(openPR) Unterstützung für Niedersächsische Wissenschaftsministerin Heinen-Kljajic
Hamburg (mk) „Strukturelle Benachteiligungen sind steinzeitlich!“ Detlef Naumann, Geschäftsführer des Vereins „Blauer Weihnachtsmann“ nimmt kein Blatt vor den Mund. „So erfreulich die Bereitschaft der Niedersächsischen Hochschulen auch sein mag, Barrieren für Frauen in der Wissenschaft abzubauen, so unerfreulich ist die Tatsache, dass diese Barrieren überhaupt existieren.
„Die Gleichstellung muss an den Niedersächsischen Hochschulen Chefsache werden,“ hatte Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, heute bei der Auftaktveranstaltung der Dialoginitiative „Geschlechtergerechte Hochschulkultur“ in Hannover gefordert. Der Anteil von Frauen bei Professuren liegt in Niedersachsen immer noch bei nur 25 Prozent – dem steht ein Anteil von Frauen an Promotionen mit über 46 Prozent gegenüber. Mit der Dialoginitiative sollen Wege gefunden werden, die Arbeitsbedingungen und Karrierechancen an den Niedersächsischen Hochschulen geschlechtergerechter gestalten zu können.
„Ich bin ein entschiedener Gegner starrer Quoten, aber ohne verbindliche Ziele scheint es mal wieder keine Bewegung zu geben,“ so Naumann. Die Niedersächsischen Hochschulen hatten sich im vergangenen Jahr dazu verpflichtet, Zielzahlen festzulegen, um die Anteile von Frauen in Bereichen zu erhöhen, in denen sie bislang unterrepräsentiert sind. Bei den aktuellen Zielvereinbarungen mit den einzelnen Hochschulen soll dieser Punkt konkretisiert werden. Detlef Naumann: „Das ist Aktionismus auf den letzten Drücker – aber als Initiative längst überfällig!“
Der Verein „Blauer Weihnachtsmann“ hat seinen Sitz in Hamburg und ist seit September 2011 europaweit aktiv. Er erzielte überregionale Bekanntheit durch spektakuläre, friedliche Demonstrationen blau gekleideter Weihnachtsmänner vor Gerichten, bei politischen Organisationen und deren Repräsentanten. Die Mission des Vereins lautet: „Alle Aktivitäten, die eine Gleichstellung der Geschlechter zum Ziel haben, sind geeignet den Frieden und das harmonische Zusammenleben zwischen den Geschlechtern zu erreichen.“ Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund meldet sich der „Blaue Weihnachtsmann“ im Namen seiner Mitstreiter und Hilfesuchenden zu Wort. Öffentlich, mitunter unbequem – aber immer zielführend.











