.
„Die Camera obscura ist das Vorgängermodell des Fotoapparats“, erklärt Maria Pretzschner, Museumspädagogin der Festung Königstein. „Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip. In einem Kasten trifft Licht durch eine Linse und es entsteht ein auf dem Kopf stehendes, seitenverkehrtes Abbild. Ein Spiegel projiziert es auf den transparenten Deckel des Kastens. Legt man nun Papier darauf, lässt sich das Bild nachzeichnen.“
Pretzschner leitet die Kurse im Festungsatelier, das temporär für die Dauer der Schau in der Alten Kaserne eingerichtet wurde. „1756 stand Canaletto genau hier, um die Festung abzubilden“, sagt Pretzschner. Mit Schulgruppen baut sie die Camera obscura nach und macht deutlich, wie wenig es braucht, ein Foto entstehen zu lassen. Es fasziniere Kinder, dass dies ohne digitale Technik möglich ist, so die Museumspädagogin.
Begeistert seien die Schüler auch von den historischen Druckerpressen, die eigens für das Atelier beschafft wurden. Sie stammen aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900. Pretzschner hat Motive vom Königstein auf Kupferplatten parat. „Sie werden mit Farbe bestrichen und mit der Walze überzogen. So können die Kursteilnehmer das Motiv auf kostbares Büttenpapier drucken. Ein schönes Souvenir für Zuhause.“
Die Workshops in Gruppen richten sich an Schüler ab der fünften Klasse. Sie beginnen mit thematischen Führungen durch die Ausstellung, die Einblicke in die Geschichte und Wissen über die Künstler und ihre Methoden vermitteln. Die Teilnahmegebühr für die Führungen beträgt drei, mit Workshop fünf Euro. Für Vor- und Grundschulklassen werden Führungen mit Malstunde und Geschichtenerzählen angeboten.
Für Familien und individuelle Besucher finden die Führungen mit Workshop an der Druckerpresse zusätzlich zu festen Terminen statt. Das nächste Mal diesen Sonnabend um 14 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt sieben, für Kinder von sechs bis 16 Jahren vier Euro. Und zwei Mal im Monat gibt es einstündige Führungen für Erwachsene und größere Kinder. Zum nächsten Termin am 14. Juni um 11:30, 13:30 und 15 Uhr führt Kurator Andrej Pawluschkow persönlich.
Die Ausstellung ist bis zum 2. November auf dem Königstein zu sehen. Sie ist täglich von zehn bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist im regulären Festungseintritt enthalten. Eine Anmeldung zu den Führungen und Workshops ist unter Telefon +49 35021 64-607 möglich. Sie sind im Internet unter www.festung-koenigstein.de abrufbar. ?
Umfangreiches Pressebildarchiv zur Ausstellung:
www.press-area.com/festung-koenigstein/bildarchiv/sonderausstellung-die-schoenste-im-ganzen-land.html













